
Nach der Tötung der jungen Missionsärztin Schwester Marie-Sylvie Kavuke Vakatsuraki und mindestens eines Patienten bei einem terroristischen Überfall auf ein kirchliches Krankenhaus herrscht in der Demokratischen Republik Kongo Entsetzen. „Der Terror geht weiter. Die Menschen haben Angst, jeder versucht zu entkommen“, erklärte der Comboni-Missionar Marcello Oliveira gegenüber dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk KIRCHE IN NOT.
Der Überfall auf das Krankenhaus fand am 19. Oktober im Dorf Maboya im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo nahe der Grenze zu Uganda statt. „Rebellen griffen das Krankenhaus an. Sie plünderten alles, was sie finden konnten, und setzten das Gebäude schließlich in Brand“, schilderte Pater Marcello die Ereignisse. „Eine Ordensschwester, die Ärztin ist und Nachtdienst hatte, verbrannte zusammen mit einem Patienten.“

Schwester Marie-Sylvie habe vorher sogar noch in der örtlichen Missionsstation angerufen, damit die dortigen Priester und Ordensleute sich in Sicherheit bringen konnten. Zu dem Überfall bekannte sich nach lokalen Angaben die ugandische Dschihadistengruppe „Allied Democratic Forces“ (ADF), die auch unter dem Namen „Islamischer Staat – Zentralafrikanische Provinz“ firmiert. Nach dem Überfall auf das Krankenhaus in Maboya hätten die Terroristen noch eine weitere Klinik in der Nähe überfallen, so die lokalen Ansprechpartner.
Die getötete Schwester Marie-Sylvie Kavuke Vakatsuraki gehörte dem Orden der „Kleinen Schwestern der Darstellung unserer Lieben Frau im Tempel“ aus Butembo in der Provinz Nord-Kivu an. Verschiedene Medien sprachen nach dem Überfall sogar von bis zu sieben Toten; die Projektpartner von „Kirche in Not“ bestätigten bislang zwei. Allerdings gelten noch zahlreiche Personen als vermisst, teilte Pater Marcello Oliveira mit: „Mehrere Personen sind verschwunden, möglicherweise um die geplünderten Medikamente und anderen Güter transportieren zu helfen.“
Der Ordensmann erklärte gegenüber KIRCHE IN NOT, dass in der Demokratischen Republik Kongo ein „versteckter Krieg“ herrsche, den die Welt ignoriere. „Es ist ein Krieg, der ,schweigend’ – oder zum Schweigen gebracht – geführt wird, so dass niemand etwas unternimmt und die Bevölkerung weiter leidet“, sagte Pater Marcello.

Seit Jahren wird das rohstoffreiche Grenzgebiet zwischen der Demokratischen Republik Kongo und dem Nachbarland Uganda von Rebellen der Miliz ADF überrannt. Die ADF wird von Jamil Mukulu angeführt, einem zum Islam konvertierten ehemaligen Christen. Dem kongolesischen Militär und der UN-Friedensmission MONUSCO gelingt es nicht, die Region zu befrieden.
Die Provinz Nord-Kivu gilt als Epizentrum der Gewalt. Menschenrechtsorganisationen zufolge ereignet sich im Osten der Demokratischen Republik Kongo die am längsten dauernde humanitäre Krise Afrikas. In der Region lagern Gold, Diamanten, Kobalt und Coltan in der Erde. Dabei handelt es sich um wichtige Rohstoffe zum Beispiel für die IT- oder Fahrzeugindustrie.
Papst Franziskus hatte im Juli dieses Jahres einen Besuch in der Demokratischen Republik Kongo angekündigt. Dieser musste jedoch aus gesundheitlichen Gründen verschoben werden, teilte der Vatikan damals mit.
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Am ersten Tag der russischen Invasion wurde Bischof Vasyl Tuchapets vom Lärm der Explosionen geweckt. Die Bombardierung Charkiws hatte begonnen. Nun dauert sie schon fast acht Monate an. Tuchapets lief zu seiner Kathedrale, dem Zentrum der griechisch-katholischen Gläubigen in der zweitgrößten Stadt der Ukraine. Er sah Menschen in Panik, die versuchten, irgendwie zum Bahnhof zu kommen – nur weg aus dieser Hölle.
Bischof Tuchapets tat das Gegenteil. Seine erste Anweisung nach Kriegsbeginn war: Alle Priester seiner Diözese bleiben in ihren Gemeinden. Sicher ein großes Opfer: Viele Priester der griechisch-katholischen Kirche sind verheiratet und haben Kinder. Sie mussten nun ihre Familien in Sicherheit bringen – ohne zu wissen, ob sie ihre Lieben jemals wiedersehen. Tuchapets wusste, was er verlangte, ist aber dennoch überzeugt: „Die Priester sollen keine Angst haben. Wenn sie weggingen, wäre das ein großer Verlust für alle.“

