Aktuelles Archive - Seite 30 von 51 - KIRCHE IN NOT Österreich
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Mauretanien ist eines der ärmsten Länder der Welt. 90 Prozent des im Nordwesten Afrikas gelegenen Landes liegen in der Sahara. Die Lage der mauretanischen Bevölkerung wird immer schwieriger. Waren noch 1960, als das Land unabhängig wurde, ca. 85 Prozent der Menschen Nomaden, die von der Viehzucht lebten, breitet sich seit Anfang der 1970er Jahre die Wüste immer weiter aus, und viele haben ihre Herden verloren. Immer mehr Menschen wandern in die Elendsviertel der Städte ab. Zugleich ist das Land, das im Westen an den Atlantik grenzt, auch von dem steigenden Meeresspiegel betroffen, der dazu führt, dass manche Stadtteile von an der Küste gelegenen Orten nicht mehr bewohnbar sind.

Die 4,8 Millionen Einwohner zählende Bevölkerung ist zu fast 100 Prozent muslimisch. Die nur 4.000 katholischen Christen sind ausschließlich Ausländer. Auch der Bischof, die Priester und die Ordensschwestern der einzigen Diözese des Landes stammen aus zwanzig verschiedenen europäischen, asiatischen und afrikanischen Ländern.

Die Ordensfrauen betreuen schwangere Frauen, Kranke, Häftlinge und Behinderte Sie sind in Schulen und Bildungseinrichtungen tätig und unterrichten Frauen, die keine Schule besuchen konnten. Außerdem versorgen sie unterernährte Kinder.

Helfen Sie den Ordensfrauen!

Mit Ihrer Hilfe können sie ihren Dienst an den Armen fortsetzen.

Die 27 Ordensfrauen haben in den Armenvierteln der Städte und in unterentwickelten ländlichen Gebieten alle Hände voll zu tun. Sie betreuen schwangere Frauen, Kranke, Migranten, Häftlinge und Behinderte Sie sind in Schulen und Bildungseinrichtungen tätig und unterrichten Frauen, die keine Schule besuchen konnten, in praktischen Fertigkeiten wie Nähen, aber auch im Lesen und Schreiben. Außerdem versorgen sie unterernährte Kinder.

Obwohl der Druck durch ein Erstarken des Islamismus im Land zunimmt, wird die Arbeit der Katholischen Kirche von vielen Muslimen geschätzt. Bischof Martin Happe hat einen mauretanischen Freund, der zwar Moslem ist, der aber schöne Kindheitserinnerungen an die katholischen Ordensfrauen hegt. Als er noch ein Kind war, dachten er und seine Kameraden sich kleine Wehwehchen aus, um an der Tür der Schwestern vom heiligen Josef klingeln zu können. Denn – so sagte der Freund – „zusätzlich zum Pflaster bekamen wir immer ein Glas Limonade“. Bis heute erinnert er sich an die Namen der Schwestern, die damals dort waren.

Für ihre Werke der Nächstenliebe wird die Katholische Kirche auch von der Regierung geachtet, aber finanzielle Unterstützung erhält sie nicht.

Für ihre Werke der Nächstenliebe wird die Katholische Kirche auch von der Regierung geachtet, aber finanzielle Unterstützung erhält sie nicht. Daher unterstützt KIRCHE IN NOT die 27 Ordensfrauen in diesem Jahr mit einem Beitrag von 29.700 Euro zu ihrem Lebensunterhalt.

KIRCHE IN NOT unterstützt mit einer Soforthilfe die Arbeit der Basilianermönche für Binnenflüchtlinge in der Ukraine. Die Basilianer des heiligen Josaphat (OSBM) sind eine Mönchsgemeinschaft mit etwa 300 Mitgliedern. Sie gehören dem Ritus der ruthenischen griechisch-katholischen Kirche an und sind in die ukrainische griechisch-katholische Kirche integriert.

Klöster sind Anlaufstellen für Kriegsflüchtlinge

In der Sowjetzeit waren die Mönche blutiger Verfolgung ausgesetzt. Beim Zusammenbruch des Kommunismus war nur ein kleines Kloster in Warschau übrig geblieben. Seither setzte eine Wiederbelebung ein. Die Basilianer des heiligen Josaphat haben Niederlassungen in der Slowakei, Rumänien, Ungarn und in der Ukraine. Die sechs Basilianerklöster, die sich allesamt im Westen der Ukraine befinden, sind seit Beginn des Krieges vor einem Monat zu Anlaufstellen für Flüchtlinge und Vertriebene geworden.

Flüchtlinge im Provinzhaus in Brjuchowytschi.

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„Ich habe Angst, große Angst“

So zum Beispiel das Provinzhaus der Basilianer mit eigenem Priesterseminar und theologischer Fakultät in Brjuchowytschi am Stadtrand von Lwiw (Lemberg). Dort haben aktuell etwa 150 Personen Zuflucht gefunden. Täglich treffen Frauen und Kinder aus den hart umkämpften Landesteilen ein; meistens haben sie nicht mehr als eine Reisetasche bei sich.

