Aktuelles Archive - Seite 11 von 51 - KIRCHE IN NOT Österreich
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In vier Bundesstaaten im Norden Nigerias sind erstmals und kurzfristig alle öffentlichen und privaten Schulen sowie Bildungseinrichtungen anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan geschlossen worden. Dies teilte Bischof Gerald Mamman Musa aus Katsina KIRCHE IN NOT mit.

Die Entscheidung der Schulschließung durch die Behörden beträfe allein in seiner Diözese bis zu 2500 Kinder in acht katholischen Schulen. Insgesamt seien hunderttausende Schülerinnen und Schüler in den Bundesstaaten Katsina, Kano, Kebbi und Bauchi aktuell von Bildung ausgeschlossen, so der Bischof.

Die Mitteilung der Behörden sei sehr kurzfristig gekommen und zum ersten Mal geschehen. „Die Ankündigung, die Schulen zu schließen, kam für uns völlig überraschend“, so Bischof Musa. Auch die Schüler, Eltern und Lehrer seien „geschockt“ gewesen. „Es muss klar werden, dass Bildung und religiöse Verpflichtungen sich nicht fremd gegenüberstehen oder sich gegenseitig ausschließen. Sie gehen Hand in Hand. Das Thema sollte mit Logik, im Dialog und mit Weisheit angegangen werden.“

Der Bischof erinnerte sich daran, wie er und seine Altersgenossen unterschiedlicher religiöser Hintergründe als Kinder während des Ramadans und anderer religiöser Fastenzeiten in die Schule gegangen seien. Es sei „nie dagewesen“, dass Bildung dadurch gelitten habe.

Gerald Mamman Musa, Bischof von Katsina (Nigeria).

„Menschenrecht auf Bildung wird untergraben“

Die katholische Bischofskonferenz in Nigeria kritisierte in einem Schreiben die Entscheidung der Gouverneure der vier Bundesstaaten. Die Schließung von Schulen über einen längeren Zeitraum untergrabe das Menschenrecht auf Bildung und gefährde die Zukunft von Millionen nigerianischer Kinder. Die Entscheidung werfe „ernste Fragen über den säkularen Charakter unseres Landes und die Rechte aller Bürger“ auf. „Wir fordern die Gouverneure der betroffenen Staaten auf, diese Entscheidung zu überdenken und alternative Regelungen zu prüfen, die die Rechte und Freiheiten aller Bürger respektieren.“

Laut UN-Angaben besuchen in Nigeria derzeit landesweit mehr als 10 Millionen Kinder keine Schule, so viele wie in keinem anderen Land.

Um den bedrohten und verfolgten Christen in Nigeria helfen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Die Ermordung des Seminaristen Andrew Peter folgt auf den kürzlichen Mord an Pfarrer Sylvester Okechukwu. In den ersten drei Monaten des Jahres 2025 hat Nigeria dreimal so viele Entführungen von Geistlichen und Ordensleuten zu verzeichnen wie im gleichen Zeitraum des Jahres 2024.

Die Nachricht von der Ermordung des jungen Seminaristen Andrew Peter durch seine Entführer erschüttert die nigerianische Kirche. Dies geht aus einer Erklärung hervor, die die Diözese Auchi an KIRCHE IN NOT (ACN) geschickt hat.

Die Ermordung von Andrew Peter folgt auf die erst kürzliche brutale Ermordung von Pfarrer Sylvester Okechukwu in der Diözese Kafanchan; die Zahl der Entführungen und Angriffe auf katholische Geistliche im Land hat im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2024 alarmierend zugenommen.

In den ersten drei Monaten des Jahres 2024 waren drei Priester entführt und alle innerhalb weniger Tage freigelassen worden. Doch zwei Wochen vor Ende März dieses Jahres sind in Nigeria bereits zehn Entführungen, darunter zwei Morde, zu beklagen.

Der ermordete Seminarist Andrew Peter.

Der Seminarist Andrew Peter war zusammen mit Pfarrer Philip Ekweli am 3. März entführt worden. Pfarrer Ekweli kam zehn Tage später, am 13. März, frei; doch der Seminarist wurde von den Entführern ermordet.

„Das Leben war für unser Volk in letzter Zeit die Hölle. Die Menschen sind nicht sicher auf den Straßen, in ihren Höfen und nicht einmal in ihren Häusern“, sagte Bischof Gabriel Dunia von Auchi in einer Erklärung, die KIRCHE IN NOT zugeschickt wurde und in der die Diözese den Tod von Andrew Peter beklagt.

In 10 Jahren wurden 145 Priester entführt und 11 von ihnen getötet

Nigeria leidet in vielen Regionen unter akuter Unsicherheit. Für die Entführungen von Priestern gibt es verschiedene Gründe, darunter Lösegeldforderungen krimineller Banden, die damit finanzielle Gewinne anstreben, religiöse und ethnische Konflikte, an denen extremistische Gruppen wie Boko Haram und ISWAP beteiligt sind, und die Bedrohung der meist christlichen Bauern durch muslimische Hirten der Volksgruppe der Fulani. Einige Entführungen dienen als politisches Instrument, um die Regierung zu destabilisieren und ihr Versagen bei der Gewährleistung der Sicherheit zu entlarven, während andere auf lokale Streitigkeiten und Landkonflikte zurückzuführen sind.

Laut einer Statistik des Katholischen Sekretariats von Nigeria wurden in den vergangenen zehn Jahren 145 Priester und Seminaristen entführt und elf von ihnen getötet. Diese Zahlen wurden nach der Entführung von Pfarrer Philip Ekweli, jedoch vor seiner Freilassung und vor der Ermordung von Pfarrer Sylvester Okechukwu und dem Seminaristen Andrew Peter veröffentlicht.