Diese Nähe der Kirche zu den Menschen gerade jetzt wüssten viele Menschen zu schätzen, erzählt der Bischof dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT. Menschen, die er noch nie in der Kirche gesehen hatte, sprachen ihn an: „Danke, dass Sie bei uns geblieben sind.“
Das griechisch-katholische Exarchat von Charkiw wurde 2014 errichtet. Es umfasst ein Gebiet etwa in der Größe Österreichs. Hier, im Osten der Ukraine, gehören die meisten Menschen der orthodoxen Kirche an. Auch die atheistische Politik der früheren Sowjetunion wirkt hier noch stärker nach als anderswo.
Die Türen der Kirche stünde im Krieg mehr denn je für alle offen, betont Bischof Tuchapets. Jeden Tag kämen Menschen zu ihm. Sie suchten nicht nur humanitäre Hilfe. „Sie wollen beten. Sie haben Fragen und suchen nach Antworten. Manche wollen nach Jahren heiraten oder ihr Kind taufen lassen.“

Überhaupt, die Kinder: Sie hätten Monate allein in Luftschutzkellern, Bunkern oder Wohnungen verbracht – sofern die noch stehen. In der Kathedrale und den angrenzenden Räumen organisieren Ordensfrauen jetzt Sport, Spiele und Religionsunterricht. Wichtig ist auch das Programm „Ferien mit Gott“, das Kindern ein paar unbeschwerte Tage ermöglichen möchte. KIRCHE IN NOT unterstützt diese Feriencamps seit langem. In Kriegszeiten wurde das Angebot nicht gestoppt, sondern im Gegenteil erhöht.
Gottesdienst feiert Bischof Tuchapets mit seiner Gemeinde in der Unterkirche seiner Kathedrale. Der Hauptraum wird im Krieg als Warenlager genutzt. Schon kurz nach Kriegsbeginn trafen die ersten Hilfslieferungen in Charkiw ein. Jeden Tag sortieren Priester, Ordensfrauen und Freiwillige Kleidung, Medikamente, Hygieneartikel, Kindersachen und mehr.

Es geht zu wie einem Bienenschwarm: Bis zu 2000 Menschen kommen regelmäßig in die Kathedrale, berichtet der Bischof. Die Ausgabe von Hilfsgütern musste jedoch zuletzt von drei auf einen Tag in der Woche reduziert werden: Der bevorstehende Winter zwingt dazu, die Waren stärker zu rationieren. „Der Winter wird schwierig. Wir brauchen weiterhin Hilfe“, betont Bischof Tuchapets. Besonders wichtig seien jetzt Medikamente: Viele Menschen würden jetzt mit zunehmender Kälte krank. Zahlreiche Menschen strömten nach wie vor aus den Dörfern in die Stadt. Gerade die ländlichen Gebiete sind schwer zerstört; die Situation dort ist noch unsicherer als in Charkiw.
Acht Monate Krieg und niemand kann sagen, was die Zukunft bringt. Der griechisch-katholische Bischof ist dennoch zuversichtlich: „Unsere Infrastruktur funktioniert nach wie vor. Wir bleiben nahe bei den Menschen und wir bleiben zusammen. Möge der Herr Sie für alle Unterstützung segnen, die für die Arbeit unserer Kirche so wichtig ist!“
Auf Haiti werden zunehmend kirchliche Einrichtungen und Mitarbeiter von militanten Banden angegriffen. Das prangerte Schwester Marcella Catozza gegenüber dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT an. Die italienische Missionsfranziskanerin leitet ein Waisenhaus mit 150 Kindern in einem Armenviertel der Hauptstadt Port-au-Prince.
„Es herrscht ein unbeschreibliches Chaos. Bewaffnete Gangs haben die Macht übernommen. Auch die Kirche ist Opfer der Gewalt geworden“, sagte Schwester Marcella. Sie erinnerte an die Missionarin Luisa Dell´Orto, ebenfalls Italienerin. Die Ordensschwester war am 25. Juni 2022 ermordet worden. „Erst hieß es, es sei ein Raubüberfall gewesen. Aber ich bin überzeugt, dass jemand dafür gezahlt hat, sie zu töten. Es konnte immer noch kein Täter gefasst werden“.

Zwei Wochen später hätten Bandenangehörige die Kathedrale der Hauptstadt in Brand gesetzt, berichtet Schwester Marcella. „Als die Feuerwehrleute kamen, haben sie versucht, sie zu töten. Anschließend wollten sie mit einem Lastwagen die Mauern der Kirche einreißen.“
In anderen Landesteilen sei es ebenfalls zu Übergriffen auf kirchliche Einrichtungen gekommen: „In Port-de-Paix, Les Cayes und in weiteren Städten haben bislang unbekannte Täter in die Einrichtungen der Caritas eingebrochen. Sie nahmen alle Hilfsgüter mit, die dort eingelagert waren. Anschließend haben sie die Büros der Mitarbeiter zerstört“, sagte Schwester Marcella.
Auch ihr Kloster in der Hauptstadt sei angegriffen worden: „Vergangenen Monat wurde unsere Kapelle in Brand gesetzt. Wir haben keinen Altar mehr, keine Kirchenbänke.“ Kriminelle Gangs hätten das Stadtviertel, in dem Schwester Marcella arbeitet, abgeriegelt. Ihr Orden habe sie deshalb gebeten, nach einem Heimaturlaub in Italien vorerst nicht nach Haiti zurückzukehren. „Es soll nicht noch eine Ordensfrau zur Märtyrerin werden. Es ist sehr hart für mich, nicht bei meinen Leuten zu sein.“