„Ich bin mit vier Kindern geflohen. Ich habe Angst, große Angst. Wir kommen aus Kiew; in der Stadt herrscht derzeit eine schreckliche Situation“, berichtet eine Frau, die gerade im Basilianerkloster angekommen ist, in einer Videobotschaft an KIRCHE IN NOT. Sie deutet auf das Baby in ihren Armen: „Es ist erst zwei Monate alt. Wir mussten uns von unseren Ehemännern trennen. Ich nahm meine Schwiegertochter mit dem Baby und zwei Jugendlichen mit.“

Während die Frau spricht, die ihren Namen aus Angst nicht nennen will, versagt ihr immer wieder die Stimme. Im Krieg seien die Tage endlos, „als ob sie schon die Hälfte unseres Lebens ausmachen würden.“ Eine Ehrenamtliche versucht zu trösten: „Mach dir keine Sorgen; mit Gottes Hilfe wirst du eines Tages wieder nach Hause kommen.“

Flüchtlingsfamilie im Basilianerkloster Butschatsch.

Rund 6,5 Millionen Binnenflüchtlinge

Die Flüchtlinge bleiben so lange als möglich im Kloster. Viele von ihnen wollen die Ukraine nicht verlassen. Die Basilianer stellen Lebensmittel, Hygieneartikel und Medikamente bereit – dazu kommen die gestiegenen Kosten für Strom, Gas und Wasser. Die Spenden von KIRCHE IN NOT kommen da gerade zur rechten Zeit.

Berichten des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen zufolge sind fast vier Millionen Ukrainer im ersten Kriegsmonat ins Ausland geflüchtet. Doch rund 6,5 Millionen Menschen leben als Flüchtlinge im eigenen Land.

„Wir sind den Mönchen sehr dankbar“

Auch das historische Basilianerkloster der Kreuzerhöhung in Butschatsch ist eine Zufluchtsstätte geworden. Das Kloster liegt zwischen Iwano-Frankiwsk und Ternopil und ist eines der Zentren der griechisch-katholischen Kirche in der Westukraine. Yevhen, der vor zwei Wochen mit seiner Frau Ivanka und den Kindern aus Kiew kam, ist einer von über 130 Flüchtlingen in den alten Klostermauern. „Wir sind sehr freundlich aufgenommen worden. Hier leben sehr freundliche Menschen, und die Freiwilligen helfen uns ständig. Wir sind den Mönchen sehr dankbar“, erzählt Yevhen gegenüber KIRCHE IN NOT.

Flüchtlinge, die bei den Basilianern in der Westukraine Aufnahme gefunden haben.

„Wir warten darauf, dass wir nach Hause können“

Auch Halyna, eine Frau mittleren Alters, die aus der Nähe von Kiew stammt, erzählt ihre Geschichte: „Wir sind so lange wie möglich in unserem Ort geblieben. Aber wir mussten gehen, weil wir beschossen wurden.“ Die Basilianermönche in Butschatsch hätten sie sehr zuvorkommend aufgenommen, „das ist keine Übertreibung.“ Halyna möchte die Ukraine nicht verlassen. „Wir warten darauf, dass wir nach Hause können, wenn es dann überhaupt noch ein Zuhause gibt. Ich danke allen sehr für die Solidarität.“

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Bitte schließen Sie die Menschen in der Ukraine in Ihr Gebet ein und beten Sie für eine friedliche und diplomatische Lösung der aktuellen Spannungen. Bestellen Sie hierfür unser kostenloses Gebetsblatt mit dem Gebet um Frieden für die Ukraine. Stellen Sie in unserer virtuellen Kapelle eine Kerze auf.

Auch Papst Franziskus beobachtet die Entwicklungen an der Ostgrenze der Ukraine und rief zum Gebet auf: „Ich appelliere eindringlich an alle Menschen guten Willens, ihr Gebet zum Allmächtigen Gott zu erheben, damit jede politische Aktion und Initiative im Dienst der menschlichen Geschwisterlichkeit stehe, mehr als der Einzelinteressen. Wer seine eigenen Ziele zum Schaden anderer verfolgt, verachtet seine eigene Berufung als Mensch, denn wir wurden alle als Geschwister geschaffen.“

Besonders werden wir in unseren Mittagsgebeten der Menschen in der Ukraine gedenken. Schließen Sie sich bitte an, damit der Glaube lebt und unser Gebet stärker sein möge als Waffen.

Charkiw gehört zu den ukrainischen Städten, die besonders unter Beschuss stehen. Viele Gebäude und Wohnhäuser wurden dabei beschädigt oder sogar zerstört. Auch das Bischofshaus der römisch-katholischen Diözese von Charkiw-Saporischschja war vor einer Woche von einem Bombenprojektil getroffen worden.

