
Nach der Tötung der jungen Missionsärztin Schwester Marie-Sylvie Kavuke Vakatsuraki und mindestens eines Patienten bei einem terroristischen Überfall auf ein kirchliches Krankenhaus herrscht in der Demokratischen Republik Kongo Entsetzen. „Der Terror geht weiter. Die Menschen haben Angst, jeder versucht zu entkommen“, erklärte der Comboni-Missionar Marcello Oliveira gegenüber dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk KIRCHE IN NOT.
Der Überfall auf das Krankenhaus fand am 19. Oktober im Dorf Maboya im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo nahe der Grenze zu Uganda statt. „Rebellen griffen das Krankenhaus an. Sie plünderten alles, was sie finden konnten, und setzten das Gebäude schließlich in Brand“, schilderte Pater Marcello die Ereignisse. „Eine Ordensschwester, die Ärztin ist und Nachtdienst hatte, verbrannte zusammen mit einem Patienten.“

Schwester Marie-Sylvie habe vorher sogar noch in der örtlichen Missionsstation angerufen, damit die dortigen Priester und Ordensleute sich in Sicherheit bringen konnten. Zu dem Überfall bekannte sich nach lokalen Angaben die ugandische Dschihadistengruppe „Allied Democratic Forces“ (ADF), die auch unter dem Namen „Islamischer Staat – Zentralafrikanische Provinz“ firmiert. Nach dem Überfall auf das Krankenhaus in Maboya hätten die Terroristen noch eine weitere Klinik in der Nähe überfallen, so die lokalen Ansprechpartner.
Die getötete Schwester Marie-Sylvie Kavuke Vakatsuraki gehörte dem Orden der „Kleinen Schwestern der Darstellung unserer Lieben Frau im Tempel“ aus Butembo in der Provinz Nord-Kivu an. Verschiedene Medien sprachen nach dem Überfall sogar von bis zu sieben Toten; die Projektpartner von „Kirche in Not“ bestätigten bislang zwei. Allerdings gelten noch zahlreiche Personen als vermisst, teilte Pater Marcello Oliveira mit: „Mehrere Personen sind verschwunden, möglicherweise um die geplünderten Medikamente und anderen Güter transportieren zu helfen.“
Der Ordensmann erklärte gegenüber KIRCHE IN NOT, dass in der Demokratischen Republik Kongo ein „versteckter Krieg“ herrsche, den die Welt ignoriere. „Es ist ein Krieg, der ,schweigend’ – oder zum Schweigen gebracht – geführt wird, so dass niemand etwas unternimmt und die Bevölkerung weiter leidet“, sagte Pater Marcello.

Seit Jahren wird das rohstoffreiche Grenzgebiet zwischen der Demokratischen Republik Kongo und dem Nachbarland Uganda von Rebellen der Miliz ADF überrannt. Die ADF wird von Jamil Mukulu angeführt, einem zum Islam konvertierten ehemaligen Christen. Dem kongolesischen Militär und der UN-Friedensmission MONUSCO gelingt es nicht, die Region zu befrieden.
Die Provinz Nord-Kivu gilt als Epizentrum der Gewalt. Menschenrechtsorganisationen zufolge ereignet sich im Osten der Demokratischen Republik Kongo die am längsten dauernde humanitäre Krise Afrikas. In der Region lagern Gold, Diamanten, Kobalt und Coltan in der Erde. Dabei handelt es sich um wichtige Rohstoffe zum Beispiel für die IT- oder Fahrzeugindustrie.
Papst Franziskus hatte im Juli dieses Jahres einen Besuch in der Demokratischen Republik Kongo angekündigt. Dieser musste jedoch aus gesundheitlichen Gründen verschoben werden, teilte der Vatikan damals mit.
Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Demokratische Republik Kongo
Die Kongregation der “Brüder des heiligen Martin von Porres“ wurde 1953 im Südsudan gegründet. Die Ordensmänner, die ihr angehören, sind in Pfarreien tätig, unterrichten in Schulen und helfen Notleidenden durch verschiedene karitative Aktivitäten.
Da die Brüder als einheimische afrikanische Kongregation arm sind, sind sie auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen – auch für ihre Weiterbildung und geistliche Vertiefung. Denn um anderen dienen zu können, brauchen sie auch selbst immer wieder Stärkung in ihrem geistlichen Leben, damit die Berufung nicht irgendwann verdunstet. Da schon seit 2013 keine solchen Veranstaltungen mehr stattfinden konnten, hatte uns Pater Charles Olum, der Obere der Ordensbrüder in Uganda, um Hilfe gebeten. Denn ein intensives Gebetsleben ist die Grundlage für alle anderen Tätigkeiten und befruchtet dieses. Auch das Gemeinschaftsleben der Ordensmänner und die Treue zu ihrem Gründungscharisma sind wichtige Elemente, die zur Heiligung der Seelen führen. „Christus ist das Zentrum aller unserer Ziele und Wünsche“, schreibt er uns. Die persönliche Beziehung zu Christus sei das Wichtigste, und die Erfahrung aus dem Gebetsleben müsse in konkrete Taten umgesetzt werden. Diese innere Haltung muss aber immer wieder gestärkt und eingeübt werden. Unsere Wohltäter haben die Ordensmänner daher mit 7.000 Euro für ihre Weiterbildung unterstützt.

