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Im vergangenen Jahr wurden weltweit mehr katholische Priester, Ordensleute und Seminaristen getötet als 2024. Darauf weist KIRCHE IN NOT in einer aktuellen Auswertung hin. Rückläufig hingegen ist die Zahl der inhaftierten Geistlichen.

Nach KIRCHE IN NOT vorliegenden Meldungen wurden 2025 weltweit 19 Kirchenmitarbeiter getötet – im Jahr zuvor waren es 13. Bei den Getöteten handelt es sich um 15 Priester, zwei Seminaristen und zwei Ordensschwestern. Mehrere der gewaltsamen Todesfälle ereigneten sich im Zusammenhang mit Entführungen oder in bewaffneten Konflikten, etwa in Nigeria, Äthiopien, Sudan und Myanmar. Weitere Geistliche wurden bei Angriffen, Überfällen oder unter bislang ungeklärten Umständen getötet – unter anderem in den USA, Mexiko, Kenia und Haiti.

KIRCHE IN NOT weist darauf hin, dass die hier erfassten Zahlen ausschließlich Priester und Ordensleute betreffen. In vielen Ländern seien auch Katecheten und Laienmissionare massiv bedroht und häufig Opfer von Gewalt, diese sind in der Statistik jedoch nicht enthalten.

Pfarrer Donald Martin Ye Naing Win aus Myanmar wurde am 14. Februar 2025 ermordet.

Weniger Geistliche in Haft – mit Ausnahmen

Ein kleiner Hoffnungsschimmer: Die Zahl der inhaftierten Geistlichen ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Nach Angaben von KIRCHE IN NOT waren 2025 weltweit 28 Priester und Ordensleute aufgrund von religiöser Verfolgung in Haft oder anderweitig ihrer Freiheit beraubt. Im Jahr zuvor waren es noch 71. Der Rückgang ist vor allem auf die Entwicklung in Nicaragua zurückzuführen, wo die meisten der im Jahr 2024 inhaftierten Geistlichen inzwischen freigelassen wurden.

In Belarus sank die Zahl der inhaftierten katholischen Priester ebenfalls leicht. In China hingegen nahm die Zahl der Festsetzungen zu, teilt KIRCHE IN NOT mit. Dort waren im Jahr 2025 insgesamt 14 Geistliche zeitweise in Haft oder unter Hausarrest, darunter mehrere Bischöfe. Verlässliche Informationen zur Situation der Kirche in China seien weiterhin schwer zu erhalten, betont KIRCHE IN NOT.

Auch in Indien kam es 2025 zu mehreren Festnahmen, betroffen waren ausschließlich Ordensfrauen. Ihnen wurden unter anderem Entführung oder Menschenhandel vorgeworfen. Alle Betroffenen kamen später wieder frei.

Der junge Priester Stephen Echezona aus Nigeria wurde im März 2025 entführt.

Entführungen von Kirchenmitarbeitern sind „Geschäftsmodell“ geworden

Ein großes Problem bleiben die Entführungen von Priester und Ordensleuten, auch wenn die gemeldeten Fälle leicht zurückgingen. KIRCHE IN NOT wurden im vergangenen Jahr 38 entführte Priester und Ordensleuten gemeldet.

Besonders betroffen ist weiterhin Nigeria, wo die Zahl der Entführungen sogar anstieg – von 17 auf 24 Fälle. Unter den Entführten waren auch Seminaristen und Ordensschwestern. Zwei Seminaristen wurden getötet. Zum Jahresende galt noch ein Priester als vermisst; ein weiterer kam im Januar 2026 frei.

Einen starken Anstieg verzeichnete auch Kamerun, wo 2025 insgesamt acht Priester entführt wurden, vor allem im konfliktreichen Nordwesten des Landes. Die meisten Betroffenen kamen wieder frei.

Internationale Aufmerksamkeit hilft

Weitere Entführungen wurden unter anderem aus Kolumbien, Haiti und Äthiopien gemeldet. Die Entführer gehören mehrheitlich islamistischen oder anderen extremistischen Gruppen an; in einigen Weltregionen haben auch kriminelle Banden Entführungen und die Erpressung von Lösegeld zu einem „Geschäftszweig“ gemacht.

Seit 1999 gibt es in der Diözese Machakos im Süden Kenias ein Karmelitinnenkloster. Sie stammen aus Kenia, Spanien, Burkina Faso, Kamerun und Tansania. Die wichtigste Aufgabe der kontemplativen Schwestern besteht im Gebet. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie durch das Backen von Hostien und der Anfertigung liturgischer Gewänder. Beides ist zugleich ein Dienst, den sie der Ortskirche leisten. Auch bei der Arbeit unterbrechen sie ihr Gebet nicht.

Zum Backen der Hostien standen ihnen bislang nur alte Geräte zur Verfügung, die immer wieder ausfielen und repariert werden mussten. Mit ihnen war die Arbeit mühsam. Zugleich ist aber die Nachfrage nach Hostien gestiegen, denn Schwester Mary Therese Ndinda, die Priorin, erklärt: „Die Erfahrung der Covid-19-Pandemie hat viele Menschen in die Kirche zurückkehren lassen.“

Die Karmelitinnen freuen sich über die neuen Hostienbackmaschinen, die Wohltäter von KIRCHE IN NOT ermöglicht haben.