KIRCHE IN NOT begleitet weiterhin das Leiden der nigerianischen Kirche und ruft zum Gebet und Handeln auf, um die Sicherheit aller nigerianischen Geistlichen und Laien zu gewährleisten, die unter dieser Unsicherheit und Gewalt leiden. KIRCHE IN NOT ruft seine Freunde und Wohltäter außerdem auf, für die Seelen von Pfarrer Sylvester Okechukwu und Seminarist Andrew Peter zu beten sowie für alle, die in Nigeria ihr Leben für den Dienst am Volk Gottes riskieren.

„Ohne tägliche heilige Messe und Rosenkranz könnte ich es hier nicht aushalten“, betont Witalij Nowak im Gespräch mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN). Nowak ist Militärpfarrer für eine Brigade von etwa 3000 Frontkämpfern in der Ostukraine, die genau Position kann er aus Sicherheitsgründen nicht nennen. Er ist ein Seelsorger in der Hölle des Krieges – die auch nach drei Jahren noch nicht zu Ende ist.

Aktuell nehmen die Kämpfe wieder zu, berichtet Pfarrer Nowak. Und ob die Zukunft einen Waffenstillstand oder gar Frieden bringt, kann niemand absehen. Täglich spendet er den Segen für Soldaten, die in die Frontkämpfe geschickt werden – keiner weiß, ob sie lebend zurückkommen. „Sie stellen die Frage nach dem Sinn des Lebens in einer Intensität wie niemals zuvor. Ich möchte ihnen Sicherheit vermitteln. Aber mehr als meine Präsenz ist es die Gegenwart Gottes, die ich ihnen schenke.“

Militärpfarrer Witalij Nowak.

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Soldaten begegnen oft zum ersten Mal dem Glauben

Obwohl offiziell über 80 Prozent der Ukrainer Christen sind, sind die Folgen der Sowjetzeit nach wie vor sichtbar: Viele Soldaten wissen kaum etwas vom Christentum. „Ich versuche, sie behutsam anzusprechen und teile mit ihnen ein paar Gedanken aus dem Evangelium.“ Jeder Soldat bekommt von ihm auch einen Rosenkranz und eine Wundertätige Medaille, die auf eine Marienerscheinung der französischen Ordensschwester Katharina Labouré im Jahr 1830 zurückgeht. Pfarrer Nowak erklärt den Soldaten, dass diese beiden Andachtsgegenstände ein Zeichen für Gottes Nähe seien und sie nicht allein sind. „Wenn sie dann wieder vom Fronteinsatz zurückkommen, sagen sie mir oft: ,Der Rosenkranz und die Medaille waren meine ständigen Begleiter. Ich habe mich an das erinnert, was sie mir gesagt haben, und habe zu Gott gebetet.’“

Aber es gibt auch die gegenteilige Erfahrung: Soldaten, die früher religiös waren, wenden sich aufgrund der erlebten Grausamkeiten von Gott ab. Die Seelsorger sind weiterhin für sie da, zumal es oft keine psychologische Hilfe gebe, berichtet Pfarrer Nowak. Gut die Hälfte der rund 300 Priester des griechisch-katholischen Ritus in der Ukraine haben seit Kriegsbeginn eine Fortbildung absolviert, um traumatisierte Menschen besser betreuen zu können. KIRCHE IN NOT finanziert diese Kurse. Seit 2022 hat das Hilfswerk in der Ukraine fast 1000 Projekte mit einem Umfang von über 3,5 Millionen unterstützt. Mittlerweile ist auch Netzwerk von kirchlichen Erholungszentren für ehemalige Frontsoldaten entstanden.

Segen für einen Frontsoldaten. Foto: Ismael Martinez Sanchez

Den Hass durchbrechen

In den Gesprächen tauche auch immer wieder die Frage nach der Gewissensverantwortung auf, berichtet Pfarrer Nowak: „Wenn man dem Feind gegenübersteht, ist es dann Hass, der einen leitet, oder der Wunsch, das Land und die eigene Familie zu schützen?“ Sorgsam geht der Priester auch mit seinen Formulierungen um. Vom Schutz des Himmels zu sprechen, ist angesichts allgegenwärtiger Drohnen, die das Leben vom einen auf den anderen Moment auslöschen, schwierig geworden.

Unterwegs ist Pfarrer Nowak mit einem neuen Fahrzeug, das KIRCHE IN NOT finanziert hat: Einem Transporter, der bei Bedarf auch in ein Gesprächszimmer oder eine Kapelle umgewandelt werden kann. Diese Gefährte stehen in der Tradition der „Fahrzeuge für Gott“, die KIRCHE IN NOT in den 1950er-Jahren zur Seelsorge unter den katholischen Heimatvertriebenen in der deutschen Diaspora auf die Reise geschickt hat. „Natürlich bete ich nicht nur mit den Soldaten, ich koche auch mit Ihnen, verbringe ihre wenige Freizeit mit ihnen“, erzählt Pfarrer Nowak. Unterwegs ist er nicht nur dem Auto, sondern auch in der digitalen Welt. Täglich postet er Fotos, kurze Ermutigungstexte oder Bibelverse in den sozialen Medien und kann so viele „seiner“ Soldaten erreichen.

Heilige Messe in einem „Kapellenwohnwagen“.

Dienst an den Angehörigen der Gefallenen

Aber auch ein schwerer Dienst hinter der Front gehört zu seinen täglichen Aufgaben: Er nimmt Kontakt mit der Familie auf, sobald ein Soldat verletzt wird – oder in den Kämpfen umkommt. „Das ist das Schwierigste“, gibt der Seelsorger zu. Gemeinsam mit den Angehörigen plant er auch die Beerdigung. Diese ist aber nicht immer sofort möglich, vor allem dann, wenn jemand in den besetzten Gebieten gefallen ist.