Laut Bischof Aloysius Fondong Abangalo aus Mamfe im Westen Kameruns in der Nähe der Grenze zu Nigeria gibt es bislang keine Informationen über den Verbleib von neun Christen, die am 16. September in der Ortschaft Nchang verschleppt wurden. Bislang Unbekannte hatten dort am vergangenen Freitag die Kirche St. Maria niedergebrannt und fünf Priester, eine Ordensschwester und drei weitere Gläubige verschleppt.
Bischof Abangalo hatte sich mit einer Videobotschaft an das weltweite katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT (international: ACN) gewandt. „Was hier geschehen ist, ist ein Gräuel. Die Täter waren nicht damit zufrieden, die Geduld der Menschen zu testen, jetzt stellen sie auch die Geduld Gottes auf die Probe“, erklärte der Bischof mit Blick auf die ausgebrannte Kirche. Lokalen Quellen zufolge sind bereits Lösegeldforderungen für die entführten Personen eingegangen; darüber hinaus gibt es jedoch kein Lebenszeichen von ihnen.

Bischof Abangalo wandte sich in seiner Botschaft auch direkt an die Entführer: „Was auch immer sie tun, sie sollten wissen, dass sie Kinder Gottes sind. Was sie tun, ist falsch. Gewalt erzeugt nur weitere Gewalt. Wir müssen zusammenarbeiten und die richtigen Mittel einsetzen, um das Problem zu lösen.“
Die Kirchenvertreter sehen als Motiv hinter der jüngsten Entführung einen seit Jahren schwelenden Konflikt zwischen der französischsprachigen Mehrheit und der englischsprachigen Minderheit in Kamerun. Die Bevölkerung in den englischsprachigen Regionen im Westen des Landes fühlt sich von der Regierung benachteiligt.
Der Konflikt verschlimmerte sich seit 2016, als die englischsprachigen Regionen eine Rückkehr Kameruns zum föderalen Regierungssystem forderten, um mehr Selbstständigkeit und politischen Einfluss zu erhalten. Separatisten riefen eine „Republik Ambazonien“ aus.

In der Folge kam es zu brutalen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und dem militärischen Arm der anglophonen Aufständischen, den sogenannten „Amba Boys“. Kirchlichen Ansprechpartnern zufolge ging die Armee auch gegen religiöse Einrichtungen vor, weil sie dort Unterstützer für die Separatisten vermutete.
Die katholische Kirche, der etwa ein Viertel der rund 26 Millionen Einwohner Kameruns angehören, hat versucht, zwischen Regierung und Aufständischen zu vermitteln. Diese Versuche sind jedoch bislang gescheitert. Die Kirche wurde von den Konfliktparteien jeweils beschuldigt, auf der Seite des Gegners zu stehen.
Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Kamerun
KIRCHE IN NOT zeigt sich alarmiert über die Lage in Burkina Faso. Nachdem Anfang Juli mehr als zwanzig Personen in der Ortschaft Bourasso im Nordwesten des Landes von Milizen erschossen worden waren, erreichen das Hilfswerk auch aus der katholischen Diözese Fada N’Gourma im Osten von Burkina Faso besorgniserregende Nachrichten: Aufgrund der anhaltenden Terrorgefahr können zahlreiche Dörfer in der Diözese kaum noch von außen erreicht werden.
Auf Anfrage von KIRCHE IN NOT teilten die Projektpartner in Fada N’Gourma mit, dass von den über 500 Städten und Dörfern auf dem Gebiet der Diözese aktuell mehr als 90 Prozent von der Außenwelt abgeschnitten seien. Raubüberfälle, Entführungen und Morde hätten so massiv zugenommen, dass die Diözese seit Anfang 2022 ihre Seelsorger aus fünf weiteren Pfarreien abberufen musste.
In sieben weiteren Gemeinden seien die oft abgelegenen Außenstellen nicht mehr zu erreichen; die Straßen seien in der Kontrolle von Milizen und deshalb unpassierbar. Da auch die Telefon- und Internetverbindungen gekappt wurden, habe man keine Informationen über die dortigen Gemeindemitglieder.

Auslöser dieser dramatischen Situation ist der islamistische Terror, der sich seit dem Jahr 2015 in Burkina Faso immer weiter vorwärts frisst. Dem Bericht „Religionsfreiheit weltweit 2021“ von KIRCHE IN NOT zufolge ist das Land zu einem der Hauptoperationsgebiete des militanten Dschihadismus in Afrika geworden. Während sich die Gewalt zu Beginn unterschiedslos gegen die gesamte Bevölkerung richtete, kommt es nach Angaben von lokalen Beobachtern seit 2019 vermehrt zu gezielten Attacken auf Christen, die etwa ein Viertel der Bevölkerung Burkina Fasos ausmachen.
Der Bericht der Diözese Fada N’Gourma an KIRCHE IN NOT enthält auch die Aussage eines Priesters, der das übliche Vorgehen der Terroristen schildert. Demnach eroberten Milizen Ende Februar die Stadt Tombaga im Osten der Diözese. Die Bewohner seien in der Moschee zugsammengeführt worden. Die Terroristen hätten die anwesenden Christen aufgefordert, zum Islam zu konvertieren. „Sie sagten, Isa (Name für Jesus im Islam; d. Red.) sei gekommen, aber seine Mission sei beendet. Mohammed sei sein Nachfolger“, zitiert der Bericht den Augenzeugen. Anschließend hätten die Milizen eine katholische Schule und weitere staatliche Bildungseinrichtungen in Brand gesetzt.