Mit ihrer Arbeit können sie nur für ihren bescheidenen Lebensunterhalt aufkommen

Den höheren Bedarf konnten die Karmelitinnen nicht decken. Neue Geräte konnten sie sich aber nicht leisten, denn mit ihrer Arbeit können sie nur gerade für ihren bescheidenen Lebensunterhalt aufkommen. Daher hatten sie uns um Hilfe gebeten. Unsere Wohltäter haben sie nicht im Stich gelassen, und so kamen 18.000 Euro zusammen, sodass die Schwestern eine neue Ausstattung für die Herstellung von Hostien anschaffen konnten. Jetzt geht ihnen diese Arbeit viel leichter von der Hand.

Die Priorin schreibt im Namen ihrer Mitschwestern: „Wir möchten unsere Dankbarkeit für Ihre großherzige Unterstützung zum Ausdruck bringen. Möge der Herr, der sich an Großzügigkeit nicht übertreffen lässt, sie Ihnen vergelten!“

Der 24. Februar 2022 markiert einen tiefen Einschnitt für Millionen von Menschen in der Ukraine. Was als großflächige Invasion begann, entwickelte sich zu einer jahrelangen Prüfung für den Glauben und die Menschlichkeit. Doch inmitten der Trümmer und der Angst gibt es Orte der Zuflucht – ermöglicht durch eine Welle der Solidarität, die bis heute anhält.

Ein unerwartetes Geschenk in der Not

Für Julia aus Charkiw bedeutete die Flucht nicht nur den Verlust ihrer Heimat, sondern auch den Beginn einer tiefgreifenden inneren Wandlung. Gemeinsam mit ihrer Familie fand sie Schutz in einem Kloster bei den Schwestern Paulina und Barbara.

„Ihre Gastfreundschaft hat mich täglich erstaunt“, erinnert sich Julia. „Es war das größte Geschenk in jener dunklen Zeit: ein tiefgreifendes spirituelles Erwachen.“

Was im hektischen Stadtleben kaum Platz fand, wurde im Kloster zum Anker: wöchentliche Gottesdienste und ehrliche Gespräche. Als Julia die Ukraine schließlich verlassen musste, damit ihre Kinder zur Schule gehen konnten, blieb eine Verbindung, die wie Familie ist – und ein ewiger Kalender der Schwestern, der sie noch heute täglich an diese Zeit erinnert.

Bringen Sie mit Ihrer Spende Licht in die Dunkelheit notleidender Menschen in der Ukraine

1256 Projekte für die Nächstenliebe

Julias Geschichte ist eines von vielen Zeugnissen. Dank der Großzügigkeit von Ihnen konnte KIRCHE IN NOT in den vergangenen vier Jahren 1.256 Projekte mit einer Gesamtsumme von über 30 Millionen Euro unterstützen.

Diese Zahlen übersetzen sich vor Ort in ganz konkrete, lebensnotwendige Hilfe:

    • Tägliche Versorgung: In Tschernomorsk bereiten die Schwestern der Nächstenliebe der Heiligen Elisabeth täglich bis zu 100 warme Mahlzeiten zu und verteilen Lebensmittelpakete an Geflüchtete, Senioren und Soldaten.

 

    • Wärme und Licht: In Städten wie Odessa, die von Bombenangriffen und Stromausfällen geprägt sind, sichert Treibstoff für Generatoren den Fortbestand des Gebets und der Katechese.

 

    • Medizinische Hilfe: Die Unterstützung deckt Behandlungskosten für lebensbedrohliche Kriegsverletzungen und ermöglicht die Ausbildung von Schwestern zur medizinischen Versorgung verwundeter Soldaten.

 

    • Traumaheilung: Programme helfen dabei, die seelischen Wunden dieses Krieges zu lindern.

 

„Liebe ist stärker als der Tod“

Hinter jedem Projekt stehen Menschen, die an vorderster Front ausharren. Pater Oleksander Ryepin aus Mykolaiiv berichtet, wie das Pfarrhaus über ein halbes Jahr lang zur Heimat für Menschen aus besetzten Gebieten wurde. Es ging um mehr als nur das Überleben – es ging darum, Würde und Zugehörigkeit zurückzugewinnen.

„Der Schmerz verschwindet nicht – aber er wird verwandelt“, schreibt er. „Tränen hören auf, nur Verzweiflung zu sein, und werden zu Gebet.“

Auch die Schwestern aus Odessa und Tschernomorsk senden ihren Dank: Die Hilfe schenkt ihnen die Gewissheit, nicht allein zu sein. Für sie ist klar: Liebe ist stärker als die Angst.

Eine Ordensfrau verteilt Lebensmittel an bedürftige Menschen in der Ukraine.

Die Hoffnung auf eine Rückkehr

Die Kirche in der Ukraine bleibt lebendig und nah bei den Menschen, weil Menschen weltweit sie nicht vergessen haben. Diese Unterstützung ist das Fundament für die Hoffnung, die auch Julia in ihrem Herzen trägt, während sie in der Fremde auf ihren Kalender blickt.