Außerdem hätten sich viele Familien im Ausland in Sicherheit gebracht und könnten nur aus der Ferne trauern. Dabei erlebt Pfarrer Nowak auch, „das viele Menschen in Wut und Hass gefangen sind“. Dem versucht der Seelsorger entgegenzuwirken, ohne zu beschwichtigen: mit einem offenen Ohr, einem offenen Herzen und dem Trost aus dem Glauben.

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Projektpartnern des weltweiten katholischen Hilfswerks KIRCHE IN NOT (ACN) zufolge nehmen nach dem Waffenstillstand im Gaza-Streifen Einschränkungen und Unsicherheit für die Bewohner des Westjordanlands zu. Dies bestätigte der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Pierbattista Kardinal Pizzaballa, beim Besuch einer Delegation von KIRCHE IN NOT: „Mit dem Beginn des Waffenstillstands haben Operationen im Westjordanland mit hunderten Kontrollpunkten und Einsätzen in der Stadt Dschenin begonnen. Es besteht kein Zweifel, dass sich die Lage dort verschlechtert hat.“

Diese Einschätzung untermauerte der Geschäftsführer des Lateinische Patriarchats, Sami El-Yousef, im Gespräch mit KIRCHE IN NOT: „Wir beobachten mehr Landenteignungen im Westjordanland sowie die Vertreibung von etwa 16 000 Menschen aus Flüchtlingslagern in Dschenin.“ 185 Grenzübergänge und über 900 Kontrollpunkte „fragmentierten“ mittlerweile das Westjordanland und schränkten das Alltagsleben weiter ein, „doch wegen der Ereignisse in Gaza findet dies international kaum Beachtung“, sagte El-Yousef. „Die Entwicklungen verlaufen stark zu unseren Ungunsten.“

Pierbattista Kardinal Pizzaballa, Lateinischer Patriarch von Jerusalem.

Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen

Auch Pater Louis Salman, der für die Jugendseelsorge im Westjordanland verantwortlich ist, weist auf die Einschränkungen hin, denen die Menschen täglich ausgesetzt seien: „Seit dem Waffenstillstand in Gaza sind noch mehr Straßen gesperrt. Es ist noch schwieriger zu reisen.“ Viele der im Zuge des Waffenstillstandabkommens freigelassenen palästinensischen Gefangenen seien in das Westjordanland zurückgekehrt, was weitere Einschränkungen mit sich bringe: „Der Gefangenenaustausch hat zu verschärften Sicherheitsmaßnahmen geführt“, erklärte Pater Louis.

Unter den Jugendlichen mache sich Mut- und Hoffnungslosigkeit breit. „Wir möchten ihnen neue Zuversicht geben“, betont der Jugendseelsorger. „Als Christen aus der Heimat Jesu tragen wir die Verantwortung, hier zu bleiben.“ Wichtig seien auch Veranstaltungen, die den Jugendlichen das Gefühl geben, „dass sie auf globaler Ebene keine Minderheit sind“. Pater Louis plant deshalb im Sommer mit 85 Jugendlichen zu den Feierlichkeiten des Heiligen Jahres nach Rom zu reisen. Da der Flughafen in Tel Aviv für palästinensische Reisende gesperrt ist, muss die Gruppe eine Busreise nach Jordanien und deutliche höhere Kosten auf sich nehmen.

Pater Louis Salman (Mitte), Jugendseelsorger im Westjordanland, mit Mitarbeitern des Lateinischen Patriarchats.

Hilfe geht weiter

Trotz der widrigen Umstände sieht der Geschäftsführer des Lateinischen Patriarchats, Sami El-Yousef, die Kirche nach über einem Jahr Krieg gestärkt: „Wir konnten unsere Dienste aufrechterhalten und teilweise sogar ausbauen. Wir bereiten uns darauf vor, nach Kriegsende noch mehr Unterstützung zu leisten.“ Es sei zum Beispiel gelungen, viele Menschen im Gaza-Streifen mehrere Monate lang mit Obst und Gemüse zu versorgen – nicht nur die kleine christliche Gemeinde. „Die Menschen sprechen noch heute darüber, wie sich die Kirche für sie eingesetzt hat. Wir sind sehr stolz auf das, was wir in dieser Zeit erreicht haben.“

Ein Großteil dieser Hilfe sei erst durch die Hilfe von KIRCHE IN NOT möglich geworden, betonte El-Yousef: „Die vergangenen eineinhalb Jahre haben bestätigt, was wir Christen im Heiligen Land bereits wussten: Wir haben weltweit Freunde, die uns nicht nur mit Geld, sondern auch moralisch unterstützen.“

Verteilung von Lebensmitteln in der katholischen Pfarre in Gaza-Stadt. © Lateinisches Patriarchat von Jerusalem
KIRCHE IN NOT unterstützt in Kooperation mit dem Lateinischen Patriarchat von Jerusalem Hilfsprojekte für Christen im Gaza-Streifen, im Westjordanland und Ostjerusalem sowie auf israelischem Staatsgebiet. Bitte spenden Sie für die Nothilfe im Heiligen Land – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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In der im Norden Brasiliens gelegenen Pfarre von Placas freuen sich die Gläubigen: Am 10. November 2024 wurde die mit der Hilfe unserer Wohltäter renovierte und erweiterte Kirche „Unserer Lieben Frau von Aparecida“ feierlich eingeweiht. Fast 77.000 Euro waren zusammengekommen, um das Gottesaus zu renovieren und zu vergrößern.