Trotz der gefährlichen Lage bleibt Bischof Pavlo Honcharuk bei den Menschen. KIRCHE IN NOT hat einen Notzuschuss für die Diözese geschickt, damit sie ihren täglichen Bedarf – Gas, Licht, Wasser, Brennstoff und Lebensmittel – decken und anderen Menschen helfen kann. In einem Telefonat sprach Magda Kaczmarek, Ukraine-Referentin des Hilfswerkes, mit Bischof Pavlo Honcharuk über die Lage in der Stadt und den Einsatz der Kirche in dieser dramatischen Situation.

Bischof Pavlo Honcharuk zeigt den Schaden am Dach des Bischofshauses, das durch ein Raketenprojektil getroffen wurde.

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KIRCHE IN NOT: Sie sind in Charkiw, einer Stadt, die durch das Leiden der Menschen weltweit bekannt und jeden Tag in den Medien ist. Wie geht es Ihnen?

Bischof Pavlo Honcharuk: Wir haben die nächste Nacht überlebt, wir leben und sind gesund. Jeden Tag kommen Flüchtlinge, die eine Möglichkeit zur Evakuierung aus der Stadt suchen. Wir helfen dabei. Ja, es wird dauernd geschossen, das ist jetzt normal. Alles bebt, und es ist sehr laut. Die Fenster klirren, als würden die Scheiben gleich herausfallen. Wir haben uns daran gewöhnt, dass es laut ist.

Es ist sogar verdächtig, wenn es ruhig ist. Dann wissen wir nicht, was kommt. Es ist so, als würden die Eltern im Wohnzimmer plötzlich ihre Kinder aus dem Kinderzimmer nicht mehr hören; dann macht man sich Sorgen. Wir leben jetzt in einer ganz anderen, traurigen Realität.

Bischof Pavlo Honczaruk mit Menschen in einem Luftschutzkeller.

Wie geht es den Menschen in Charkiw?

Sie sitzen in Bunkern und Schutzkellern. Es ist sehr gefährlich. Wir besuchen die Menschen regelmäßig in der U-Bahn-Station, wo sie auf den Bahnsteigen und in den Waggons Schutz suchen und schlafen. Wir beten dort zusammen: Katholiken und Orthodoxe gemeinsam. Wir bekommen humanitäre Hilfe – Medikamente, Essen, Windeln usw. –, die uns aus der Westukraine erreicht. Alles kommt in kleinen Bussen oder Autos, die es besser schaffen durchzukommen. Große Lkws könnten die Straßen nicht passieren; und die Lkw-Fahrer haben Angst, in die Ostukraine zu fahren.

- Pavlo Honcharuk, Bischof von Charkiw

Sind die Krankhäuser offen?

Die Krankenhäuser arbeiten. Wir besuchen die Kranken regelmäßig. Wir konnten auch Windeln an das psychiatrische Krankenhaus liefern, wo Menschen mehrere Tage ohne Hygieneartikel auskommen mussten. Der Direktor hat uns mit Tränen in den Augen gedankt. Das ist jetzt unsere Mission. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Wir organisieren Hilfe, wie wir können. Aus der Westukraine treffen viele Hilfsgüter ein, die aus ganz Europa über die polnische Grenze kommen. Das ist ein schönes Zeichen der Solidarität.

Eine Ordensschwester bringt Hilfsgüter zu älteren Menschen, die nicht vor dem Krieg flüchten können.

Es gibt einen großen Exodus. Wir haben Bilder von großen Menschenmengen vor Augen, die die Stadt verlassen …

Ich habe den Bahnhof besucht. Dort spielten sich sehr ergreifende Szenen ab, die mich zutiefst bewegt haben. Da kein Mann zwischen 18 und 60 Jahren das Land verlassen darf, verabschieden sich die Väter von ihren Frauen und Kindern, nicht wissend, wann und ob sie sich überhaupt jemals wiedersehen werden.

Vor dem Krieg war es so, dass viele Eltern im Westen gearbeitet haben, ihre Kinder sind bei den Großeltern hiergeblieben. Gestern kam wieder eine Mutter aus Polen, und sie hat ihre beiden Kinder abgeholt. Sie kam mit einem Bus voller Hilfsgüter. Die Großeltern wollten nicht mitkommen. Der Abschied war schwer.

Ich sehe sehr viel Traumatisierung in den Menschen, in ihren Augen, ihren Gesichtern. Ganz besonders die Kinder werden später an den Folgen leiden. Die psychischen Krankheiten kommen bestimmt nach dem Krieg. Wir werden unsere Arbeit leisten müssen.

Am Bahnsteig im Bahnhof von Charkiw ereignen sich erschüternde Szenen, wie Bischof Pavlo berichtet.

„Wir leben in permanenter Gefahr”

Wie sieht in der akuten schwierigen Lage die pastorale Seelsorge aus? Kann man überhaupt von Seelsorge sprechen?

Natürlich nicht in der Art, wie wir sie sonst kennen. Aber die Menschen wollen beichten; entweder kommen sie hierher, oder man trifft sich irgendwo zwischen den Häusern auf halbem Weg, denn wir leben in permanenter Gefahr.