Ihr Traum bleibt unerschüttert: „Jeden Tag träume ich davon, nach meinem geliebten Charkiw zurückzukehren. Und wir werden zurückkehren. Der Krieg wird enden.“

Der kürzlich ernannte Präsident von KIRCHE IN NOT, Kurt Kardinal Koch, hat die Internationale Zentrale des Hilfswerks in Königstein im Taunus besucht. Er kam dort mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen, besuchte die Räumlichkeiten und feierte eine heilige Messe in der Hauskapelle.

Er freue sich, „Präsident dieser wunderbaren Organisation zu sein“ und ermutigte die Anwesenden, die Christen in Not nicht nur materiell, sondern auch geistlich zu unterstützen. Das Wichtigste sei, an sie zu denken und für sie zu beten.

„Wir haben die große Freude, die großartige Botschaft Jesu Christi empfangen zu haben und diese Botschaft weitergeben zu dürfen, damit Menschen in Freude leben können. Doch viele Menschen befinden sich in Schwierigkeiten und großer Not. Es ist unsere Aufgabe, ihnen zu helfen, indem wir sie materiell unterstützen und ihnen das Geschenk des Glaubens, des Evangeliums anbieten.“

Im Gespräch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dankte Kardinal Koch ihnen ausdrücklich für deren intensives Engagement und den Einsatz für die Religionsfreiheit. Sie sei ein wichtiges Thema und eine große Herausforderung. Gleichzeitig verwies er auf die Dringlichkeit der Neuevangelisierung in den westlichen Ländern, „denn der Glaube ist in einigen unserer Regionen sehr schwach“.

Bei seinem Rundgang durch das Haus der Internationalen Zentrale von KIRCHE IN NOT besuchte Kurt Kardinal Koch auch das YOUCAT-Büro.

„Neuevangelisierung in den westlichen Ländern dringend notwendig“

Neben seiner neuen Aufgabe als Präsident von KIRCHE IN NOT ist Kardinal Koch beim Heiligen Stuhl langjähriger Präfekt des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen. Bei seinem Besuch verwies er auf die Ähnlichkeit zwischen den Aufgaben des Dikasteriums und dem Auftrag des Hilfswerks: Beide hätten eine ökumenische und soziale Dimension und befassten sich mit den verschiedenen Ausdrucksformen des Christentums.

„Wir haben viele Unterschiede, eine große Vielfalt, aber wir brauchen einen gemeinsamen Geist. Ohne diesen gemeinsamen Geist können wir unsere Konflikte und Kriege nicht überwinden“, mahnte Kardinal Koch. Nur wenn die Kirche trotz aller Unterschiede geeint sei, kann sie ein Zeichen und Werkzeug für die Gesellschaft und die Welt sein.

Der aus der Schweiz stammende Kardinal ist dem Hilfswerk bereits lange verbunden. Nicht nur in seiner Heimat, sondern auch in Deutschland war er in der Vergangenheit bereits mehrfach Gast bei Veranstaltungen.

Heilige Messe in der Hauskapelle von KIRCHE IN NOT International: Eduard Kawa, römisch-katholischer Bischof von Kamjanez-Podilskyj (Ukraine), Kurt Kardinal Koch, Präsident von KIRCHE IN NOT, Pater Anton Lässer, kirchlicher Assistent von KIRCHE IN NOT International (v. l.).

Das Dikasterium für den Klerus hat den Wiener Pfarrer Stefan Reuffurth zum neuen geistlichen Assistenten für das katholische pastorale Hilfswerk KIRCHE IN NOT Österreich ernannt.

Der geistliche Assistent begleitet die Arbeit von KIRCHE IN NOT insbesondere auf geistlicher und pastoraler Ebene, etwa in der Begleitung von Mitarbeitern und Wohltätern, dem Spenden von Sakramenten sowie bei der kirchlichen Verankerung des Werks. Pfarrer Stefan Reuffurth folgt auf Pater Martin Rauch SJ, der bis 2025 geistlicher Assistent von KIRCHE IN NOT gewesen ist.

Seelsorge und Solidarität als zentrale Aufgabe

In seiner neuen Aufgabe sieht Pfarrer Reuffurth eine besondere Verbindung von Seelsorge und Solidarität: „KIRCHE IN NOT macht sichtbar, dass die Kirche eine weltweite Gemeinschaft ist, in der das Leid der einen nicht von den anderen getrennt werden kann. Mit über 5000 pastoralen Projekten wird durch KIRCHE IN NOT in über 1400 Diözesen weltweit der Glaube gestärkt und die Verkündigung der frohen Botschaft unterstützt. Es ist mir ein großes Anliegen, die pastorale Dimension dieses Dienstes hier in Österreich zu stärken – im Gebet, im Zeugnis des Glaubens und der Märtyrer sowie in der konkreten Hilfe für unsere Schwestern und Brüder in Not.“

Stefan Reuffurth mit Josef Grünwidl, dem Erzbischof von Wien (v.l.n.r.)

Ein Begleiter für die Stärkung der Arbeit in Österreich

„Dass Stefan Reuffurth unsere Arbeit für KIRCHE IN NOT mit Rat, Tat und Gebet unterstützen wird, freut mich sehr. Er hat ein großes Herz für die arme, leidende und verfolgte Kirche weltweit. Uns verbindet der Wunsch, Solidarität mit der leidenden Kirche zu üben sowie die Schönheit und Kraft des Glaubens der wachsenden Weltkirche den Menschen in Österreich nahzubringen. Wir stehen als katholisches Hilfswerk im Dienst der Kirche und wollen gemeinsam mit Stefan Reuffurth die Arbeit von KIRCHE IN NOT mehr Menschen in Österreich bekannt machen“, Tobias Pechmann, Nationaldirektor von KIRCHE IN NOT Österreich.