Die Pfarre war in den 1970er Jahren gegründet worden, als mit dem Bau der Transamazonica-Straße immer mehr Menschen aus anderen Teilen Brasiliens in diese Region kamen. Ihr gehören 33 Ortschaften an, die bis zu 70 Kilometer vom Sitz der Pfarrgemeinde entfernt gelegen sind. 1979 wurde die erste Kapelle errichtet. 1986 wurde dann eine Kirche erbaut, allerdings wurden die Arbeiten von freiwilligen Helfern ausgeführt, so dass im Laufe der Zeit großer Renovierungsbedarf bestand. Bei Regen drang Wasser durch das Dach in das Innere des Gotteshauses ein, und es gab viele andere Probleme. Außerdem war die Kirche inzwischen zu klein geworden. Denn die Pfarre zählt 14000 Gläubige, im Inneren der Pfarrkirche fanden aber nur etwas mehr als 260 Platz. So entstand der Plan, das Gotteshaus nicht nur zu renovieren, sondern auch zu erweitern. Die Gläubigen starteten verschiedenen Aktionen, um die notwendigen finanziellen Mittel dafür zu sammeln, aber leider reichte das Geld nicht. So wurden wir um Hilfe gebeten, und unsere Wohltäter haben großzügig auf diese Bitte reagiert.

Am 10.11.2024 wurde die mit der Hilfe unserer Wohltäter renovierte und erweiterte Kirche feierlich eingeweiht.
Pfarrer Antonio Rodrigues da Silva schreibt uns: „Die Herausforderungen, die mit dem Umbau und der Erweiterung unserer Pfarrkirche verbunden waren, erforderten einen unerschütterlichen Glauben an die Göttliche Vorsehung und an die Fürsprache der Gottesmutter. Von den ersten Treffen bis zum Beginn der Arbeiten haben die Gläubigen und das gesamte Team alles gegeben und sind standhaft geblieben, um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Mit der finanziellen Hilfe von KIRCHE IN NOT wurde dieser Traum konkret, und von da an erhielt die Arbeit und vor allem das Gebet der gesamten örtlichen Gemeinschaft neuen Schwung. Die Gewissheit, dass Gott Seine Augen auf den Amazonas gerichtet hat, lässt das Volk Gottes sich immer mehr dafür verantwortlich fühlen, die Mission Jesu anzunehmen und Liebe und Hoffnung zur treibenden Kraft des Lebens der Ortsgemeinde werden zu lassen.“
„Danke an unsere Freunde von KIRCHE IN NOT, die an unseren Traum geglaubt haben!“ schreibt uns Pfarrer Antonio.
Rafael L. ein Koordinator der Gemeinde, ergänzt: „Möge die Verwirklichung dieses Traums weiterhin mehr Gläubige in unsere Gemeinde bringen, die die Liebe Gottes und die Verehrung der Jungfrau Maria verbreiten wollen. Danke an unsere Freunde von KIRCHE IN NOT, die an unseren Traum geglaubt haben!“.

Im Vorfeld des dritten Jahrestags der groß angelegten russischen Invasion in der Ukraine am 24. Februar haben mehrere katholische Bischöfe des Landes KIRCHE IN NOT (ACN) für die ungebrochene und kreative Unterstützung der ukrainischen Kirche gedankt.

Der Bischof von Donezk, Maksym Rjabucha, lebt wegen der russischen Besatzung seiner Stadt aktuell in Saporischschja. Er schrieb KIRCHE IN NOT: „Der Krieg verursacht großen Schmerz, ein Gefühl der Hilflosigkeit, Trauer durch Verlust. Die Ukraine ist allen dankbar, die während dieser schwierigen Kriegsjahre an unserer Seite waren. Ohne Sie würden wir nicht mehr existieren.“

Der Bischof von Odessa, Stanislaw Schyrokoradjuk, schildert gegenüber KIRCHE IN NOT die täglichen Herausforderungen in der Seelsorge: „Seit drei Jahren herrscht Krieg – Tod und Zerstörung sind tägliche Realität. Die schwierigste und schmerzhafteste Aufgabe der Kirche sind Beerdigungen. Wie schwer ist es, die Fragen nach dem ‚Warum‘ und ‚Wofür‘ zu beantworten. Jeden Tag sterben junge Männer, Frauen und sogar Kinder. Was für ein hoher Preis für die Unabhängigkeit der Ukraine.“ Trotz des Leids bleibe der Glaube für viele ein Halt, sagt Bischof Schyrokoradjuk. „Und wir hören nie auf, all jenen zu danken, die dafür sorgen, dass wir uns nicht allein fühlen. Vielen Dank für Ihre Gebete und Ihre Solidarität mit uns.“

Bischof Stanislaw Schyrokoradjuk von Odessa.

25 Millionen Euro für die Kirche in der Ukraine

KIRCHE IN NOT hat die katholische Kirche in der Ukraine seit Beginn der russischen Invasion vor drei Jahren mit über 25 Millionen Euro unterstützt. Die Art der Unterstützung hat sich im Laufe der Zeit verändert: Lag der Fokus zunächst auf Hilfe bei der Versorgung von Binnenvertriebenen, wurde der Schwerpunkt inzwischen auf die pastorale Begleitung der Kriegsopfer verlagert. Die Hauptbereiche der Unterstützung sind nun Existenzhilfen für Priester und Ordensfrauen, die Ausbildung von Seminaristen sowie Projekte zur Traumabewältigung.