Zurzeit ist es wichtig zu beten und zu überleben, beides, um den Menschen zu helfen, die auf sich allein angewiesen sind, die keine Hilfe bekommen. Es gibt so viel Bedarf nicht nur an materiellen Dingen, sondern auch an Güte und an Herzenswärme. Ein gutes Wort, eine Umarmung, ein Telefonat … Wir bezeugen somit die Anwesenheit Gottes, Gott ist unter uns. Das ist eine Art, das Evangelium weiterzugeben. Das ist unsere Seelsorge heute. Es sind so viele Zeugnisse der Liebe. Hier passiert wirklich auch viel Schönes.

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Auch Papst Franziskus beobachtet die Entwicklungen an der Ostgrenze der Ukraine und rief zum Gebet auf: „Ich appelliere eindringlich an alle Menschen guten Willens, ihr Gebet zum Allmächtigen Gott zu erheben, damit jede politische Aktion und Initiative im Dienst der menschlichen Geschwisterlichkeit stehe, mehr als der Einzelinteressen. Wer seine eigenen Ziele zum Schaden anderer verfolgt, verachtet seine eigene Berufung als Mensch, denn wir wurden alle als Geschwister geschaffen.“

Besonders werden wir in unseren Mittagsgebeten der Menschen in der Ukraine gedenken. Schließen Sie sich bitte an, damit der Glaube lebt und unser Gebet stärker sein möge als Waffen.

Das Leitungsteam der römisch-katholischen Diözese Kiew-Schytomyr wird bis zum Ende in der belagerten Stadt bleiben. Das geht aus einem Bericht hervor, den KIRCHE IN NOT direkt vom projektverantwortlichen Priester der Diözese, Mateusz Adamski, erhalten hat. Die Diözese umfasst neben der Hauptstadt auch die umliegenden Gebiete, in denen durch die Einkesselungsversuche der russischen Armee heftige Gefechte ablaufen.

Adamski beschreibt die unmittelbare Lebensgefahr in und um Kiew und erklärt: „Bischof Witalij Krywyzkyj ist der festen Überzeugung, dass wir in einer Zeit wie dieser nirgends sonst sein können.“ In vielen Dörfern und Städten spiele sich eine humanitäre Katastrophe ab. „Das Diözesanleitungsteam aus Priestern, Ordensschwestern und Laien verteilt Wasser, Lebensmittel und Medikamente, wo es notwendig und menschlich möglich ist. Sie helfen auch bei der Evakuierung von Menschen aus gefährlichen Orten.“

Eine ukrainische Ordensfrau hilft beim Verteilen von Wasser, Nahrung und Medikamenten.

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Diese Mission erfordere die Bereitschaft, das eigene Leben aufs Spiel zu setzen. So sei der Bürgermeister des Kiewer Vororts Hostomel erschossen worden, als er Brot und Medikamente unter den Menschen verteilte. „Die humanitäre Mission und die freiwilligen Helfer sind jetzt in Gefahr, weil ihr Leben auf dem Spiel steht, aber wir werden weiterhin helfen, wo es nötig ist. Wir als Kirche Christi sind bei den Menschen, die in Gefahr, bedürftig, verletzlich, verängstigt, verwundet und schwach sind“, versichert der Priester.
Laien, Priester und Ordensleute riskieren ihr Leben, um den Menschen Nahrung und Medikamente zu bringen.
Im täglichen Beschuss durch Raketen und Artillerie sei es für die Menschen ein Trost zu wissen, dass sie nicht allein sind. „Wir bedanken uns für Ihre Solidarität und Ihre Gebete. Diese Wochen des Krieges in der Ukraine waren die härtesten und tragischsten in der modernen Geschichte. Wir sind überzeugt, dass Gott uns durch Ihre Gebete und Ihre Unterstützung hilft, diese schwierigen Zeiten zu überstehen“, schreibt Mateusz Adamski weiter.

- Ukrainische Ordensfrau
Die Menschen versuchen auf vielfältige Weise zu helfen und sehen darin ein Abbild Christi: „Da es jeden Tag viele verwundete Zivilisten und Soldaten gibt, besteht die Notwendigkeit, Blut zu spenden, und so haben die Einwohner von Kiew große Mengen an Blut gespendet, um sowohl ukrainischen Kämpfern als auch verwundeten Zivilisten zu helfen.“ Auch Ordensfrauen hätten Blut gespendet und erklärt: „Wir tun, was Jesus für uns getan hat, als er sein Blut vergossen hat, damit wir leben können: Wir retten das Leben von Menschen.“

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Auch Papst Franziskus beobachtet die Entwicklungen an der Ostgrenze der Ukraine und rief zum Gebet auf: „Ich appelliere eindringlich an alle Menschen guten Willens, ihr Gebet zum Allmächtigen Gott zu erheben, damit jede politische Aktion und Initiative im Dienst der menschlichen Geschwisterlichkeit stehe, mehr als der Einzelinteressen. Wer seine eigenen Ziele zum Schaden anderer verfolgt, verachtet seine eigene Berufung als Mensch, denn wir wurden alle als Geschwister geschaffen.“

Besonders werden wir in unseren Mittagsgebeten der Menschen in der Ukraine gedenken. Schließen Sie sich bitte an, damit der Glaube lebt und unser Gebet stärker sein möge als Waffen.