Pfarrer Stefan Reuffurth ist Diözesanpriester der Erzdiözese Wien. Er wurde 1967 in Hanau (Deutschland) geboren und studierte katholische Theologie in Wien und am Boston Theological Institute (USA). Nach seiner Priesterweihe 1999 arbeitete er unter anderem als Kaplan im burgenländischen Loretto und absolvierte weiterführende Studien in Moraltheologie an der Päpstlichen Akademie Alfonsiana in Rom. Seit 2007 ist er Pfarrer der Pfarre „Zum Guten Hirten“ in Wien-Hietzing, seit 2009 zudem Dechant des Stadtdekanats 13 sowie Pfarrer der Pfarren Unter St. Veit – Zum Guten Hirten und Ober St. Veit.

Der Pfarrer der katholischen Pfarre im Gazastreifen, Pater Gabriel Romanelli, hat sich mit einem dramatischen Appell an KIRCHE IN NOT gewandt. „Seit Beginn der Waffenruhe im Oktober sind rund 100 Kinder im Gazastreifen gestorben – keines natürlichen Todes“, erklärte der Geistliche. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF hatte diese Zahl kürzlich gemeldet.

Kälte, unhygienische Lebensbedingungen und immer wieder aufflammende Kämpfe verschlimmerten die Lage – gerade für die Kinder. „Die meisten Menschen leben in Zelten. Atemwegs- und Verdauungserkrankungen nehmen zu“, berichtete Romanelli. Medikamente seien nicht ausreichend vorhanden.

Weitere Sorgen macht sich der Geistliche um die Schulbildung. Vor dem Gaza-Krieg besuchten über 2200 Kinder eine der drei katholischen Schulen im Gazastreifen – bei einer Gesamtzahl von damals etwa 1000 Christen. Derzeit könnten nur 162 Kinder unterrichtet werden. „Das Hautproblem ist der Platz, weil in den Schulen vielfach noch Flüchtlinge untergebracht sind“, sagte Romanelli.

Pater Gabriel Romanelli, Pfarrer der einzigen katholischen Pfarrgemeinde im Gazastreifen (4. v. l.), mit Messdienern. © Pfarre Heilige Familie Gaza

Nur 162 Kinder können die Schule besuchen

Seine Pfarre habe sich deshalb dazu entschlossen, zwei noch intakte Privatschulen mit Heften, Stiften und anderen Materialien zu unterstützen, damit mehr Kinder die Chance auf Unterricht haben. Das Geld dazu kommt wie auch in anderen Bereichen vom Lateinischen Patriarchat von Jerusalem und Partnern wie KIRCHE IN NOT. „Diese Hilfe ist weiterhin unverzichtbar; denn der Bedarf ist immens“, betonte Romanelli. „Seit dem Waffenstillstand kommen zwar wieder Waren in den Gazastreifen. Doch die Menschen haben kein Geld, um sich etwas zu kaufen.“

In den Räumen der Pfarre „Heilige Familie“ leben aktuell noch 450 Menschen, rund 100 hätten sich entschieden, in ihre Wohnungen zurückzukehren. „Der Krieg ist noch nicht vorbei – auch wenn die Medien etwas anderes nahelegen“, betonte der Pfarrer. Zwar hätten die massiven Bombardierungen in Teilen des Gazastreifens nachgelassen, doch komme es weiterhin zu Angriffen, insbesondere jenseits der sogenannten „Gelben Linie“, der während des Waffenstillstands vom 10. Oktober 2025 festgelegten militärischen Grenze.

Schulklasse in Gaza (Foto: Pfarre Heilige Familie).

„Der Krieg ist noch nicht zu Ende“

„Es gibt nach wie vor Zerstörungen von Häusern, Tote und Verletzte“, berichtete Romanelli. „Es ist absolut notwendig, dass der Krieg wirklich endet. Es scheint jedoch, dass niemand auf der Welt sich wirklich und wirksam dafür einsetzt.“

Helfen Sie den notleidenden Menschen im Gazastreifen mit Ihrer Spende

KIRCHE IN NOT lädt zu einem Weltgebetstag für den Frieden in Myanmar ein. Dieser wird am Sonntag, 1. Februar, stattfinden, dem fünften Jahrestag des Militärputsches in dem südostasiatischen Land. KIRCHE IN NOT lädt Wohltäter, Freunde und Projektpartner dazu ein, sich der Gebetsinitiative anzuschließen. Zudem ruft das Hilfswerk dazu auf, den Gebetsauruf in den sozialen Netzwerken zu teilen.