Auslöser dieser dramatischen Situation ist der islamistische Terror, der sich seit dem Jahr 2015 in Burkina Faso immer weiter vorwärts frisst. Dem Bericht „Religionsfreiheit weltweit 2021“ von KIRCHE IN NOT zufolge ist das Land zu einem der Hauptoperationsgebiete des militanten Dschihadismus in Afrika geworden. Während sich die Gewalt zu Beginn unterschiedslos gegen die gesamte Bevölkerung richtete, kommt es nach Angaben von lokalen Beobachtern seit 2019 vermehrt zu gezielten Attacken auf Christen, die etwa ein Viertel der Bevölkerung Burkina Fasos ausmachen.
Der Bericht der Diözese Fada N’Gourma an KIRCHE IN NOT enthält auch die Aussage eines Priesters, der das übliche Vorgehen der Terroristen schildert. Demnach eroberten Milizen Ende Februar die Stadt Tombaga im Osten der Diözese. Die Bewohner seien in der Moschee zugsammengeführt worden. Die Terroristen hätten die anwesenden Christen aufgefordert, zum Islam zu konvertieren. „Sie sagten, Isa (Name für Jesus im Islam; d. Red.) sei gekommen, aber seine Mission sei beendet. Mohammed sei sein Nachfolger“, zitiert der Bericht den Augenzeugen. Anschließend hätten die Milizen eine katholische Schule und weitere staatliche Bildungseinrichtungen in Brand gesetzt.
In vielen Orten der Diözese Fada N’Gourma sei es verboten, eine andere Religion als den Islam auszuüben, heißt es in dem Bericht. Mancherorts dürften zwar noch christliche Gottesdienste abgehalten werden, würden aber von den lslamisten überwacht. Trotz der prekären Lage gebe es jedoch nach wie vor ein lebendiges Gemeindeleben. Vielen christlichen Bewohnern aus den abgeschnittenen Dörfern sei die Flucht gelungen; sie hätten sich rund um die Ortschaft Matiakoali niedergelassen, wo Militär stationiert und es deshalb vergleichsweise sicher ist.
KIRCHE IN NOT unterstützt in Burkina Faso aktuell 75 Einzelprojekte, um das Überleben und die Nothilfe der katholischen Kirche in der angespannten Situation zu sichern. Im Bistum Fada N’Gourma hat das Hilfswerk den Bau einer Schule finanziert und zahlt Stipendien für Flüchtlingskinder.
Mit Messstipendien, der Gabe für die Feier einer heiligen Messe, hilft KIRCHE IN NOT den mittellosen Seelsorgern. Die Einnahmen kommen darüber hinaus häufig den karitativen Einsätzen zugute, zum Beispiel wenn ein Priester kranke oder verletzte Gemeindemitglieder ins nächstgelegene Krankenhaus bringt oder Medikamente besorgt. Da viele Kommunikationskanäle abgeschnitten sind, ist das Radio oft die einzige Möglichkeit, um Informationen weiterzugeben. KIRCHE IN NOT unterstützt deshalb die Medienarbeit der katholischen Diözese und wird das auch in Zukunft intensivieren.
Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Burkina Faso
In den letzten zwei Monaten wurden allein in einem Bundesstaat in der Zentralregion Nigerias mindestens 68 Christen getötet und viele weitere entführt oder vertrieben. KIRCHE IN NOT „ist eine Quelle des Lichts in einem Tal der Finsternis“, sagt Bischof Wilfred Anagbe.
In einem Bericht an das Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) beklagt der Bischof von Makurdi, einer der Diözesen im Bundesstaat Benue, die Untätigkeit der nigerianischen Bundesregierung und zählt die dringenden Bedürfnisse von Tausenden der 1,5 Millionen Menschen auf, die aus ihren Häusern vertrieben worden sind. “Natürlich ist es für mich und mein Volk schrecklich, in einer solchen Situation leben zu müssen, um es vorsichtig auszudrücken“, sagt Bischof Wilfred Chikpa Anagbe.
Im Mittelpunkt des Problems stehen die anhaltenden Angriffe von Terroristen des mehrheitlich muslimischen Fulani-Stammes auf die mehrheitlich christlichen Bauerngemeinden in der Zentralregion Nigerias. Die Gründe für diese Angriffe sind komplex. Die Konflikte zwischen nomadischen Hirten und sesshaften Bauern reichen Jahrhunderte zurück, aber die Einfuhr hochwertiger Schusswaffen in den letzten Jahren hat die Angriffe noch tödlicher und zerstörerischer gemacht.
Der religiöse Aspekt verschlimmert die Situation in einem Land, das zwischen dem mehrheitlich christlichen Süden und dem mehrheitlich muslimischen Norden geteilt ist, wobei die meisten Zusammenstöße in der zentralen Region stattfinden, die auch das fruchtbarste Land besitzt. Dem Bischof zufolge tarnen sich die Terroristen als nomadische Hirten, um die wahre Absicht ihrer Angriffe zu verschleiern, nämlich die Christen von ihrem Land zu vertreiben.