Die Lage der Menschen in Port-au-Prince und anderen Landesteilen sei verheerend: „Die Stadt ist in den Händen von Gangs. Die Menschen hungern. Die Schulen sind geschlossen. Die Krankenhäuser machen zu, weil sie keinen Strom mehr haben. Es ist unmöglich, unter diesen Bedingungen zu leben“, erklärte Schwester Marcella. In dem Stadtviertel, in dem sie ihr Waisenhaus betreibt, lebten aktuell mehr als 100 000 Menschen in Blechhütten, ohne Strom und Wasser.
Das Schmerzlichste für sie sei jedoch die Gleichgültigkeit gegenüber der Lage in Haiti, beklagt Schwester Marcella: „Es sieht so aus, als ob sich niemand dafür interessiert, was in Haiti passiert. Niemand spricht über uns. Niemand weiß, was vor sich geht.“
Haiti befindet sich seit Jahren in einer bürgerkriegsähnlichen Situation. Nach der Ermordung von Präsident Jovenel Moïse im Juli 2021 ist der Inselstaat ohne funktionsfähige politische Führung. Es gibt bislang keinen Termin für Neuwahlen. Der Machtkampf wird auf den Straßen ausgetragen. Menschen demonstrieren gegen die Bandengewalt. Die Not wird durch die Folgen mehrerer Naturkatastrophen verschärft – wie zuletzt ein schweres Erbeben im August 2021.
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Die Kongregation der “Brüder des heiligen Martin von Porres“ wurde 1953 im Südsudan gegründet. Die Ordensmänner, die ihr angehören, sind in Pfarreien tätig, unterrichten in Schulen und helfen Notleidenden durch verschiedene karitative Aktivitäten.
Da die Brüder als einheimische afrikanische Kongregation arm sind, sind sie auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen – auch für ihre Weiterbildung und geistliche Vertiefung. Denn um anderen dienen zu können, brauchen sie auch selbst immer wieder Stärkung in ihrem geistlichen Leben, damit die Berufung nicht irgendwann verdunstet. Da schon seit 2013 keine solchen Veranstaltungen mehr stattfinden konnten, hatte uns Pater Charles Olum, der Obere der Ordensbrüder in Uganda, um Hilfe gebeten. Denn ein intensives Gebetsleben ist die Grundlage für alle anderen Tätigkeiten und befruchtet dieses. Auch das Gemeinschaftsleben der Ordensmänner und die Treue zu ihrem Gründungscharisma sind wichtige Elemente, die zur Heiligung der Seelen führen. „Christus ist das Zentrum aller unserer Ziele und Wünsche“, schreibt er uns. Die persönliche Beziehung zu Christus sei das Wichtigste, und die Erfahrung aus dem Gebetsleben müsse in konkrete Taten umgesetzt werden. Diese innere Haltung muss aber immer wieder gestärkt und eingeübt werden. Unsere Wohltäter haben die Ordensmänner daher mit 7.000 Euro für ihre Weiterbildung unterstützt.

KIRCHE IN NOT erhält von seinen Projektpartnern in der Ukraine dringende Hilfsgesuche nach Transportautos. Diese werden benötigt, um humanitäre Güter zu verteilen oder Flüchtlinge zu transportieren. Unser Hilfswerk hat seit Beginn der russischen Invasion am 24. Februar bereits 29 Fahrzeuge für die kirchliche Nothilfe finanziert.
Insgesamt hat KIRCHE IN NOT den Einsatz der römisch-katholischen und der griechisch-katholischen Kirche in der Ukraine für die Betroffenen des Krieges bislang mit mehr als fünf Millionen Euro unterstützt. Zu einem Schlüsselfaktor der Hilfe ist mittlerweile der Transport geworden, wie folgende Beispiele zeigen.
Stradch ist eine Kleinstadt im Westen der Ukraine; rund 25 Kilometer sind es bis nach Lemberg (Lwiw), die polnische Grenze ist nicht weit. In der Stadt befindet sich eine Marienwallfahrtstätte. Das dortige Pilgerhaus, das erst im Herbst 2021 eingeweiht wurde, hat seit Kriegsbeginn die Tore für Flüchtlinge geöffnet. Seit Februar haben dort über 350 Menschen vorübergehend Obdach gefunden. Auch aktuell ist das Pilgerhaus voll belegt mit 50 Personen, darunter 19 Kinder und Jugendliche.