„Wir sind tief betroffen von der Situation in Myanmar“, erklärte die Geschäftsführende Präsidentin von KIRCHE IN NOT (ACN), Regina Lynch, am internationalen Sitz des Hilfswerks in Königstein im Taunus. Die Menschen litten unter Bombenangriffen, Hunger, fehlendem Strom und Armut. Priester und Ordensleute seien häufig tagelang unterwegs, um entlegene Gemeinden zu erreichen – oft unter Lebensgefahr. „Trotz allem setzen sie ihre Arbeit fort“, betonte Lynch. „Sie danken für die Unterstützung und bitten uns: ,Bitte betet für uns und unser Volk.’ Genau das wollen wir tun.“

Regina Lynch, Geschäftsführende Präsidentin von KIRCHE IN NOT.

Gebet für die Menschen in Myanmar

KIRCHE IN NOT hat auch als Anregung ein Gebet für die Gläubigen in den Konfliktgebieten in Myanmar veröffentlicht:

 

Herr der Barmherzigkeit,

wir bringen dich im Gebet zu den Gläubigen von Myanmar,
zu denen, die im Dschungel leben und sich vor Kämpfen und Konflikten verstecken,
zu denjenigen, die ihre Heimat verlassen und einen sicheren Zufluchtsort suchen mussten.

Wir beten für die Priester und Ordensschwestern,
die trotz der Gefahren
weiterhin halbleere Dörfer besuchen,
weil sich die Menschen aus Angst vor Angriffen in den Wäldern verstecken.

Wir bitten dich, dass sie sich bei jeder Feier der heiligen Messe
von deinem Geist der Stärke leiten lassen.
Bei ihren Besuchen errichten sie einfache Altäre mit dem, was sie bei sich haben,
manchmal sogar auf einem Bambuskorb.
Dort feiern sie die Eucharistie und Taufen, nehmen Beichten ab,
beten den Rosenkranz, trösten die Kranken, segnen ihre Zelte
und werden zu Werkzeugen deines Friedens.

Höre auf den Schmerz und das Leid dieses Volkes,
höre die Gebete der Menschen voller Kummer und Hoffnung.

Herr, wir bitten dich,
beschütze sie, kümmere dich um ihre Familien, die auf ihre Rückkehr warten
und versorge sie mit dem Lebensnotwendigen.
Mögen sie sich niemals verlassen fühlen,
mögen sie in allem Leid deine Kraft finden.

Amen.

Betende Frau aus Myanmar (Foto: KIRCHE IN NOT/Magdalena Wolnik).

Für Frieden und weitere Anliegen beten

KIRCHE IN NOT regt an, neben dem Frieden auch in weiteren Anliegen zu beten. Dazu zählen die Menschen, die vertrieben wurden und in Verstecken leben, die Jugend Myanmars, die Ordensleute, die ihr Leben riskieren, um Hilfe zu leisten, und die jungen Menschen, die sich inmitten des Leids auf den Priesterberuf oder das Ordensleben vorbereiten.

Pfarren, Gruppen oder Einzelpersonen, die an dem Gebetstag teilnehmen wollen, können eine Anbetungsstunde vor dem Allerheiligsten halten, ein Rosenkranzgeheimnis in den Anliegen der Menschen in Myanmar beten oder Kerzen für den Frieden entzünden.

Die Mission von Ankililoaka liegt im Südwesten Madagaskars in einem ländlichen und stark unterentwickelten Gebiet. Sie wird von Salesianerpatres betreut. Die Einwohner sind in der jüngeren Vergangenheit überhaupt zum ersten Mal mit dem Evangelium in Berührung gekommen. Inzwischen nimmt die Zahl der Gläubigen zu. „Die Bemühungen vieler Jahre beginnen Früchte zu tragen“, freut sich Pfarrer Charles Armand Randimbisoa. Immer wieder bitten die Einwohner weiterer Dörfer, die zum christlichen Glauben finden, den Priester darum, ebenfalls eine Kapelle in ihrem Ort bauen zu dürfen.

Dennoch sind bislang erst sieben Prozent der Bevölkerung Christen, und Ahnenkult und der Glaube an Hexerei sind weiterhin sehr verbreitet. Die Patres haben Schulen gebaut und einen Radiosender eingerichtet, um das Bildungsniveau zu heben. Insbesondere setzen sie sich dafür ein, dass auch Mädchen die Schule besuchen können, denn Frauen und Mädchen sind stark benachteiligt. Es gibt noch viel zu tun, aber die Frohe Botschaft Christi, vor dem alle Menschen gleich wertvoll sind, berührt immer mehr Herzen. Pfarrer Randimbisoa sagt: „Inmitten einer Bevölkerung, die keine Bildung hat und in ihren althergebrachten Traditionen gefangen ist, bringt die Kirche große Hoffnung. Sie nimmt nicht nur eine wichtige Rolle bei der Evangelisierung ein, sondern auch bei der Erziehung. Die Gesellschaft kann nun von der moralischen Erziehung ihrer Kinder und Jugendlichen profitieren. Ja, die Kirche nimmt einen unersetzlichen Platz inmitten dieser Bevölkerung ein.“

„Die Gläubigen sind sehr dankbar für die erhaltene Hilfe. Sie haben sich mobilisiert und engagiert, um mit anzupacken und die Kosten zu senken.”