Ein weiterer wichtiger Posten ist die Beschaffung von Fahrzeugen für die Seelsorge. 2024 hat KIRCHE IN NOT unter anderem zwei „Kapellenwohnwagen“ finanziert, in denen aktuell die Feier der heiligen Messe auch an der ostukrainischen Front möglich ist. Mit diesem Konzept hat das Hilfswerk bereits jahrzehntelange Erfahrung: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Vertriebenenseelsorge in Deutschland mit zu Kirchen umfunktionierten Lastwagen aufrechterhalten und nach dem Fall des Eisernen Vorhangs finanzierte KIRCHE IN NOT Kapellenschiffe auf Don und Wolga.

In einem „Kapellenwohnwagen“
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Mehr als 70 Leichen wurden in einer protestantischen Kirche in einem Dorf in der Region Lubero in Nord-Kivu gefunden. Dies berichten lokale Quellen, die vom internationalen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) kontaktiert wurden.

Der Vorfall ereignete sich zwischen dem 12. und 15. Februar in einem Dorf namens Maiba in der Nähe von Lubero in Nord-Kivu. Am 12. Februar drangen Rebellen einer islamistischen Terrorgruppe ugandischer Herkunft in das Dorf ein und nahmen etwa 100 Menschen als Geiseln, wie Kontakte des Hilfswerks berichten.

„Am 15. Februar wurden 70 Leichen in einer evangelischen Kirche entdeckt, viele gefesselt und einige enthauptet. Unter den Opfern waren Frauen, Kinder und ältere Menschen“, so die Quelle, die „Kirche in Not“ aus Sorge vor Vergeltungsmaßnahmen der zahlreichen bewaffneten Gruppen, die in der Region operieren, anonym halten möchte.

Vertriebene in einem Flüchtlingscamp in der Nähe von Goma © MONUSCO/Clara Padovan

Bezüglich des Motivs für das Massaker und des Modus Operandi dieser Terrorgruppen fügte die Kontaktperson hinzu: „Es ist wahrscheinlich, dass diese ermordeten Menschen den erzwungenen Marsch nicht durchhalten konnten, denn wenn die Rebellen Geiseln nehmen, zwingen sie sie, mit ihnen lange Strecken zu Fuß zurückzulegen, und benutzen sie als Verstärkung für ihre Gruppe und auch als Arbeitskräfte für kriegerische Zwecke. Wenn es Beute gibt, brauchen sie Leute, die diese transportieren. Wenn man auf der Straße schlapp macht, ist das das Ende für einen. Ich denke, dass genau das mit diesen 70 Leuten passiert ist.“

Denselben Quellen zufolge wurde das Massaker von Maiba von der bewaffneten islamistischen Gruppe Allied Democratic Forces (ADF) verübt, die in Uganda und der Demokratischen Republik Kongo operiert und die lokale Bevölkerung seit mehr als einem Jahrzehnt terrorisiert.

„Die islamistischen Gruppen haben ihre Angriffe und Überfälle auf abgelegene Dörfer ausgeweitet und bereits Tausende von kongolesischen Zivilisten getötet. Früher fanden sie in anderen Gebieten statt, aber jetzt ist es Lubero, das angegriffen wird“, sagte die lokale Quelle gegenüber „Kirche in Not“.

„Man geht davon aus, dass es in den Ortschaften Komplizen der Terroristen gibt, die ihre Operationen unterstützen. Und das ist es, was wirklich Angst macht“, fügte sie hinzu und betonte die schwierige Situation, in der sich die Bewohner der Region befinden.

Frauen und Kinder in einem Flüchtlingscamp.

Die humanitäre Lage hat sich in den Provinzen Nord- und Süd-Kivu verschlechtert

Das Massaker erfolgt zu einem für die Region kritischen Zeitpunkt, da sich die humanitäre Lage in den Provinzen Nord- und Süd-Kivu verschlechtert hat, wo Kämpfe zwischen den Rebellen einer anderen bewaffneten Gruppe, der M23, die vom Nachbarland Ruanda unterstützt wird, und den kongolesischen Streitkräften stattfinden. Die M23 hat in der Region wichtige Städte und Posten wie Goma und Bukavu eingenommen. Seit Dezember 2024 haben sich die Kämpfe verschärft und nach Angaben des UNHCR eine halbe Million Kongolesen aus Nord-Kivu zur Flucht gezwungen.

Neben der wachsenden Besorgnis über die Aktivitäten der ADF äußerte die von „Kirche in Not“ konsultierte lokale Quelle auch die Befürchtung, dass die M23 in den kommenden Tagen Butembo, die zweitgrößte Stadt Nord-Kivus, einnehmen könnte, wie sie es Ende Januar mit Goma, der Hauptstadt der Provinz, und vor gerade einer Woche mit Bukavu, der Hauptstadt von Süd-Kivu, getan hat: „Wir leben in sehr, sehr schwierigen Zeiten. Jeden Moment warten wir darauf, dass die Rebellen in die Stadt einmarschieren, denn sie sind nur 70 km von hier entfernt. In Butembo herrscht eine große Panik, denn der Krieg steht buchstäblich vor unserer Haustür. Wir haben gesehen, wie andere Regionen im Chaos versanken, und jetzt scheinen wir an der Reihe zu sein.“

Und die Kontaktperson schließt mit der Bitte um Gebet: „Beten wir fest. Es ist wirklich das Gebet, das unsere Hoffnung inmitten dieser Situation, die wir durchleben, weiterhin aufrechterhält.“

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In Kenias Hauptstadt Nairobi leben über 60 000 Familien auf der Straße. Unter ihnen sind tausende Kinder und Jugendliche. Sie gehen nicht zur Schule. Oft nehmen sie Drogen oder werden in illegale Aktivitäten verwickelt.