Bislang hatte der Leiter der Wallfahrtsstätte kein Auto. Doch ohne ist es nahezu unmöglich, für die Flüchtlinge zu sorgen. Regelmäßig müssen Menschen vom Bahnhof abgeholt oder hingebracht werden.
Die Flüchtlinge müssen auch in das 35 Kilometer entfernte Bezirksamt, um ihre Papiere zu regeln, nicht zu vergessen die Einkäufe, um 50 Personen Tag für Tag zu versorgen. KIRCHE IN NOT hat dem Wallfahrtspfarrer jetzt einen Zuschuss für ein Auto gegeben. Dies entlastet die Situation erheblich.
Auch für die Ordensgemeinschaft der Pallottiner in Bilohirja, einer Kleinstadt zwischen Kiew und Lwiw, hat KIRCHE IN NOT ein Fahrzeug finanziert. Derzeit halten sich in der Stadt und Umgebung etwa 2000 Vertriebene auf. Die Pallottiner haben ihr Kloster ebenfalls für Flüchtlinge geöffnet und inzwischen über 500 Menschen beherbergt. Aktuell leben dort 17 Mütter mit ihren Kindern. Auch hier sind tägliche Transport- und Versorgungsfahrten nötig.

Der Betrieb im kleinen Kinderheim, das die Pallottiner zusammen mit Missionsbenediktinerinnen betreiben, geht unvermindert weiter. Dort leben zehn Kinder. Sie können nicht mehr zu ihren Eltern zurück, da sie von ihnen misshandelt oder kaum versorgt wurden. Neu hinzugekommen ist ein 12-jähriger Junge aus der Region Donezk. Seine Eltern kamen bei einem Bombenangriff ums Leben.
Auch die kleine Gemeinschaft im Kinderheim braucht regelmäßig ein Auto: Kinder müssen zum Arzt, oder es sind Behördenangelegenheiten zu erledigen.
Als wären das noch nicht genug Aufgaben, ist der Obere des Pallottinerklosters auch noch Seelsorger bei einer Hilfsorganisation. Er reist deshalb regelmäßig an die Frontlinie im Osten und Süden der Ukraine und hilft dabei, Menschen auf den Dörfern zu versorgen.

Die Straßen dorthin waren schon vor dem Krieg in einem schlechten Zustand, nun sind sie teilweise völlig zerstört. Das alte Auto der Pallottiner erlitt bei einem Unfall einen Totalschaden. Seither war die Gemeinschaft trotz ihrer vielen Verpflichtungen ohne Fahrzeug.
KIRCHE IN NOT hat deshalb auch hier schnell mit einem Zuschuss geholfen. Hier wie andernorts kann der Einsatz der Kirche für Menschen in Not weitergehen.
Unterstützen Sie die Arbeit der Kirche in der Ukraine und helfen Sie den notleidenden Menschen mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:
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Bitte schließen Sie die Menschen in der Ukraine in Ihr Gebet ein und beten Sie für eine friedliche und diplomatische Lösung der aktuellen Spannungen. Bestellen Sie hierfür unser kostenloses Gebetsblatt mit dem Gebet um Frieden für die Ukraine. Stellen Sie in unserer virtuellen Kapelle eine Kerze auf.
Auch Papst Franziskus beobachtet die Entwicklungen an der Ostgrenze der Ukraine und rief zum Gebet auf: „Ich appelliere eindringlich an alle Menschen guten Willens, ihr Gebet zum Allmächtigen Gott zu erheben, damit jede politische Aktion und Initiative im Dienst der menschlichen Geschwisterlichkeit stehe, mehr als der Einzelinteressen. Wer seine eigenen Ziele zum Schaden anderer verfolgt, verachtet seine eigene Berufung als Mensch, denn wir wurden alle als Geschwister geschaffen.“
Besonders werden wir in unseren Mittagsgebeten der Menschen in der Ukraine gedenken. Schließen Sie sich bitte an, damit der Glaube lebt und unser Gebet stärker sein möge als Waffen.
Laut Bischof Aloysius Fondong Abangalo aus Mamfe im Westen Kameruns in der Nähe der Grenze zu Nigeria gibt es bislang keine Informationen über den Verbleib von neun Christen, die am 16. September in der Ortschaft Nchang verschleppt wurden. Bislang Unbekannte hatten dort am vergangenen Freitag die Kirche St. Maria niedergebrannt und fünf Priester, eine Ordensschwester und drei weitere Gläubige verschleppt.
Bischof Abangalo hatte sich mit einer Videobotschaft an das weltweite katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT (international: ACN) gewandt. „Was hier geschehen ist, ist ein Gräuel. Die Täter waren nicht damit zufrieden, die Geduld der Menschen zu testen, jetzt stellen sie auch die Geduld Gottes auf die Probe“, erklärte der Bischof mit Blick auf die ausgebrannte Kirche. Lokalen Quellen zufolge sind bereits Lösegeldforderungen für die entführten Personen eingegangen; darüber hinaus gibt es jedoch kein Lebenszeichen von ihnen.