Das Dorf Morafeno ist eine der derzeit 18 Außenstationen der Mission. Hier gibt es eine wachsende Gemeinde. Die Einwohner hatten aus traditionellen Materialien bereits eine kleine Kapelle errichtet, 2022 wurde sie jedoch leider durch einen Wirbelsturm stark beschädigt. Die Gläubigen versammelten sich dort zwar weiterhin zum Gebet, sie hatten jedoch Angst, dass das marode Gebäude einstürzen könne. Außerdem war es viel zu klein für die steigende Zahl der Gläubigen. Daher war es der größte Wunsch der Gemeinde, die Kapelle wieder aufzubauen und sie zu vergrößern. Da die Menschen aber sehr arm sind, schien dies unerreichbar und ein bloßer Traum zu sein.

Schließlich bat der Pfarrer unser Hilfswerk vertrauensvoll um Hilfe, und dank der Unterstützung vieler großzügiger Wohltäter konnte das neue Gotteshaus inzwischen eingeweiht werden. 14.000 Euro waren dafür zusammengekommen. Pfarrer Randimbisoa berichtet: „Die Gläubigen sind sehr dankbar für die erhaltene Hilfe. Sie haben sich mobilisiert und engagiert, um mit anzupacken und die Kosten zu senken. Sie haben sich abgewechselt, um bei Arbeiten wie dem Transport und der Beschaffung von Materialien wie Sand und Kies zu helfen. Mit unermüdlichem Eifer haben sie zu Fuß und mit Karren Zement und Eisen dreizehn Kilometer weit von der Nationalstraße bis zur Baustelle gebracht.“

Die Freude über die fertiggestellte Kapelle ist groß. Der Priester berichtet: „Als die Gläubigen diese schöne Kirche sahen, die geräumiger war als zuvor, waren ihre Herzen von Freude erfüllt.”

Jetzt ist die Freude über die fertiggestellte Kapelle groß. Der Priester sagt: „Als sie diese schöne Kirche sahen, die geräumiger war als zuvor, waren die Herzen der Gläubigen von Freude erfüllt. Auch auf die übrige Bevölkerung hatte dies einen großen Einfluss. Viele Menschen kamen, um die Kirche zu anzuschauen. Zweifellos wird das neue Gebäude bald voll sein.

Wir möchten uns ganz herzlich bei unseren Wohltätern bedanken, die uns unterstützt haben und uns weiterhin helfen.“

Angesichts der sozialen und politischen Unsicherheit in Venezuela, die insbesondere durch die aktuellen Ereignisse in dem südamerikanischen Land geprägt ist, bekräftigt KIRCHE IN NOT sein Engagement für die Kirche und die Menschen vor Ort. Neben Gebet und Solidarität gebe es auch konkrete Hilfe, teilte KIRCHE IN NOT mit.

Nach Jahren wirtschaftlicher, sozialer und humanitärer Krisen stehe das Land vor komplexen Herausforderungen. Viele Menschen kämpften ums Überleben. Die politischen Entwicklungen in den vergangenen Tagen hätten diese Angst und Unsicherheit der Bevölkerung weiter geschürt.

Die Venezolanische Bischofskonferenz hat die Gläubigen unterdessen zu Besonnenheit und zum Gebet für Frieden und Einheit im Land aufgerufen. Sie betonte, dass sie jede Form von Gewalt ablehne, und ermutigte zu Entscheidungen, die dem Gemeinwohl dienen.

Die Kirche in dem südamerikanischen Land ist für viele Menschen „eine zentrale Quelle der Hoffnung“, so KIRCHE IN NOT. Sie biete den Gläubigen „spirituelle Nahrung, seelsorgerische Begleitung und soziale Unterstützung“. KIRCHE IN NOT steht der Kirche in Venezuela seit ihren Anfängen zur Seite und unterstützt beispielsweise mit Messstipendien und materiellen Hilfen, die das sakramentale Leben und die pastorale Präsenz der Kirche im Land aufrechterhalten.

Gottesdienst in der Kirche der Siedlung Ciudad Chavez bei Caracas (Venezuela)

Kirche ist für viele Venezolaner eine Quelle der Hoffnung

Eines der bedeutendsten Projekte von KIRCHE IN NOT in den vergangenen Jahren war das Wallfahrtszentrum in der Siedlung „Ciudad Chavez“ nahe der Hauptstadt Caracas. Dieses ist José Gregorio Hernández, dem ersten venezolanischen Heiligen, gewidmet, der im Land besonders verehrt wird. Er wurde erst im Oktober 2025 von Papst Leo XIV. heiliggesprochen.

KIRCHE IN NOT ruft die weltweite katholische Gemeinschaft auf, weiterhin für Venezuela zu beten.

Angesichts erneuter Kämpfe in der syrischen Millionenstadt Aleppo bitten die lokalen Christen eindringlich um Gebet und Solidarität; sie fürchten, dass der aktuelle Konflikt noch weiter eskalieren könnte. Wie Projektpartner gegenüber KIRCHE IN NOT mitteilten, sind vor allem Zivilisten – darunter auch Christen – erneut besonders von den Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und den kurdisch geführten „Syrian Democratic Forces“ (SDF) betroffen.

Die Gefechte, die bereits Ende Dezember begonnen hatten, flammten nach einer kurzen Waffenruhe am 6. Jänner erneut auf. Medien berichten von mindestens neun Toten. Die Gewalt fiel in die Zeit, in der katholische und orthodoxe Christen Weihnachten bzw. das Hochfest Erscheinung des Herrn feierten. Alle Gottesdienste und Feierlichkeiten wurden abgesagt, da viele Menschen aus Angst ihre Häuser nicht verlassen können.