Die Situation hat laut dem Bischof zu einer „unerträglichen Lebensmittelknappheit“ geführt. „Der Bundesstaat Benue ist bekanntlich der Nahrungsmittelkorb der Nation, aber der Terrorismus trifft die Lebensmittelversorgung.“ Infolgedessen müssen die Bauern, die sich und ihre Familien normalerweise selbst versorgen könnten, nun von Almosen leben.
„Die Notsituation hat viele in einen menschenunwürdigen Zustand versetzt, da sie oft auf Lebensmittelrationen angewiesen sind, die von anderen gespendet werden, deren wirtschaftliche Lage nicht viel besser ist.“

Makurdi beherbergt derzeit 80 % der Vertriebenen im Bundesstaat Benue, und trotz finanzieller Schwierigkeiten tut die örtliche Kirche ihr Bestes, um das Leid und die Not zu lindern, indem sie Nahrungsmittel und lebensnotwendige Güter bereitstellt. Kürzlich verteilte die Kommission für Gerechtigkeit, Entwicklung und Frieden Lebensmittel und Kleidung an über 1800 Menschen allein in einem Lager. Die Diözese vergibt auch Stipendien an Dutzende von vertriebenen Kindern, damit sie die Chance auf eine Schulbildung haben.
Die Instabilität der Region macht dies jedoch manchmal schwierig. Der Bischof selbst sagt: „Ich bin seit einigen Jahren nicht mehr in der Lage, in Teilen meiner Diözese pastorale Aktivitäten durchzuführen.“
„Neben den oben genannten Initiativen haben wir auch die seelsorgerische Betreuung dieser Menschen nicht vergessen. In einigen der Siedlungsgebiete gibt es eine Pfarrei, die sich um die spirituellen Bedürfnisse der Binnenvertriebenen kümmert“, so der Bischof abschließend. Er fügt hinzu, dass er immer noch hofft, eine mobile Klinik anschaffen zu können, damit sich besser um die gesundheitlichen und psychosozialen Bedürfnisse der Vertriebenen gekümmert werden kann.

Die Probleme mit den Fulani-Hirten, bewaffneten Gruppen und islamischen Extremisten in Nigeria bestehen schon seit mehreren Jahren, aber die Kirche beklagt, dass die Untätigkeit der Regierung die Situation verschlimmert hat.
Nach Ansicht des Bischofs „unterstreicht das Ausmaß der Tötungen, der Vertreibung und der mutwilligen Zerstörung von Eigentum durch diese dschihadistischen Fulani-Milizen nur den nun offenbar gewordenen Plan, christliche Gemeinden in Nigeria zu entvölkern und ihr Land zu übernehmen. Es ist bezeichnend, dass die derzeitige nigerianische Regierung nichts gegen diese anhaltenden Angriffe unternimmt, und dafür Begründungen wie den ‚Klimawandel‘ oder dass auch einige Muslime manchmal bei Angriffen von so genannten Banditen getötet werden, vorbringt.“

Von den örtlichen Behörden im Stich gelassen, ist die Kirche dankbar für die Unterstützung, die sie von KIRCHE IN NOT erhalten hat, das Bischof Anagbe als „eine Lichtquelle in einem Tal der Finsternis“ bezeichnet.
KIRCHE IN NOT unterstützt weiterhin die lokale Kirche, die in vielen Teilen des Landes unter Armut und Verfolgung leidet. Im Jahr 2021 finanzierte das internationale Hilfswerk 105 Projekte in Nigeria in verschiedenen Bereichen. KIRCHE IN NOT bietet auch eine Plattform für Informationen über das Leiden der Christen und hilft den örtlichen führenden Geistlichen, sich bei internationalen Veranstaltungen zu Themen wie Religionsfreiheit und Christenverfolgung zu äußern.
Weitere Informationen zur Lage der Christen in Nigeria enthält der Bericht „Religionsfreiheit weltweit“, den KIRCHE IN NOT alle zwei Jahre herausgibt: zum Bericht über Nigeria
Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Nigeria
Vielerorts in Afrika ist die Kirche mit der Herausforderung konfrontiert, dass große Entfernungen und schlechte Straßenverhältnisse die Seelsorge schwierig machen. Zugleich haben die Gläubigen aber große Sehnsucht nach Gott und der Frohen Botschaft.
Auch in der Diözese Karonga im Norden Malawis ist es so. Daher ist der katholische Radiosender Tuntufye FM ein wichtiges Instrument, um die Gläubigen auch in den abgelegenen Dörfern täglich zu erreichen. Evangelisierung ist das wichtigste Ziel des Senders. Zugleich leistet er aber auch Entwicklungshilfe durch praktische Hinweise und Informationen.