Bischof Abangalo wandte sich in seiner Botschaft auch direkt an die Entführer: „Was auch immer sie tun, sie sollten wissen, dass sie Kinder Gottes sind. Was sie tun, ist falsch. Gewalt erzeugt nur weitere Gewalt. Wir müssen zusammenarbeiten und die richtigen Mittel einsetzen, um das Problem zu lösen.“
Die Kirchenvertreter sehen als Motiv hinter der jüngsten Entführung einen seit Jahren schwelenden Konflikt zwischen der französischsprachigen Mehrheit und der englischsprachigen Minderheit in Kamerun. Die Bevölkerung in den englischsprachigen Regionen im Westen des Landes fühlt sich von der Regierung benachteiligt.
Der Konflikt verschlimmerte sich seit 2016, als die englischsprachigen Regionen eine Rückkehr Kameruns zum föderalen Regierungssystem forderten, um mehr Selbstständigkeit und politischen Einfluss zu erhalten. Separatisten riefen eine „Republik Ambazonien“ aus.

In der Folge kam es zu brutalen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und dem militärischen Arm der anglophonen Aufständischen, den sogenannten „Amba Boys“. Kirchlichen Ansprechpartnern zufolge ging die Armee auch gegen religiöse Einrichtungen vor, weil sie dort Unterstützer für die Separatisten vermutete.
Die katholische Kirche, der etwa ein Viertel der rund 26 Millionen Einwohner Kameruns angehören, hat versucht, zwischen Regierung und Aufständischen zu vermitteln. Diese Versuche sind jedoch bislang gescheitert. Die Kirche wurde von den Konfliktparteien jeweils beschuldigt, auf der Seite des Gegners zu stehen.
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Der maronitische Patriarch Bechara Boutros Kardinal Rai hat im Gespräch mit KIRCHE IN NOT eine „internationale Sonderkonferenz unter Leitung der Vereinten Nationen“ für den Libanon gefordert. Die Politiker des Landes seien nicht in der Lage, die wirtschaftlichen und politischen Probleme zu lösen. Der Libanon befinde sich in einer politischen Sackgasse, sagte Patriarch Rai. Die Probleme lägen in der politischen Machtstruktur, in der sich die einzelnen Kräfte gegenseitig blockierten.
Deshalb setzt der Kardinal Hoffnung auf die internationale Gemeinschaft. Dies liege auch in deren Eigeninteresse, da der Libanon eine „Ausnahme im Nahen Osten“ sei, so Patriarch Rai. Während in vielen Ländern der Weltregion autoritäre Regierungen ohne Gewaltenteilung herrschten und der Islam die dominierende Kraft sei, gebe es im Libanon „eine Aufteilung der Macht. Es gibt keine Staatsreligion, keine muslimische Dominanz und die Verantwortlichen haben die Erklärung der Menschenrechte unterzeichnet.“

Das maronitische Oberhaupt hatte den Geschäftsführenden Präsidenten von KIRCHE IN NOT, Dr. Thomas Heine-Geldern, zu einem Gespräch in Dimane im Nordlibanon empfangen. Das Hilfswerk hat seine Unterstützung angesichts der aktuellen Finanzkrise mit Teuerungsraten von mehr als 600 Prozent noch weiter verstärkt. Erst kürzlich hat KIRCHE IN NOT ein Förderprogramm auf den Weg gebracht, damit 200 christliche Schulen nach den Sommerferien wieder ihren Betrieb aufnehmen konnten. Patriarch Rai betonte die hohe Bedeutung der Bildungseinrichtungen. Dort würden Christen und Muslime gemeinsam unterrichtet, was die Toleranz fördere. Schulen, Universitäten und auch Krankenhäuser seien „Werkzeuge der Botschaft der Kirche“ im Libanon. „Diese Einrichtungen sind in den meisten arabischen Ländern zu großen Teilen verloren gegangen, weil sie verstaatlicht wurden.“
Laut KIRCHE IN NOT-Präsident Heine-Geldern befinde sich der Libanon „in einer sehr schlechten, aber nicht hoffnungslosen Lage. Es gibt immer noch Hoffnung, wenn die Menschen sich zusammensetzen und sich auf eine Person einigen, die nun die Regierungsverantwortung übernimmt.”
Die Unterstützung von KIRCHE IN NOT solle es den Christen ermöglichen, im Libanon zu bleiben. Dies habe eine religiöse wie politische Bedeutung: „Wenn weiterhin viele Christen das Land verlassen, hört der Libanon auf, ein christlich geprägtes Land im Nahen Osten zu sein. Die anderen politischen und religiösen Gruppen werden es dann nicht länger akzeptieren, Christen politische Macht zu überlassen, wenn diese eine Minderheit sind“, sagte Heine-Geldern.