„Schulen, Universitäten und öffentliche Einrichtungen sind geschlossen, nur die Krankenhäuser arbeiten noch. Christliche Familien sitzen fest, weil ihre Wohnungen an der Kampflinie liegen“, berichtet eine lokale Quelle von KIRCHE IN NOT, die aus Sicherheitsgründen anonym bleiben möchte.

Die christlichen Kirchen haben zahlreiche Gebäude für Familien geöffnet, die vor den Kämpfen fliehen mussten. Zwar wurden zwei Fluchtkorridore eingerichtet, doch wächst die Sorge, dass sich die Lage weiter zuspitzen könnte. „Nach dem Ausmaß der Bombardierungen und des Beschusses zu urteilen, scheinen beide Seiten etwas Größeres zu planen“, so die Quelle weiter.

Bischof Joseph Tobji in der zerstörten maronitischen Kathedrale in Aleppo. Die Kirche wird derzeit mit Hilfe von KIRCHE IN NOT renoviert.
Der maronitische Erzbischof von Aleppo, Joseph Tobji.

Sorge um Zuspitzung der Lage

Der maronitische Erzbischof von Aleppo, Joseph Tobji, wandte sich in einer Videobotschaft an die Öffentlichkeit: „Die Situation ist erneut kritisch geworden. Viele Menschen verlassen ihre Wohnviertel. Wir zählen auf die Hilfe des Herrn – und danken Ihnen von Herzen für Ihr Gebet.“ Auch der griechisch-katholische Priester Fadi Najjar, ein langjähriger Projektpartner von KIRCHE IN NOT, schildert die Lage: „Die Regierung beschießt kurdische Gebiete, die Kurden antworten mit Angriffen auf unsere Viertel.“ Besonders betroffen seien erneut die Zivilisten.

Ähnlich äußerte sich auch Pater Hugo Alaniz. Er gehört der Ordensgemeinschaft „Institut des Inkarnierten Wortes“ an und arbeitet mit KIRCHE IN NOT bei zahlreichen Hilfsprojekten für hilfsbedürftige Gemeindemitglieder zusammen. Wegen der anhaltenden Kämpfe habe selbst eine nachgeholte Weihnachtsfeier für Kinder abgesagt werden müssen. „Wir hörten den ganzen Tag Bombardierungen und Schüsse. Wir bitten um Gebet, dass es zu einer Einigung kommt und der Frieden im Land einkehrt.“

Fadi Najjar aus Aleppo im Gespräch mit Kindern (Foto: Jacob/KIRCHE IN NOT).

Unterstützen Sie unsere Nothilfe in Syrien mit Ihrer Spende:

Bombardierungen und Schüsse

Die Geschäftsführende Präsidentin von KIRCHE IN NOT, Regina Lynch, erklärte: „Erneut erreichen uns alarmierende Nachrichten aus Aleppo. Unsere Brüder und Schwestern bitten um Gebet – und wir schließen uns diesem Appell mit großer Sorge, aber auch mit Hoffnung an.“

Die SDF sind der bewaffnete Arm einer politischen Führung, die seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011 große Teile des Nordostens Syriens kontrolliert. Dieses Bündnis wird vor allem von kurdischen Gruppen getragen. Mit Unterstützung einer internationalen Koalition spielten die SDF eine entscheidende Rolle bei der militärischen Niederlage der Terrororganisation „Islamischer Staat“.

Die SDF streben an, ihre Region auch in Zukunft weitgehend selbst zu verwalten. Die neue Regierung in Damaskus lehnt diese Autonomiebestrebungen ab. Sie verfolgt das Ziel, die volle Kontrolle über das gesamte syrische Staatsgebiet wiederherzustellen.

In Syrien leben lokalen Schätzungen zufolge etwa 250 000 Christen. Vor Beginn des Bürgerkriegs zählte Syrien noch rund 1,5 Millionen Christen.

Waffenruhe hielt nur wenige Tage

Zwischen beiden Seiten hatten sich die Spannungen bereits seit Monaten aufgebaut. Schließlich eskalierten sie in offenen Kämpfen um die Kontrolle über Teile von Aleppo, der zweitgrößten Stadt Syriens. Im Dezember hatten sich SDF und Regierungstruppen auf eine Waffenruhe geeinigt, die nun nach wenigen Tagen wieder gebrochen wurde. Beide Seiten geben sich wechselseitig die Schuld daran.

In Syrien leben lokalen Schätzungen zufolge etwa 250 000 Christen, in Aleppo nicht mehr als 20 000. Vor Beginn des Bürgerkriegs 2011 zählte Syrien noch rund 1,5 Millionen Christen.

Das neue Jahr hat für die Menschen in der katholischen Diözese Kontagora im Nordwesten Nigerias mit weiterer Gewalt begonnen. Bewaffnete Banden haben bei einer Überfallserie zwischen dem 28. Dezember 2025 und dem 3. Jänner 2026 mindestens 50 Menschen getötet, teilten Projektpartner KIRCHE IN NOT mit. Besonders erschütternd ist das Massaker im Dorf Kasuwan Daji, bei dem 42 Männer ermordet wurden. Bei den Opfern handelt es sich um Christen und Muslime; die gesamte Bevölkerung ist von den Übergriffen betroffen.