Nun erreichte uns aber eine Bitte um Hilfe, denn für die Arbeit des Radios wurde ein Fahrzeug gebraucht, das den örtlichen Straßenverhältnissen gewachsen ist. Schließlich sollten die Sendungen nicht nur vom Sitz des Senders selbst, sondern aus der ganzen Diözese gesendet werden können. Aufgrund der Entfernungen und der vor allem in der Regenzeit oft nur schwer passierbaren Straßen konnten Beiträge nur aus nahegelegenen Gemeinden gesendet werden. Da das Ziel des Senders aber ist, die ganze Diözese mit einzubeziehen, war es auf die Dauer frustrierend für die Gläubigen aus den weiter abgelegenen Gebieten, dass es aus ihren Gemeinden nie Beiträge gab.
Unsere Wohltäter haben 28.114 Euro gespendet, um die Anschaffung eines geländegängigen Fahrzeugs für den Radiosender zu ermöglichen. Nicht nur die Mitarbeiter des Senders, sondern vor allem auch die Hörer freuen sich, denn nun ist das Programm vielfältiger und hochwertiger geworden. „Das Auto hat der Arbeit des Radios großen Auftrieb gegeben und hat unsere Schwierigkeiten mit der Mobilität, die die Aktivitäten des Radios behinderten, verringert“, freut sich Innocent Nazombe, der das Radio leitet. Herzlichen Dank an alle, die geholfen haben!
Die Priester Vitus Borogo und Pater Christopher Odia wurden bei offensichtlich gescheiterten Entführungsversuchen ermordet. Nigeria wird nach wie vor von Kriminalität heimgesucht, und viele Priester sind ins Visier von Banditen geraten.
Die Ermordung von zwei katholischen Priestern in Nigeria am vergangenen Wochenende hat die örtliche christliche Gemeinschaft verunsichert und schockiert.

In einem Telefongespräch mit dem internationalen Hilfswerk “Kirche in Not” (ACN) sprach Erzbischof Matthew Man-Oso Ndagoso aus Kaduna am Dienstag, den 28. Juni, von Angst und Traumatisierung nach der Ermordung des 50-jährigen Priesters seiner Erzdiözese, Vitus Borogo, dessen Beerdigung für den 30. Juni geplant ist.
„Bei allen liegen die Nerven blank. Bei uns allen, beim Klerus, bei den Laien, bei allen. Die Menschen haben Angst, und das zu Recht. Die Menschen sind traumatisiert, und das zu Recht.“
„In dieser Situation ist niemand mehr sicher. Wenn man sein Haus verlässt, selbst tagsüber, ist man nicht sicher, bis man zurückkommt“, fügt er hinzu.

Kriminelle überfielen Vitus, als er seine Familie auf einer Farm in der Region Prison Farm, nicht weit von Kaduna City, besuchte. Die bewaffneten Männer erschossen ihn und entführten seinen jüngeren Bruder und einen weiteren Mann. Sie befinden sich nach wie vor in Gefangenschaft an einem unbekannten Ort.
“Das kam völlig unerwartet. Es sind Kidnapper, sie wollen Geld. Wir wissen nicht, warum sie ihn getötet haben. Offensichtlich wollten sie sie alle entführen, aber aus irgendeinem Grund haben sie sich entschieden, ihn zu töten, nur Gott weiß, warum“, sagt Erzbischof Matthew und fügt hinzu: „es war wirklich schockierend für uns alle“.
Bislang hat die Kirche keine weiteren Informationen über die Identität der Verbrecher oder ihre Forderungen, sagt Erzbischof Matthew.

Nigeria wurde in den letzten Jahren stark von Gewalt und Banditentum heimgesucht, und viele Priester wurden zur Zielscheibe von Entführern. Die Erzdiözese Kaduna ist besonders stark von Gewalt und Unruhen betroffen.
Bei einer von “Kirche in Not” organisierten Online-Konferenz vor einigen Wochen zog Msgr. Matthew eine Bilanz der Verluste: „In den letzten drei Jahren wurden sieben meiner Priester entführt, zwei wurden getötet und einer war drei Jahre und zwei Monate in Gefangenschaft. Vier wurden freigelassen. In fünfzig meiner Pfarren können die Priester nicht in ihren Pfarrhäusern leben, weil sie zur Zielscheibe werden, weil sie als leichte Geldquelle für Lösegeld angesehen werden. Ich kann keine Pastoralbesuche machen, wie ich es sonst tue, die Priester können nicht in die Dörfer gehen und die heilige Messe feiern. Die Menschen können ihre Felder nicht bestellen, also können sie sich nicht selbst ernähren. Durch diese Unsicherheit haben die Menschen keinen Zugang zu den Sakramenten“
Vitus Borogo ist der dritte Priester, der in der im Norden des Landes gelegenen Erzdiözese ermordet wurde.
Entführungen sind jedoch auch für die nigerianische Kirche im Süden des Landes zu einem Problem geworden. Am selben Wochenende, an dem Pater Vitus getötet wurde, wurde ein anderer Priester, Christopher Odia, 41, in der Diözese Auchi ermordet. Der Priester wurde bei einem gescheiterten Entführungsversuch getötet, als er aus seinem Pfarrhaus kam, um die Sonntagsmesse in der katholischen Kirche St. Michael in Ikabigbo zu feiern, heißt es in einer Mitteilung der Diözese, die “Kirche in Not” vorliegt.
Die katholische Kirche in Nigeria steht der Regierung sehr kritisch gegenüber und macht sie für die zunehmende Unsicherheit verantwortlich und dafür, dass sie nicht genug tut, um die Unschuldigen vor Kriminellen zu schützen.
Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Nigeria
In der Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks ist es Projektpartnern von KIRCHE IN NOT zufolge zu einem erneuten Ausbruch terroristischer Gewalt gekommen. Die jüngsten Anschläge ereigneten sich demnach in den Bezirken Ancuabe und Chiure.
Dabei sollen zahlreiche Menschen getötet und mindestens 11 000 Personen zur Flucht gezwungen worden sein. Die Zahl der Binnenvertriebenen in Mosambik ist nach UN-Angaben auf weit über 800 000 Menschen angestiegen.
Die jüngsten Anschläge sollen nach Angaben der Projektpartner von KIRCHE IN NOT auf das Konto einer Terrorgruppe gehen, die sich als „Provinz Mosambik des Islamischen Staates“ bezeichnet.