Diese Straßenkinder von Nairobi und anderen Städten Kenias haben die Himmelfahrts-Schwestern von Eldoret („Assumption Sisters of Eldoret“) zu ihrem Arbeitsfeld gemacht. Der Orden wurde 1982 gegründet und hat heute etwa 200 Mitglieder. „Ursprünglich konnten wir uns nur um Jungen kümmern, aber jetzt helfen wir auch den Mädchen. Sie sind noch verletzlicher in dieser rauen Umgebung“, erzählt Schwester Caroline Ngatia bei einem Besuch in der Zentrale von KIRCHE IN NOT in Königstein im Taunus.

Drei Tage pro Woche sind die Schwestern auf den Straßen unterwegs, besuchen Obdachlose und Familie in ihren Behausungen: „Viele Eltern sind drogenabhängig, sie können sich kaum um die Kinder kümmern.“ Die Ordensfrauen bieten den Eltern an, ihr Kind in einem Wohnheim zu betreuen und ihnen dort auch eine Schulausbildung zu ermöglichen. Doch es geht um noch mehr, betont Schwester Caroline: „Wir übernehmen die Schulkosten und unterstützen die Kinder seelsorgerisch, medizinisch und therapeutisch. Denn gerade viele Mädchen wurden missbraucht oder haben sich mit Aids infiziert. Wir helfen ihnen, ihr Leben zurückzugewinnen.“

Schwester Caroline Ngatia von den Himmelfahrts-Schwestern von Eldoret in Nairobi.

Unterstützen Sie die Ordensfrauen in ihrem Einsatz für die Straßenkinder in Nairobi mit Ihrer Spende

Hilfe für missbrauchte Seelen

Die Heimunterbringung ist dabei kein Dauerzustand: „Wir halten ständig Kontakt zu den Familien. Wir bieten auch den Eltern Suchttherapie und psychologische Begleitung an. Dazu verweisen wir an spezielle Zentren.“

Unterschiede gibt es zwischen den Geschlechtern, was die Zahl der Rückfälle in das „alte“, von Drogen und Kriminalität bestimmte Leben angeht: „Bei den Jungen liegt unsere Erfolgsquote bei gut 50 Prozent, bei den Mädchen aber bei 100. Wenn wir diese Mädchen bei uns aufnehmen, erleben wir eine totale Veränderung. Sie werden zu besseren Menschen und übernehmen Verantwortung für sich und andere.“

Jungen in einem Slum in Garissa/Kenia. © Magdalena Wolnik/KIRCHE IN NOT

Neues Heim für Jungen geplant

Dass die Hälfte der Jungen rückfällig wird, führen die Schwestern darauf zurück, dass sie sich nicht wie bei den Mädchen rund um die Uhr in einem eigenen Wohnheim um sie kümmern können. Deshalb ist ein eigene Einrichtung für Jungen bereits in Planung.

KIRCHE IN NOT wird nicht nur beim Neubau helfen, sondern unterstützt seit vielen Jahren die Ordensausbildung der angehenden Schwestern. „Wir sehen unmittelbar die Früchte einer guten Ausbildung: Unsere Schwestern leiten die Heime so effizient und mit Herzblut, dass uns andere Einrichtungen um Unterstützung bitten“, berichtet die Generalobere der Himmelfahrts-Schwestern, Schwester Joyce Nyagucha Ontune. „Die Ausbildungshilfen sind entscheidend für den Erfolg unserer Mission.“

KIRCHE IN NOT unterstützt auch Ausbildung der Schwestern.

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Schwestern haben große Pläne – auch nehmen sie den Leitsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ sehr ernst: „Wir arbeiten dafür, eines Tages wirtschaftlich auf eigenen Beinen zu stehen. So können die Hilfsgelder von KIRCHE IN NOT anderen Projekten zugutekommen. Und wenn unsere Gemeinschaft wächst, können wir eines Tages selbst zu Spenderinnen für andere werden.“

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Mehrere Dörfer im westafrikanischen Staat Burkina Faso sind erneut Ziel von terroristischen Angriffen geworden. Wie der Pfarrer der Gemeinde in Tansila, Jean-Pierre Keita, gegenüber KIRCHE IN NOT mitteilte, hätten Terroristen Ende Jänner mehrere Dörfer seiner Pfarre überfallen und dabei zahlreiche Menschen getötet und Häuser in Brand gesteckt.

Am 25. Jänner hatten nach Informationen des Geistlichen mehr als 200 Terroristen die Dörfer Toma, Kellé und Lanfiéra, die zur Pfarre Tansila gehören, angegriffen. Mindestens 26 Personen wurden getötet, darunter sechs Christen. Die Pfarre Tansila befindet sich in der Diözese Nouna im Nordwesten von Burkina Faso. Sie umfasst 37 Dörfer, in denen etwa ein Drittel der Bewohner Christen sind. Am selben Tag wurden in der Diözese Dédougou, ebenfalls im Nordwesten Burkina Fasos, zwei Katecheten von bewaffneten Männern getötet, als sie auf dem Rückweg von einer Fortbildung waren.

Verwüstete Sakristei in einer Kirche in der Pfarre in Tansila

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Pfarre wurde schon mehrfach überfallen

Keine Woche später, am 31. änner, ereignete sich ein weiterer Überfall in der Pfarre von Tansila, bei dem erneut mehrere Menschen ums Leben kamen. Bei diesen Angriffen in der Pfarrgemeinde sind auch der Vater und mehrere Familienmitglieder des Pfarrers umgekommen. In den vergangenen Jahren war die Pfarre wiederholt Schauplatz grausamer Terroranschläge.