Einem KIRCHE IN NOT vorliegenden Bericht von Bischof Bulus Dauwa Yohanna aus Kontagora zufolge haben kriminelle Gruppen rund um den Jahreswechsel mehrere Dörfer in den Bundesstaaten Niger und Kebbi überfallen. Bereits am 28. Dezember hätten Angreifer in den Dörfern Kaiwa und Gebe sieben Menschen getötet und Häuser sowie Getreidelager in Brand gesetzt, heißt es in dem Bericht.

Am 2. Jänner 2026 drangen Bewaffnete im Dorf Sokonbora auf das Gelände der katholischen Gemeinde ein. Dort zerstörten sie Kreuzwegstationen und Musikinstrumente. Zudem stahlen sie Motorräder, Mobiltelefone und Bargeld. Anschließend hätten sie in einer nahegelegenen Siedlung die Lebensmittelvorräte geplündert, teilte das Bistum Kontagora mit.

Bischof Bulus Dauwa Yohanna aus Kontagora bei einem Besuch in der internationalen Zentrale von KIRCHE IN NOT in Königstein.

Angreifer überfallen Markt und stecken Häuser in Brand

Der schwerste Angriff ereignete sich am 3. Jänner im Dorf Kasuwan Daji. Die Angreifer steckten den örtlichen Markt und umliegende Häuser in Brand und „töteten 42 Männer, nachdem sie ihnen die Hände auf dem Rücken gefesselt hatten“, teilte das Bistum mit. Zudem seien eine bislang unbekannte Anzahl Frauen und Kinder entführt worden.

Besonders alarmierend sei die Lage der über 300 Schulkinder aus Papiri, die erst kurz vor Weihnachten aus der Geiselhaft entlassen worden waren. Nach Angaben des Bistums sind sie erneut schwer traumatisiert, da sie sich vor den jüngsten Angriffen mit ihren Familien in Sicherheit bringen mussten.

Kinder aus der Diözese Kontagora (Nigeria).

Eingreifen der Regierung gefordert

In seiner Erklärung fordert Bischof Yohanna ein sofortiges Eingreifen der Regierung. Es bestehe „dringender Bedarf an einer großen, gut ausgerüsteten militärischen Eingreiftruppe, die befugt ist, die Banditen zu verfolgen“. Andernfalls drohten „anhaltende massive Verluste an Menschenleben und die dauerhafte Vertreibung großer Bevölkerungsteile“.

In einer weiteren Stellungnahme drückte der Bischof seine „tiefe Trauer“ über den Tod der 42 Männer in Kasuwan Daji aus – „Christen und Muslime gleichermaßen“. Zugleich rief er die verschiedenen Bevölkerungsgruppen dazu auf, „einander nicht als Feinde zu betrachten, sondern geeint jede Form von Gewalt abzulehnen und gemeinsam unserem gemeinsamen Feind entgegenzutreten“.

„Dem gemeinsamen Feind entgegentreten“

Neben dschihadistischen Terrorgruppen und Extremisten aus dem Nomadenstamm der Fulani sind kriminelle Banden die Ursache von großem Leid unter Nigerias Bevölkerung. Auch wenn sich der Fokus nicht ausschließlich auf Christen und christliche Einrichtungen richtet, sind sie dennoch immer wieder besonders hart betroffen. In keinem anderen Land der Welt wurden etwa im vergangenen Jahr so viele Priester und Ordensleute entführt wie in Nigeria. Die Erpressung von Lösegeld ist für viele kriminelle Gruppen zu einer Einnahmequelle geworden.

Unterstützen Sie den Einsatz der Kirche in Nigeria für Betroffene von Terror und Gewalt:

Was wäre, wenn Ihnen für das neue Jahr jemand zur Seite gestellt wird?

Jemand, der Sie begleitet. Der Ihnen Mut macht. Der für Sie betet. Und der Sie daran erinnert, wie sehr Gott Sie liebt.

Oder vielleicht suchen Sie ein Wort – ein Bibelwort –, das Sie durch das Jahr trägt. Einen Satz, der Sie stärkt, wenn Sie zweifeln. Der Sie tröstet, wenn Sie traurig sind. Der Ihnen Frieden schenkt, wenn Sie ihn brauchen.

Genau das möchten wir Ihnen schenken.

Mit nur einem Klick können Sie bei uns Ihren ganz persönlichen Jahresheiligen oder Bibelvers ziehen – kostenlos, jederzeit und voller Bedeutung. Sie können sich Ihren gezogenen Jahresheiligen und Bibelvers per E-Mail zuschicken und ausdrucken. Vielleicht möchten Sie sie an den Kühlschrank hängen. Oder in Ihre Bibel legen. Oder einem lieben Menschen weiterschenken.

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Wir möchten Sie hiermit einladen, Ihr Jahr mit einem neuen Blick zu beginnen: im Vertrauen, dass Gott Ihnen nahe ist – und dass Sie Teil einer weltweiten Gemeinschaft sind, die auf Hoffnung baut.

Lassen Sie sich überraschen, wer oder welcher Vers Sie in diesem Jahr begleiten wird.

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31.08.2020 aktuelles
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17.10.2019 aktuelles