Ein Interview mit dem ukrainischen griechisch-katholischen Pater Antonio Vatseba, Provinzial des Instituts des fleischgewordenen Wortes. Es ist in der Ukraine mit sechs Gemeinschaften von Ordensschwestern und Priestern tätig.

KIRCHE IN NOT: Sie dürfen aus Sicherheitsgründen nicht sagen, wo genau Sie sich aufhalten. Können Sie uns aber sagen, ob Sie sich in einem Konfliktgebiet befinden?

Pater Antonio Vatseba: Je nachdem, wo sie sich befinden, können nicht alle Patres der Kongregation Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen. Drei Gemeinschaften befinden sich in der Westukraine. Sie nehmen Flüchtlinge auf und koordinieren die Sammlung und Lieferung von humanitärer Hilfe für die Zentral- und Ostukraine. Ich bin im Zentrum der Ukraine, nicht weit von Kiew entfernt. Im Moment ist die Lage ziemlich ruhig. Vom 24. bis 26. Februar war sie wegen der Raketeneinschläge recht angespannt. Dennoch feiern wir weiterhin zweimal täglich die heilige Messe, und abends nehmen wir Flüchtlinge auf, die in unseren Räumen in der Pfarrkirche schlafen.

Und wie sieht es in den beiden übrigen Gemeinschaften aus?

Es gibt eine Gemeinschaft im Donbass (Donezbecken), im Osten, wo die Kämpfe sehr heftig sind. Zur Sicherheit haben die Patres die Stadt verlassen. Sie befinden sich auf dem Land in der Nähe der Stadt, wo sie täglich die Messe feiern. An Samstagen und Sonntagen kehren sie ins Stadtzentrum zurück, um die Messe zu feiern und die Beichte zu hören.

Pater Antonio Vatseba, Priester aus der Ukraine.

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„Es fehlt an Strom, Wasser und Heizung”

Die andere Gemeinschaft befindet sich im Süden, in der Nähe der Krim, wo die Situation nicht einfach ist. Die russischen Truppen haben fast die gesamte Region um die Stadt Cherson herum belagert. Die Patres sind an einem sicheren Ort, an dem es keine Anschläge gegeben hat, und können die Messe feiern und ihre Gemeindemitglieder sowohl im Gebet als auch moralisch unterstützen.

Das größte Problem in diesen Gebieten ist, dass keine humanitäre Hilfe mehr in die Städte und Dörfer im Donbass und nach Cherson gelangt. Der Mangel an Lebensmitteln, unterbrochene Telefonverbindungen und in einigen Städten auch das Fehlen von Strom, Wasser und Heizung: All das kann zu einer schrecklichen humanitären Katastrophe führen.

Was bedeutet die Anwesenheit von Priestern und Ordensschwestern für die Menschen?

Trotz der Gefahr feiern wir weiterhin jeden Tag die heilige Messe. Wir bieten ebenfalls Katechese und Gebet online an. Wir unterstützen die Flüchtlinge, indem wir sie in unseren Kirchen, Klöstern oder in den Häusern der Mitglieder des Dritten Ordens aufnehmen. Trotz der schwierigen Situation kümmern sich die Schwestern weiterhin um Kinder und alte Menschen in den Häusern der Barmherzigkeit. Einige von ihnen mussten an sicherere Orte evakuiert werden.

Pater Antonio Vatseba (Bildmitte) mit Priestern und Flüchtlingen.

„Gläubige sollen nicht ohne geistliche Betreuung bleiben”

Wir haben viele Zeugnisse von Priestern und Bischöfen gesehen und gehört, die sich trotz der Gefahr weigern, zu gehen. Warum sind sie geblieben?

Die Kirche muss bei ihren Gläubigen, bei den Menschen sein, damit sie nicht ohne geistliche Betreuung bleiben, besonders in so schwierigen Zeiten wie dem Krieg. Die Anwesenheit des Hirten ist für die kirchliche Gemeinschaft sehr wichtig. Christus selbst lehrt uns: „Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe“ (Joh 10,11).  Wie Jesus Christus uns lehrt, müssen wir deshalb Hirten sein und dürfen unsere Schafe nicht sich selbst überlassen.

Wissen Sie schon, was sie tun werden, wenn das Gebiet von russischen Truppen besetzt wird?
Wenn unser Leben nicht bedroht ist, werden wir weiterhin unseren Dienst tun, jeder auf seinem Posten. Das ist es, was unsere Kirche seit der Annexion der Krim und dem Krieg im Donbass bereits erlebt hat. Dank des Mutes der Priester vor Ort ist unsere Kirche weiterhin auf der Krim und im Donbass tätig.

Seminaristen aus dem Priesterseminar in Iwano-Frankiwsk verteilen Hilfsgüter an Flüchtlinge.

„Von der Liebe und nicht vom Hass leiten lassen”

Bei dem Konflikt besteht die Gefahr, dass die Menschen vom Hass überwältigt werden. Was können Sie als Priester tun, um den Menschen zu helfen, dies zu vermeiden?