Der Pfarrer und auch KIRCHE IN NOT bitten um das Gebet für die Menschen in Burkina Faso, insbesondere die Christen, die seit vielen Jahren unter dem verbreiteten Terrorismus im Land leiden. „Bitte beten Sie für die Bekehrung der Herzen, damit alle zu Friedensstiftern werden. Beten Sie auch für die Regierung in Burkina Faso, die Verteidigungs- und Sicherheitskräfte sowie die ,Freiwilligen zur Verteidigung des Vaterlands‘, damit ihre täglichen Bemühungen Früchte des Friedens, der Versöhnung und des sozialen Zusammenhalts tragen“, so Pfarrer Jean-Pierre Keita. „Unsere Gebete gelten auch den Opfern des Terrorismus weltweit. Mögen sie in Frieden ruhen!“

Zerstörte Marienstatue nach einem Überfall auf eine Kirche in der Pfarre in Tansila.

Rund zwei Wochen nach der Besetzung der Stadt Goma im Grenzgebiet der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda herrschen dort dramatische Zustände und andauernde Kämpfe. Wie der portugiesische Missionar Pater Marcelo Oliveira, der in der Region tätig ist, in einer Nachricht an KIRCHE IN NOT berichtete, seien bereits mehr als zweitausend Menschen getötet und Tausende verletzt worden. „Die Krankenhäuser sind überfüllt, und selbst Flüchtlingslager wurden angegriffen“, so der Comboni-Missionar.

In und um Goma, der Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo, bekämpfen sich die kongolesische Armee und die mutmaßlich von Ruanda unterstützte Rebellengruppe M23. Das Ziel von M23 sei, die wichtige Stadt unter Kontrolle zu bringen, erläuterte Pater Marcelo.

Die Lage sei äußerst ernst, denn es bestehe die Gefahr, dass die Rebellengruppen auch in die Nachbarprovinz Süd-Kivu vorrücken. Derzeit gibt es diplomatische Bemühungen, um einen Waffenstillstand zu erreichen und die Zivilbevölkerung zu schützen. Auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, rief zur Beendigung des Konflikts auf.

Pater Marcelo berichtete von chaotischen Zuständen. So sei beispielsweise während der Kämpfe vielen Gefangenen aus dem Männerflügel des Zentralgefängnisses die Flucht gelungen. Viele von ihnen hätten den Frauenflügel angegriffen und die Insassinnen vergewaltigt. „Viele Frauen und Kinder wurden ermordet. Einige Gefangene setzten auch die Einrichtungen in Brand, und viele konnten den Flammen nicht entkommen.“

Pater Marcelo Oliveira, ein aus Portugal stammender Comboni-Missionar in der Demokratischen Republik Kongo.

Flughafen von Goma geschlossen

Auch die humanitäre Situation rund um Goma ist dramatisch. Der Flughafen, über den die Hilfen in die Stadt gelangten, ist geschlossen, nachdem er verwüstet wurde. Möglicherweise befinde sich auf dem Gelände auch noch Sprengmaterial, das noch nicht explodiert sei, erläuterte der Priester.

Die Arbeit der Kirche gehe trotz der enormen Herausforderungen weiter, betonte Pater Marcelo. „Die Menschen müssen ständig fliehen. Selbst die Flüchtlingslager sind nicht sicher. Wir sind weiterhin bei den Menschen und versuchen, inmitten von Angst und Schmerz ein Zeichen der Hoffnung zu sein.“

Lager für Flüchtlinge aus der Region Goma (Demokratische Republik Kongo) auf einem Kirchengelände.
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Aus manchen Regionen Syriens melden Informationsquellen von KIRCHE IN NOT vereinzelte Einschränkungen der Religionsfreiheit für Christen durch Islamisten. Die Stimmung sei jedoch dennoch „vorsichtig optimistisch“.

Die Zusicherung der neuen Regierung, die Religionsfreiheit zu respektieren, betrachteten viele Christen mit Skepsis, erklären lokale Ansprechpartner von KIRCHE IN NOT, die aus Sicherheitsgründen anonym bleiben müssen. Allerdings könnten keine allgemeinen Aussagen getroffen werden, was den Umgang mit den Christen angehe. Es gebe regional große Unterschiede.

In einigen Orten hätten radikale Gruppen zum Beispiel getrennte Sitzplätze für Frauen und Männer in öffentlichen Verkehrsmitteln oder die Pflicht zur Verschleierung für Frauen durchsetzen können. Den Erfolg dieser Maßnahmen führen die Beobachter bisher noch auf das Fehlen einer einheitlichen Verwaltung nach dem Machtwechsel zurück.

Bislang am schwierigsten für Christen sei es in den Städten Homs und Hama im Westen Syriens, auf halber Strecke zwischen Damaskus und Aleppo, teilte ein Gesprächspartner KIRCHE IN NOT mit: „Die Menschen vermeiden es, nach 17 Uhr auf die Straßen zu gehen. Es sind Dschihadisten unterwegs, die mit Megafonen die Menschen dazu aufrufen, zum Islam überzutreten.“ Frauen, die in der Öffentlichkeit keinen Schleier trügen, würden öffentlich kritisiert. „Die Angst dort ist sehr groß. Viele Christen bleiben zu Hause und können nicht zur Arbeit.“

Bewohner von Aleppo feiern den Machtwechsel auf den Straßen. © HiBa/KIRCHE IN NOT

Angst in Homs und Hama vor dschihadistischen Übergriffen

Im „Tal der Christen“, etwa 60 Kilometer von Homs nahe der Grenze zum Libanon, wo die Bevölkerungsmehrheit christlich ist, sei die Lage weitgehend friedlich, erklärten die Ansprechpartner. Zwischenfälle habe es bislang nur auf den Zufahrtsstraßen gegeben: „Es gibt Fälle, in denen Christen an Straßensperren aufgefordert wurden, zum Islam zu konvertieren. Wenn sie sich weigern, werden sie an der Weiterfahrt gehindert.“ Vereinzelt seien Reisende auch ausgeplündert worden.