Milizen verbreiten seit 2017 im Norden Mosambiks Angst und Schrecken. Während sie in den vorhergehenden Jahren groß angelegte Offensiven starteten und ganze Städte in der Provinz Cabo Delgado belagerten, scheinen sie nun ihre Strategie geändert zu haben: Die Attacken richten sich nun gegen kleinere Siedlungen und Dörfer, die weitgehend schutzlos sind.
Die mosambikanischen Truppen hätten ihre Präsenz in dem nun betroffenen Gebiet verstärkt, berichten Augenzeugen. Aber auch das Militär habe zahlreiche Verluste zu beklagen: „Es waren nicht nur Zivilisten, die ermordet wurden, sondern auch Soldaten. Aber es ist sehr schwierig, genauere Informationen zu bekommen“, so ein Projektpartner von KIRCHE IN NOT, der aus Sicherheitsgründen nicht namentlich genannt werden möchte.
KIRCHE IN NOT hat als Reaktion auf die jüngste Terrorwelle ein weiteres Nothilfepaket für Mosambik auf den Weg gebracht. Das Hilfswerk unterstützt Vertriebene in kirchlichen Flüchtlingseinrichtungen, fördert die Seelsorgearbeit für traumatisierte Menschen und stellt Baumetrial für zerstörte Gemeindezentren zur Verfügung.

KIRCHE IN NOT greift außerdem vertriebene Familien unter die Arme, die sich in anderen Landesteilen ansiedeln, und finanziert Transportfahrzeuge, damit humanitäre Hilfen auch Menschen in entlegenen Gebieten erreichen.
Der katholische Bischof der Provinzhauptstadt Pemba, Antonio Juliasse Ferreira Sandramo, teilte dem Hilfswerk mit: „Das ist eine sehr unruhige Zeit für uns. Neue Angriffe breiten sich auf die südliche Region meiner Diözese aus; es herrschen Panik und Unsicherheit.“

In seiner Diözese seien zahlreiche Kirchen und Gemeindehäuser zerstört, berichtet Bischof Ferreira Sandramo, der erst Ende Mai sein Amt angetreten hat. Missionare seien aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen. Alte Menschen und Kinder seien oftmals auf sich alleingestellt.
Die meisten Bewohner von Mosambik sind Christen. Eine Ausnahme ist der Norden, wo Muslime in der Mehrheit sind. Sie sind genauso von Terror und Vertreibung betroffen. Die christlichen Kirchen nehmen sich der gesamten Bevölkerung an, da sie über die einzigen funktionierenden Strukturen und Hilfseinrichtungen in der Provinz Cabo Delgado verfügen.
„Pfarren und Ordensgemeinschaften sind weiterhin Orte der Hilfe für alle Menschen. Sie bieten ihnen Lebensmittel, Unterkunft, Beistand und psychosoziale Unterstützung an“, betonte Bischof Ferreira Sandramo. Er fügt aber hinzu: „Wir können das allein nicht mehr bewältigen.“
Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Mosambik
Andrew Adeniyi Abayomi ist Pfarrvikar in der Pfarre St. Franz Xaver in Owo im Südwesten Nigerias. Er war dabei, als bislang unbekannte Täter am Pfingstsonntag ein Massaker an der dortigen Gottesdienstgemeinde verübten. Dabei wurden lokalen Angaben zufolge mindestens 38 Personen getötet und Dutzende schwer verletzt. Pfarrer Abayomi hat mit KIRCHE IN NOT über die traumatischen Erlebnisse gesprochen.
KIRCHE IN NOT: Wo befanden sie sich, als der Angriff geschah?
PFARRVIKAR ANDREW ADENIYI ABAYOMI: Die Festmesse zum Pfingstsonntag war gerade vorbei. Anschließend sollte vor der Kirche eine Prozession stattfinden. Ich stand noch im Altarraum und legte Weihrauch ein. Da hörte ich einen lauten Knall. Ich dachte zuerst: Da ist eine Tür zugeschlagen oder jemand ist gestürzt. Doch dann hörte ich weiteren Lärm und sah die Gemeinde in verschiedene Richtungen rennen. Ein Gottesdienstbesucher stürzte auf mich zu und schrie: „Herr Pfarrer, da sind Bewaffnete!“