Der Libanon befindet sich seit Jahren in einer politischen und wirtschaftlichen Krise. Die Parlamentswahlen im Mai haben den Einfluss der islamistischen Hisbollah geschwächt. Dennoch war es bislang nicht möglich, eine Regierung zu bilden. Auch die Amtszeit des libanesischen Präsidenten Michel Aoun läuft am 31. Oktober ab. Er hat angekündigt, notfalls darüber hinaus im Amt zu bleiben, wenn bis dahin keine funktionsfähige Regierung bestehe.
Im Libanon herrscht ein strenger Proporz, um die verschiedenen religiösen Gruppen zu berücksichtigen: Der Staatspräsident muss maronitischer Christ sein, Ministerpräsident wird ein sunnitischer Moslem. Die Parlamentssitze werden etwa je zur Hälfte von Christen oder Muslimen besetzt. Auch alle anderen Ämter sind streng nach religiösen Gruppen und Konfessionen aufgeteilt.
Diese Ämterverteilung garantierte in den vergangenen Jahren einerseits relative Stabilität, war jedoch immer wieder Anlass teils blutiger Auseinandersetzungen. Mit der Abwanderung zahlreicher Christen infolge der jüngsten Krise und dem Erstarken radikaler Gruppen sehen viele Beobachter dieses religiös-politische System vor dem Aus. Christen stellen Schätzungen zufolge aktuell maximal noch 40 Prozent der Bevölkerung des Libanon; größte christliche Gemeinschaft sind die Maroniten.
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KIRCHE IN NOT (international: ACN) unterstützt die Kirche in Pakistan bei ihrem Einsatz für die Flutopfer. Die schlimmsten Monsun-Überschwemmungen seit 30 Jahren hatten in den letzten Wochen große Teile des Landes verwüstet. Sechs Millionen Menschen sind von der Katastrophe betroffen, offiziell wurden bereits über 1.500 Todesopfer gemeldet. Die Soforthilfe fließt in die besonders stark von der Katastrophe betroffene Provinz Sindh mit den Diözesen Hyderabad und Karatschi.
Aus der Diözese Hyderabad berichtete Bischof Samson Shukardin dem Hilfswerk, dass alle 19 Pfarren in den 22 Bezirken der Provinz Sindh von der Flut schwer betroffen seien. „Tausende von Familien sind von den Fluten umgeben, und Tausende Menschen sitzen am Straßenrand unter menschenunwürdigen Bedingungen“, beschrieb der Bischof die Lage. „Sie verfügen über keine Lebensmittel, kein sauberes Trinkwasser, keine Unterkünfte, keine Latrinen und keine Gesundheitseinrichtungen. Der Verzehr von verunreinigtem Wasser führt zu Krankheiten, und die Mückenplage verbreitet verschiedene Hautkrankheiten und Malaria in den von den jüngsten Überschwemmungen betroffenen Gemeinden.“
Viele Familien hätten Zuflucht in den Kirchen gesucht, da ihre Häuser vom Regenwasser überflutet worden waren; aber auch viele Kirchen seien überschwemmt und durch das Wasser schwer beschädigt worden.

Mit der Soforthilfe von KIRCHE IN NOT werden in der Diözese Hyderabad als Reaktion auf diese Katastrophe Lebensmittelpakete für einen Monat gekauft, bedürftige Familien erhalten Bargeldzuschüsse, mobile Gesundheitsstationen und Notunterkünfte werden aufgebaut und Hygieneartikel wie Moskitonetze und Mückenschutzmittel besorgt. Zudem werden vom Wasser beschädigte Kirchengebäude renoviert, um die vom Wasser aus ihren Häusern vertriebenen Menschen aufnehmen zu können. Insgesamt kommt die Soforthilfe über 5.000 Familien zugute.
Weitere Hilfen sendet KIRCHE IN NOT in die Diözese Karatschi. Dort finanziert die Diözese Lebensmittelpakete und Küchensets mit Grundnahrungsmitteln sowie Koch- und Reinigungsartikel für Familien, deren Häuser zerstört oder unbewohnbar geworden sind.
Der Erzbischof von Karatschi, Benny Travis, beschrieb die Lage in seiner Diözese in einer Nachricht an KIRCHE IN NOT: „Die Menschen leben unter freiem Himmel, ihre Häuser sind beschädigt; die Überschwemmungen haben Straßenverbindungen unterbrochen, die Versorgungsketten für Waren sind stark gestört; die Gefahr des Ausbruchs von Krankheiten steht aufgrund des stehenden Wassers und der vorhergesagten weiteren Regenfälle unmittelbar bevor.“
Papst Franziskus hatte die internationale Gemeinschaft zu einer raschen Reaktion auf die Situation in Pakistan aufgerufen und der Bevölkerung seine Solidarität und seine Gebete zugesichert. Als päpstliche Stiftung folgt „Kirche in Not“ diesem Aufruf.
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Mit einem 2,28 Millionen Dollar schweren Hilfspaket ermöglicht das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ (international: ACN) den Schulbeginn in fast 200 libanesischen Schulen. Von der Unterstützung profitieren nach Angaben des Hilfswerks an die 30 000 Schüler und mehr als 6 000 Lehrer.
Aufgrund einer schweren Wirtschaftskrise wären viele Schulen im Libanon aus eigener Kraft nicht in der Lage gewesen, den Unterricht nach den Sommerferien wieder aufzunehmen. Bereits im vergangenen Schuljahr habe nach Informationen von „Kirche in Not“ jedes zehnte Kind den Schulbesuch abbrechen müssen, da seine Eltern die finanziellen Mittel nicht mehr hätten aufbringen können oder ausgewandert seien.