Da die Hauptstadt Damaskus im medialen und politischen Fokus stehe, seien die neuen Verantwortlichen dort „auf ein positives Image bedacht“, erklärte ein Gesprächspartner. „Dennoch gibt es einzelne Vorfälle, wie die Aufforderung an Frauen, einen Schleier zu tragen oder das Verbot für Frauen und Männer, nicht gemeinsam auf die Straße zu gehen, wenn sie nicht miteinander verwandt sind.“ Ähnliche Zwischenfälle würden auch aus Aleppo im Norden des Landes berichtet.

Christen in Aleppo beim Sonntagsgottesdienst nach dem Machtwechsel in Syrien. © Jacob Klamer/KIRCHE IN NOT

Kirchenvertreter treten für Zusammenarbeit und Gleichberechtigung ein

Kirchenvertreter hätten derweil ihren Willen zur Zusammenarbeit mit den neuen Machthabern bekundet. Bei mehreren Gesprächen hätten die neuen politisch Verantwortlichen den Christen versichert, ihre Rechte in vollem Umfang zu respektieren. In den Gesprächen gehe es vor allem darum, den Status der Christen als integralen und jahrhundertealten Bestandteil der syrischen Gesellschaft zu sichern, teilte ein kirchlicher Ansprechpartner mit.

Die Christen würden sich nicht damit zufriedengeben, als „religiöse Minderheit abgestempelt oder als Bürger zweiter Klasse behandelt zu werden“. Vor dem Hintergrund einer neu zu erarbeitenden Verfassung betont die christliche Gemeinschaft ihre Gleichberechtigung mit allen ethnischen und religiösen Gruppen in Syrien.

Generell sei die Stimmung der Christen in Syrien „vorsichtig optimistisch“, erklären die Ansprechpartner von KIRCHE IN NOT: „Wir sind froh, dass das Assad-Regime gestürzt ist, und wir hoffen auf ein besseres Syrien. Aber wir sollten nicht als gegeben annehmen, dass jetzt alles in Ordnung ist.“

Bitte unterstützen Sie unsere Nothilfe in Syrien mit Ihrer Spende. – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Verwendungszweck: Syrien

Die malische Regierung hat angekündigt, den Gehaltszuschuss für Lehrer an katholischen Schulen zu streichen. Das bringt die Bildungseinrichtungen in schwere Bedrängnis, wie Projektpartner von KIRCHE IN NOT berichten. „Wir brauchen dringend Unterstützung, um unsere Schulen zu retten“, teilt ein Ansprechpartner mit, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben will.

Eigentlich hatte die Regierung geplant, den Zuschuss von bis zu 80 Prozent der Lehrergehälter an den katholischen Schulen schon zum Schuljahr 2024 zu streichen. Nach Verhandlungen konnte diese um ein Jahr verschoben werden.

Aber mit Beginn des neuen Schuljahres ist die Zukunft für konfessionelle Bildungseinrichtungen ungewiss. Damit entsteht ein schwerer Schaden für das von Terror und Islamismus erschütterte Land, stellt der Projektpartner fest: „Was in den katholischen Schulen geschieht, ist eine Chance für den christlich-islamischen Dialog und den Aufbau solider Beziehungen.“

So seien auch 80 Prozent der Schüler an katholischen Schulen muslimischen Glaubens. „Viele Muslime schätzen unsere Schulen wegen der Qualität des Unterrichts“, betont der Ansprechpartner. 1972 hatte die damalige malische Regierung mit der katholischen Bischofskonferenz ein Abkommen geschlossen. Darin wird der Beitrag des katholischen Schulwesens für die Volksbildung anerkannt und eine staatliche Subvention der Lehrergehälter festgelegt.

Schulunterricht in Mali

Viele muslimische Schüler auf katholischen Schulen

Im Gegenzug kommt die Kirche für Verwaltung, Gebäude, Sozialabgaben und Leitung ihrer Schulen auf. „Aber schon seit einigen Jahren hat der Staat Schwierigkeiten, seinen Verpflichtungen nachzukommen“, erklärte ein weiterer Projektpartner von KIRCHE IN NOT, der ebenfalls anonym bleiben möchte. Den katholischen Schulen sei nichts anderes übriggeblieben, als Schulden aufzunehmen, um ihre Lehrer weiter bezahlen zu können. „Die Diözesen haben versucht, dies durch Kredite auszugleichen, bis es nicht mehr möglich war.“

Das nun angekündigte Ende jeglicher Subventionen stelle die Schulen vor große Ungewissheit, so der Projektpartner: „Was wird im nächsten Schuljahr passieren? Werden wir unsere Lehrer entlassen müssen? Was können wir tun, um unseren Bildungsauftrag fortzusetzen?“

Schüler auf dem Spielplatz einer Schule in Mali.

Mali befindet sich in einer politischen und wirtschaftlichen Krise

KIRCHE IN NOT hat in der Vergangenheit bereits den Einsatz von Seelsorgern an katholischen Schulen in Mali unterstützt. Weitere Projekte sind in Planung. Unser Hilfswerk unterstützt außerdem den Bau und Unterhalt eines christlich-islamischen Instituts in der Hauptstadt Bamako, um den interreligiösen Dialog im Land zu fördern.

In Mali sind etwa drei Prozent der Einwohner Christen. Das Land verzeichnet seit 2012 einen Zulauf an Islamisten. Mali befindet sich in einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise. Immer wieder wurden auch christliche Missionare entführt.

Bitte unterstützen Sie den Einsatz der Kirche in Mali mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Verwendungszweck: Mali

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