Wie viele Angreifer waren es?
Ich habe sie nicht gesehen. Einige Augenzeugen sagen, es seien vier Personen gewesen, andere sprechen von sechs. Es sollen sich auch noch Angreifer unter die Gottesdienstbesucher gemischt haben. Wir kennen die genaue Anzahl nicht.
Hatten Sie Angst um Ihr Leben?
Ich hatte keine Angst um mein eigenes Leben. Ich habe vor allem daran gedacht, wie ich die Gemeindemitglieder retten könnte. Einige von ihnen verrammelten die Eingangstür. Ich forderte die Leute auf, in die Sakristei zu gehen. Von dort konnten sich einige ins Freie in Sicherheit bringen. Ich blieb die ganze Zeit bei den Menschen in der Sakristei.
Ich war von Kindern umringt, mehrere Erwachsene klammerten sich an mich. Ein paar Kinder haben sich sogar unter meinem Messgewand versteckt. Ich habe sie beschützt wie eine Henne ihre Küken. Viele Menschen schrien; ich habe versucht, sie zu beruhigen. Der Angriff dauerte etwa eine halbe Stunde. Er scheint sorgfältig geplant gewesen zu sein.

Was geschah dann?
Wir hörten von draußen, dass die Angreifer jetzt fort seien. Wir öffneten die Tür der Sakristei. Ich sah, dass zahlreiche Gemeindemitglieder tot oder verletzt waren. Ich war erschüttert. Ich habe die Unversehrten gebeten, die Verletzten ins Krankenhaus zu bringen. Wir ließen die Toten in der Kirche zurück und versuchten, die Verwundeten zu retten.
Der Südwesten Nigerias galt bislang als weitgehend friedlich, im Gegensatz zum Norden des Landes. Wie erklären Sie sich diesen plötzlichen Gewaltausbruch?
Wir haben gehört, dass militante Gruppen jetzt auch im Südwesten und in weiteren Landesteilen Kämpfer mobilisieren. Bislang lässt sich nicht feststellen, welcher Gruppe oder welcher Ethnie die Angreifer angehören.

Wie kümmern Sie sich jetzt um die Überlebenden?
Wir betreuen sie seelsorgerisch, besuchen sie und beten mit ihnen. Wir versuchen, die Familien der getöteten Menschen zu unterstützen. Es kommt auch Hilfe von staatlichen und privaten Organisationen, wie zum Beispiel dem Roten Kreuz. Sogar muslimische Organisationen und Imame unterstützen uns.
Wo liegt aktuell der größte Bedarf?
Wir brauchen finanzielle Hilfe, um die Überlebenden und die Familien der Todesopfer zu versorgen. Wir benötigen aber auch eine Sicherheitsstrategie. Bei dem Anschlag waren zwar Sicherheitsmitarbeiter und Polizei in der Nähe, aber sie sind uns nicht zu Hilfe gekommen. Wir brauchen jetzt einen eigenen Sicherheitsapparat.
Wie ist die Reaktion der Gläubigen auf den Anschlag?
Einige Gemeindemitglieder sind immer noch voller Angst. Wir versuchen, ihnen wieder auf die Beine zu helfen. Das Wichtigste dabei ist der persönliche Kontakt. Bei den Begegnungen mit den Gemeindemitgliedern habe ich festgestellt: Ihr Glaube ist nicht geschwächt, er ist sogar stärker geworden. Sie sind bereit, standhaft zu bleiben.

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Nigeria
Das internationale päpstliche Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) ist zutiefst erschüttert über den schrecklichen Anschlag, der während der Pfingstfeierlichkeiten am 5. Juni in der katholischen Kirche St. Francis Xavier in Owo im Bundesstaat Ondo im Südwesten Nigerias verübt wurde und bei dem viele Menschen, darunter auch Kinder, getötet wurden.
Die Gedanken und Gebete von KIRCHE IN NOT (ACN) sind bei den Opfern, den Verletzten, ihren Familien und der gesamten katholischen Gemeinschaft in Ondo.
“Heute ist Pfingstsonntag, eine Zeit, in der jeder Katholik in der Kirche sein sollte, um das Hochfest zu feiern. Es ist traurig zu sagen, dass während der heiligen Messe Männer unbekannter Herkunft mit Gewehren bewaffnet die katholische Kirche St. Francis Xavier angegriffen haben”, sagte Pater Augustine Ikwu, Kommunikationsdirektor der Diözese Ondo, in einer Erklärung, die KIRCHE IN NOT (ACN) zugesandt wurde.
“Es wird befürchtet, dass viele Tote und Verletzte zu beklagen sind und die Kirche geschändet wurde”, sagte er.
“Die Identität der Täter bleibt unbekannt, während die Situation die Gemeinde am Boden zerstört ist”, fügte der katholische Priester hinzu.
“In der Zwischenzeit sind alle Priester der Gemeinde in Sicherheit und keiner wurde entführt”, sagte der Priester und zerstreute damit Gerüchte, die in den sozialen Medien kursierten.
“Der Bischof appelliert an uns, Ruhe zu bewahren, die Gesetze einzuhalten und dafür zu beten, dass Frieden und Normalität in unsere Gemeinde, unseren Staat und unser Land zurückkehren”, heißt es in der Erklärung abschließend.
KIRCHE IN NOT (ACN) verurteilt diesen Ausbruch von Gewalt, einen weiteren terroristischen Akt in Nigeria, einen weiteren auf der langen Liste von Verbrechen gegen Christen. Das Land wird im Allgemeinen von Gewalt, Banditentum und Entführungen erschüttert, die zwar alle ethnischen und religiösen Gruppen des Landes betreffen, aber in den letzten Jahrzehnten zu einer langen Liste von schweren Angriffen auf die christliche Gemeinschaft geführt haben.