Man sei davon überzeugt, dass der Fortbestand der christlichen Bevölkerung im Libanon davon abhänge, ob die Schulen geöffnet bleiben können, erklärte der Generalsekretär von „Kirche in Not“ (ACN), Philipp Ozores. „Die Unterstützung der Schulen ist eine wichtige Antwort auf die Krise, von der die libanesischen Christen heimgesucht werden“, sagte er. „In diesem Land findet der Religionsunterricht hauptsächlich in katholischen Schulen statt und nicht in Pfarren. Wenn katholische Schulen und Lehrer aus Mangel an finanziellen Mitteln zu verschwinden beginnen, wird sich das demografische Gleichgewicht schnell verändern.“
Insgesamt besuchen im Libanon nach Angaben des Hilfswerks derzeit 185 000 christliche und muslimische Schüler im Alter zwischen sechs und 18 Jahren rund 250 katholische Schulen.
Der finanzielle Zusammenbruch des Landes habe es vielen Eltern unmöglich gemacht, die Schulgebühren zu zahlen. Auch halböffentliche Schulen befinden sich in großer Not, denn obwohl sie Anspruch auf staatliche Subventionen haben, hat der libanesische Staat in den letzten vier Jahren die Kosten nicht übernommen.

“Viele Schulen sind bankrott, sie können es sich nicht leisten, Lehrer zu bezahlen, und kämpfen darum, die Mittel zu finden, um sich selbst zu erhalten. Das große Risiko besteht darin, dass katholische Schulen geschlossen werden müssen, was auch eine langfristige Katastrophe für das Zusammenleben der Religionen wäre, da diese Institutionen eine wichtige Rolle in den Beziehungen zwischen Christen und Muslimen im Libanon spielen“, erklärte Ozores.
Ein weiteres Problem für viele Schulen sei die Stromversorgung, die bereits seit Jahrzehnten instabil ist. Libanesische Schulen seien bei Ausfällen auf Generatoren angewiesen, was bereits vor der Finanzkrise große Kosten verursacht habe.
Die nun freigegebenen 2,28 Millionen US-Dollar kommen Projekten zugute, die Stipendien für Lehrer auszahlen, Hilfe für Familien mit Schülern gewähren, katholische Religionslehrer an öffentlichen Schulen unterstützen, für die Installation von Sonnenkollektoren an katholischen Schulen sorgen und Schulmaterialien für Schüler an 89 Schulen finanzieren.
„Bis 2020 diente der größte Teil der finanziellen Hilfe von „Kirche in Not“ (ACN) für den Libanon dazu, syrische Flüchtlinge unterstützen, aber jetzt sind es libanesische Christen, die unsere Hilfe brauchen“, fasst Ozores die Situation zusammen.

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Laut dem römisch-katholischen Bischof Pavlo Honcharuk aus Charkiw werden in der ostukrainischen Stadt Schulen, Kindergärten und andere zivile Einrichtungen gezielt mit Raketen beschossen. Es seien mindestens 20 Schulen zerstört worden, berichtete der Bischof gegenüber KIRCHE IN NOT: „Wer immer noch der Vorstellung anhängt, dass Russland nur militärische Einrichtungen bombardiert, der macht sich etwas vor.“
Nach wie vor halte sich eine „große Anzahl“ von Kindern in der Stadt auf: „Sie sind oft in Luftschutzkellern untergebracht“, sagte Bischof Honcharuk, der das Bistum Charkiw-Saporischschja leitet. Sie lebten in einer Parallelwelt und könnten oft nicht begreifen, was um sie herum geschieht. „Die Kirche hilft den Eltern und stellt Hygieneartikel, Lebensmittel und anderes mehr zur Verfügung.“