Das ist eine echte Gefahr. In dieser schwierigen Zeit des Krieges, der Hass und Gewalt sät, müssen wir das Gesetz der Nächstenliebe aus dem Evangelium verkünden. Alle, ganz gleich ob Zivilisten oder Soldaten, müssen sich von der Liebe und nicht vom Hass leiten lassen. Dies waren die Worte des Primas unserer Kirche, Seiner Seligkeit Swjatoslaw Schewtschuk, die den Grundsatz der Liebe in Zeiten des Krieges sehr gut zusammenfassen: „Lasst uns in dieser tragischen Zeit zu lieben lernen! Lassen wir uns nicht vom Hass überwältigen, benutzen wir weder seine Worte noch seine Sprache.“

KIRCHE IN NOT hat Soforthilfe für Priester und Ordensschwestern sowie für die Diözesen im Osten und in Kiew geleistet. Seit Jahren unterstützt es die ukrainische griechisch-katholische Kirche. Haben Sie eine Botschaft an unsere Wohltäter?

Ich möchte mich an die Gläubigen mit den Worten Christi wenden: „Wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch nicht erschrecken!“ (Lk 21,9). In dieser Zeit hören wir in der Ukraine nicht nur vom Krieg, sondern wir sehen ihn und erleben ihn auf den Straßen unserer eigenen Dörfer. Wir müssen jedoch die Angst mit Gebet und Liebe zu unserem Heimatland davonjagen.

Straßenszene aus dem Krieg in der Ukraine (Bistum Kiew-Saporischschja).

„Beten Sie für ein baldiges Ende des Krieges”

Krieg ist eine Ausdrucksform des Bösen, und das Böse ist die Abwesenheit des Guten. Wir Christen müssen zuallererst kämpfen, um das Eigene zu verteidigen. Wir müssen aber auch das Wohl unserer Feinde suchen, indem wir für ihre Bekehrung beten. Ich bitte Sie, für ein baldiges Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine und für die Bekehrung der politischen Führer Russlands zu beten.

Der historische Moment, den wir heute erleben, erinnert uns an den Appell der Gottesmutter, der, wie Sie sehen können, auch heute noch aktuell ist. Lassen Sie uns gemeinsam beten und darauf vertrauen, dass diese Bitte der heiligen Jungfrau Maria endlich in Erfüllung geht.

Wie hilft die finanzielle Unterstützung den Priestern, den Ordensleuten und den Menschen vor Ort, wo Sie sind?

Die finanzielle Unterstützung, die wir jedes Jahr von KIRCHE IN NOT erhalten, ist eine große Hilfe sowohl für die Ausbildung unserer Seminaristen und Priester und ihre persönlichen Bedürfnisse als auch für die verschiedenen pastoralen Projekte in den Pfarreien, in denen wir arbeiten. Dafür sind wir allen Wohltätern sehr dankbar. Sie sollen wissen, dass wir immer in unseren Gebeten an sie denken.

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Auch Papst Franziskus beobachtet die Entwicklungen an der Ostgrenze der Ukraine und rief zum Gebet auf: „Ich appelliere eindringlich an alle Menschen guten Willens, ihr Gebet zum Allmächtigen Gott zu erheben, damit jede politische Aktion und Initiative im Dienst der menschlichen Geschwisterlichkeit stehe, mehr als der Einzelinteressen. Wer seine eigenen Ziele zum Schaden anderer verfolgt, verachtet seine eigene Berufung als Mensch, denn wir wurden alle als Geschwister geschaffen.“

Besonders werden wir in unseren Mittagsgebeten der Menschen in der Ukraine gedenken. Schließen Sie sich bitte an, damit der Glaube lebt und unser Gebet stärker sein möge als Waffen.

Ein Gebetsblatt mit einem Gebet für den Frieden in der Ukraine gibt KIRCHE IN NOT unentgeltlich heraus. Es enthält ein sowohl für Pfarrgemeinden als auch für die private Andacht geeignetes Gebet um Frieden und Versöhnung.

Darin wird vor allem um Hilfe für alle Betroffene des Krieges und um Versöhnung unter den Kriegsparteien gebetet.

Titelbild des neuen Gebetsblatts.

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Auch Papst Franziskus beobachtet die Entwicklungen an der Ostgrenze der Ukraine und rief zum Gebet auf: „Ich appelliere eindringlich an alle Menschen guten Willens, ihr Gebet zum Allmächtigen Gott zu erheben, damit jede politische Aktion und Initiative im Dienst der menschlichen Geschwisterlichkeit stehe, mehr als der Einzelinteressen. Wer seine eigenen Ziele zum Schaden anderer verfolgt, verachtet seine eigene Berufung als Mensch, denn wir wurden alle als Geschwister geschaffen.“

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Nothilfe für die Ukraine

Helfen Sie den notleidenden Menschen.