Erst letzte Woche organisierte KIRCHE IN NOT (ACN) eine Pressekonferenz mit Erzbischof Matthew Man-Oso Ndagoso, dem Erzbischof von Kaduna, um über die Unsicherheit und Gewalt in Nigeria zu sprechen. Obwohl die Probleme aus verschiedenen Richtungen kommen, stellte Erzbischof Matthew klar: “Die Regierung hat uns völlig im Stich gelassen; es ist das Fehlen einer guten Regierung, das dies verursacht. Banditen, Boko Haram, Entführungen – all das sind Symptome der Ungerechtigkeit, der Korruption, die im System herrscht. Wenn wir das Problem nicht an der Wurzel packen können, werden wir einen aussichtslosen Kampf führen.
Das Massaker fand im Südwesten Nigerias statt, einem Gebiet, das bisher nicht von der Unsicherheit und Gewalt betroffen war, die im Allgemeinen den Norden und den Mittleren Gürtel betrifft.
Auch wenn das Problem hauptsächlich intern ist, trägt der Westen nach Ansicht des Erzbischofs eine Mitschuld. “Zum Tango gehören immer zwei. Unsere Führer stehlen unser Geld und bringen es in den Westen, in die Schweiz, nach Paris, London und Frankfurt. Wenn der Westen ihr Geld nicht annehmen würde, würden sie es zu Hause lassen. Die westlichen Regierungen kollaborieren mit unseren Führern”.
KIRCHE IN NOT (ACN) ruft alle politischen und religiösen Führer in der Welt auf, diesen Terroranschlag auf die katholische Kirche St. Francis Xavier in Owo, Ondo State, im Südwesten Nigerias, während der Pfingstfeierlichkeiten entschieden und ausdrücklich zu verurteilen.
Unterstützen Sie die Arbeit der Kirche in Nigeria und helfen Sie den verfolgten und bedrohten Christen mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:
Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Nigeria
Nach der Misshandlung und Tötung einer jungen Christin ist es im Nordwesten Nigerias zu weiteren Attacken auf christliche Einrichtungen gekommen. Zuvor waren zwei mutmaßliche Täter festgenommen worden. Ein ökumenisches Bündnis hat für kommenden Sonntag, 22. Mai, zu friedlichen Protesten gegen die Gewalt aufgerufen.
Die 21-jährige Studentin Deborah Samuel Yakubu war am 12. Mai von Kommilitonen in Sokoto im Nordwesten Nigeria geschlagen, gesteinigt und anschließend in Brand gesteckt worden. Ihr wurde vorgeworfen, in einer WhatsApp-Gruppe den Propheten Mohammed kritisiert und damit Blasphemie begangen zu haben. Yakubu gehörte einer evangelikalen Freikirche an.

Nach der Festnahme der beiden Tatverdächtigen griffen Demonstranten unter anderem die Kathedrale der katholischen Diözese Sokoto an. Jugendliche hätten Kirchenfenster eingeschlagen und einen Gemeindebus verwüstet, teilte die Diözese KIRCHE IN NOT mit.
Lokalen Medien zufolge wurden gezielte Falschinformationen gestreut, wonach Kirchenführer wie der katholische Bischof Matthew Hassan Kukah für die Äußerungen von Deborah Samuel Yakubu verantwortlich seien. Meldungen, auch das Haus des Bischofs sei angegriffen worden, bewahrheiteten sich indes nicht.
Als Reaktion auf die Übergriffe rief Bischof Kukah die Christen auf „weiterhin das Gesetz zu respektieren und für eine Rückkehr zur Normalität zu beten“. Er dankte der Polizei und den lokalen Behörden für ihr schnelles Eingreifen, das eine Eskalation oder weitere Todesopfer verhindert habe.
KIRCHE IN NOT sieht die Situation der Christen in Nigeria mit wachsender Besorgnis. Die dschihadistische Gewalt ist vor allem im Norden Nigerias auf dem Vormarsch. Mehrfach sind auch katholische Priester entführt und ermordet worden.
Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Nigeria