Charkiw ist die zweitgrößte Stadt der Ukraine und liegt nur etwa 20 Kilometer vom Frontverlauf entfernt. Die Metropole wird regelmäßig beschossen, auch im Umland gebe es schwere Verwüstungen: „Sie zerstören auch Dörfer; einige werden einfach dem Erdboden gleichgemacht.“ Entlang der Linie zu den von Russland eroberten Gebieten spielten sich jeden Tag dramatisch Szenen ab, berichtete Bischof Honcharuk: „Ich habe einen Soldaten getroffen, der von seiner Stellung aus sein Zuhause sehen kann. Seine Frau und seine beiden Kinder sind unter der Besatzung geblieben. Jeden Tag kann er sie sehen, aber er kann sie nicht anrufen, er kann ihnen nicht einmal ein Zeichen geben.“
Völlig unbekannt sei das Schicksal der Kriegsgefangenen. Er sei kein Kontakt zur gegnerischen Seite möglich, darum könne er nichts tun, wenn Angehörige ihn um Hilfe für inhaftierte Soldaten bitten.
Der Bischof sprach gegenüber KIRCHE IN NOT auch von sogenannten Filtrationslagern in den von Russland eroberten Gebieten, zum Beispiel in Mariupol: „Wenn jemand etwas gegen eine Frau hat, denkt er sich Verdächtigungen gegen sie aus, und sie wird sofort inhaftiert und von ihren Kindern getrennt. Es gibt viele solcher tragischen Geschichten.“

Der Krieg habe auch die ökumenische Zusammenarbeit intensiviert, vor allem mit der von Russland unabhängigen Orthodoxen Kirche der Ukraine. So hatte Bischof Honcharuk seinen orthodoxen Amtsbruder vier Monate bei sich aufgenommen, nachdem dessen Haus zerstört worden war. Man habe zusammen verletzte Personen besucht oder Menschen, die in U-Bahn-Stationen Zuflucht suchten. Auch gebe es Kontakte zur evangelischen Kirche und zur jüdischen Gemeinde, um die Hilfsarbeit zu koordinieren.
Bischof Honcharuk zeigte sich beeindruckt von der hohen Einsatzbereitschaft der Menschen, die sich über die Kirche engagieren. Das sei auch ein Glaubenszeugnis: „Ein gläubiger Mensch hilft als Dienender, weil er weiß, an wen er glaubt und warum er hilft. Diese Haltung ist ein Licht für Menschen, die Gott nicht kennen.“
Eines der schwierigsten Erlebnisse in jüngster Zeit sei für ihn gewesen, als er einen dreijährigen Jungen im Krankenhaus besuchte, der bei einem Angriff schwer verletzt worden sei: „Es ist unklar, ob er überleben wird. Er ist nur hier, weil jemand einen Krieg wollte“, erklärte der Bischof. In solchen Situationen fühle er sich machtlos. „Auf der anderen Seite gibt es auch das Bewusstsein, dass der Herr mich hierherschickt, um zu dienen.“
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Bitte schließen Sie die Menschen in der Ukraine in Ihr Gebet ein und beten Sie für eine friedliche und diplomatische Lösung der aktuellen Spannungen. Bestellen Sie hierfür unser kostenloses Gebetsblatt mit dem Gebet um Frieden für die Ukraine. Stellen Sie in unserer virtuellen Kapelle eine Kerze auf.
Auch Papst Franziskus beobachtet die Entwicklungen an der Ostgrenze der Ukraine und rief zum Gebet auf: „Ich appelliere eindringlich an alle Menschen guten Willens, ihr Gebet zum Allmächtigen Gott zu erheben, damit jede politische Aktion und Initiative im Dienst der menschlichen Geschwisterlichkeit stehe, mehr als der Einzelinteressen. Wer seine eigenen Ziele zum Schaden anderer verfolgt, verachtet seine eigene Berufung als Mensch, denn wir wurden alle als Geschwister geschaffen.“
Besonders werden wir in unseren Mittagsgebeten der Menschen in der Ukraine gedenken. Schließen Sie sich bitte an, damit der Glaube lebt und unser Gebet stärker sein möge als Waffen.

Die Christ-Königs-Pfarre von Nijpara soll bald geteilt werden. Ihrer Unterpfarre mit Sitz in Singra gehören zwanzig Dörfer an. Bald soll sie zu einer eigenständigen Pfarre erhoben werden, in der zwei oder drei Priester die Gläubigen betreuen. Aber es gab ein großes Problem: Es gab kein geeignetes Haus, in dem die Priester wohnen können und in dem Platz für weitere für die Arbeit der Pfarre notwendige Räumlichkeiten wäre, so beispielsweise das Büro und Unterbringungsmöglichkeiten für Gäste.
Dank der Hilfe unserer Wohltäter, die 30.000 Euro gespendet haben, konnte ein solches Pfarrhaus errichtet werden. Bischof Sebastian Tudu weihte es an Ostern unter großer Beteiligung von Priestern, Schwestern und Gläubigen ein. Es war ein großes Fest, und es herrschte große Freude. Pfarrer Peter Soreng schreibt uns: „Es ist großartig, dass die Gemeinde nun die Möglichkeit hat, von diesem Zentrum aus geistlich betreut zu werden. Die Gemeinde der Gläubigen ist Ihnen dankbar und betet für Sie alle.“