Das Apostolische Vikariat Yurimaguas erstreckt sich über ein riesiges Gebiet von 70.000 Quadratkilometern. Die Einwohner gehören indigenen Volksgruppen an, die unter großer Armut leiden. Ihre Hütten sind aus Palmblättern gebaut, und die meisten der kleinen Siedlungen sind ausschließlich per Boot erreichbar. Straßen gibt es nicht, und medizinische Versorgung und Bildungsarbeit leistet hier ausschließlich die Kirche. Aber die Gläubigen leben weit verstreut, und es gibt viel zu wenige Priester.

Bischof Jesus Maria Aristin Seco berichtet, dass viele Jugendliche unter großen Problemen leiden: „Viele Familien sind zerrüttet, es fehlt eine wahrhaft väterliche und mütterliche Figur, viele leben bei den Großeltern oder anderen Verwandten. Angesichts dieser Art von Verlassenheit flüchten sich viele Jugendliche in Banden, ein Phänomen, das in Jugendkriminalität, Alkohol, Diebstahl und Drogen endet, und viele infizieren sich aufgrund von Promiskuität mit AIDS.“

Auch die Qualität der Schulausbildung lässt oft zu wünschen übrig. Viele Jugendliche mussten aufgrund der Armut der Familien auch von klein aufarbeiten.

Für den Bischof ist die Priesterausbildung eine der wichtigen Aufgaben. Sein Ziel ist es, „wahre Hirten auszubilden, die echte missionarische Jünger Jesu Christi sind.“

Ausbildungshilfe

Unterstützen Sie die 17 Seminaristen mit Ihrer Spende!

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen trägt das Berufungsapostolat, das in dem Vikariat bereits vor einigen Jahren ins Leben gerufen wurde, Früchte. Denn jedes Jahr gibt es Berufungen. Die Priesterausbildung wird durch eine zweijährige Vorbereitungszeit, das sogenannte Propädeutikum, ergänzt, damit unter anderem Lücken in der Schulbildung geschlossen werden, bevor sich die jungen Männer dem Studium von Theologie und Philosophie widmen können.

Im Moment bereiten sich 17 junge Männer darauf vor, eines Tages Priester zu werden. Zehn von ihnen durchlaufen noch die beiden Vorbereitungsjahre am Propädeutikum von Yurimaguas, die anderen sieben sind bereits in das Priesterseminar der Diözese Callao eingetreten und studieren dort. Die Ausbilder müssen den angehenden Priestern sehr viel Zeit, Fürsorge und Aufmerksamkeit widmen. Wichtig ist ein Klima von Vertrauen und Nächstenliebe, damit sich die Tugenden entwickeln können und die jungen Männer, von denen viele keine stabile Familie kennengelernt haben und die oft unter schwierigen Verhältnissen aufgewachsen sind, menschlich, spirituell und intellektuell zu gefestigten Persönlichkeiten heranreifen können.

Für den Bischof ist die Priesterausbildung eine der wichtigen Aufgaben. Sein Ziel ist es, „wahre Hirten auszubilden, die echte missionarische Jünger Jesu Christi nach dem Beispiel der seligen Jungfrau Maria sind“. Sie sollen „sich für die Neuevangelisierung einsetzen, damit sie, verwandelt durch das Evangelium, die Feier des Ostergeheimnisses und geprägt durch das Leben im Seminar, in der heutigen Welt am Reich Gottes mitbauen können.“ Wer Priester werden will, müsse vor allem ein „Mann Gottes“ sein, wie der heilige Paulus es schreibe, betont der Bischof.

Wir möchten die 17 jungen Männer auf ihrem Weg zur Priesterweihe unterstützen und haben versprochen, ihre Ausbildung mit 7.700 Euro zu unterstützen.

Die Niederlassung des päpstlichen Hilfswerks KIRCHE IN NOT im Breslauer Hauptbahnhof in Polen ist in den vergangenen Tagen zum Anlaufpunkt für Tausende Flüchtlinge aus der Ukraine geworden. In Polen leben derzeit mehr als 1,5 Millionen ukrainische Flüchtlinge, viele davon kommen mit dem Zug direkt nach Breslau. Vor zwei Jahren hatte der polnische Zweig von KIRCHE IN NOT eine Zweigstelle direkt im Breslauer Hauptbahnhof eröffnet. „Das war ein Geschenk der göttlichen Vorsehung“, sagt der Direktor des Breslauer Büros von KIRCHE IN NOT, Andrzej Paś, im Rückblick. „Als die verängstigten und erschöpften Ukrainer an einem ihnen unbekannten Ort ankamen, waren wir sofort da, um ihnen zu helfen. Wer aus dem Zug aussteigt, erhält von den Freiwilligen sofort Informationen darüber, wo sie Hilfe bekommen können.“
KIRCHE IN NOT Büro im Breslauer Hauptbahnhof in Polen. © Jakub Wojslawski

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Das „Kirche in Not“-Büro in Breslau hat Tag und Nacht geöffnet

Zu Beginn des Krieges in der Ukraine hatte „Kirche in Not“ ein Soforthilfepaket von einer Million Euro geschnürt, das inzwischen auf 1,3 Millionen Euro aufgestockt wurde. Seitdem haben sich Hunderte freiwillige Helfer gemeldet. Das „Kirche in Not“-Büro im Breslauer Hauptbahnhof hat inzwischen Tag und Nacht geöffnet. „Restaurantbesitzer kommen und bringen uns Suppen und Sandwiches. Viele Menschen bieten an, Suppen, Eintöpfe oder Aufläufe zu kochen“, sagt die ehrenamtliche Helferin Julka. „Die Flüchtlinge erhalten sofort eine warme Mahlzeit und können sich ausruhen.“ Die Dankbarkeit sei allgegenwärtig zu spüren. Julka erzählt, dass die Flüchtlinge sie immer wieder nach ihrer Telefonnummer fragen, „weil sie mich in die Ukraine einladen wollen, wenn die Normalität wieder einkehrt“.

Es gibt auch einen Raum für Mütter mit Kindern sowie eine Stelle für medizinische Versorgung und psychologische Betreuung. Diese wird von der Ukrainerin Andżela geleitet, die seit zwei Jahren in Breslau lebt. „Die Menschen, die hierherkommen, sind verängstigt: Sie wissen nicht, was die Zukunft für sie bereithält, und sind am Boden zerstört. Ich erkläre ihnen, dass sie in guten Händen sind“, sagt sie und fügt hinzu, dass sie bei Bedarf auch nachts telefonische Beratungen durchführt.

Ukrainer, die in Breslau ankommen, werden nach ihrer Ankunft auch von staatlichen Stellen betreut. „Der Gouverneur von Niederschlesien, der Woiwodschaft, zu der Breslau gehört, hat Unterkünfte organisiert. Es gibt viele Privatpersonen, die bereit sind, den Bedürftigen Gastfreundschaft und Unterkunft zu gewähren. Auch Arbeitsmöglichkeiten gibt es“, berichtet Andrzej Paś.

Ehrenamtliche Helfer in Breslau © Jakub Wojslawski

Hunderte freiwillige Helfer haben sich gemeldet

Zu denjenigen, die den Bedürftigen helfen, gehört Damian, ein Seminarist, der jeden Tag vom Priesterseminar der Salvatorianer in Bagno fast 40 Kilometer nach Breslau pendelt. „Wir haben erst nachmittags Unterricht, also haben wir uns freiwillig gemeldet, um zu helfen. Die Hälfte der Priesteramtskandidaten hat in den vergangenen Tagen mitgeholfen“, erklärt er.

Direktor Paś räumt ein, dass die Koordination der gesamten Initiative eine große Herausforderung sei. „Um sich ehrenamtlich zu engagieren, muss man einer Facebook-Gruppe beitreten“, erklärt er. „Dort veröffentlichen wir Informationen über alles Benötigte“, ergänzt Julka. An einem Tag seien es zum Beispiel Decken, Schlafsäcke, Verbandsmaterial, Damenbinden und Windeln. An einem anderen Tag würden dringend neue Socken und Kinderschuhe in den Größen 33 bis 39 benötigt.

Dank der Arbeit der Ehrenamtlichen werden die an das Büro von „Kirche in Not“ gelieferten Waren verpackt und sortiert. Die Hilfe von Wohltätern und Freunden sei so groß gewesen, dass ein zusätzliches Lager in der Nähe von Breslau eröffnet werden musste. Die ersten Transporte für die Menschen, die dringend auf Hilfe warten, seien nun bereits unterwegs in die Ukraine.

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Bitte schließen Sie die Menschen in der Ukraine in Ihr Gebet ein und beten Sie für eine friedliche und diplomatische Lösung der aktuellen Spannungen. Bestellen Sie hierfür unser kostenloses Gebetsblatt mit dem Gebet um Frieden für die Ukraine. Stellen Sie in unserer virtuellen Kapelle eine Kerze auf.

Auch Papst Franziskus beobachtet die Entwicklungen an der Ostgrenze der Ukraine und rief zum Gebet auf: „Ich appelliere eindringlich an alle Menschen guten Willens, ihr Gebet zum Allmächtigen Gott zu erheben, damit jede politische Aktion und Initiative im Dienst der menschlichen Geschwisterlichkeit stehe, mehr als der Einzelinteressen. Wer seine eigenen Ziele zum Schaden anderer verfolgt, verachtet seine eigene Berufung als Mensch, denn wir wurden alle als Geschwister geschaffen.“

Besonders werden wir in unseren Mittagsgebeten der Menschen in der Ukraine gedenken. Schließen Sie sich bitte an, damit der Glaube lebt und unser Gebet stärker sein möge als Waffen.

1,3 Millionen Euro stellt KIRCHE IN NOT angesichts des Kriegs in der Ukraine als Nothilfe zu Verfügung. Das sind nochmal 300 000 Euro mehr als in dem am Tag der russischen Invasion angekündigten Hilfspaket. Damit reagiert unser Hilfswerk auf die steigenden Anfragen seiner Projektpartner in der Ukraine.

Die Nothilfe geht an die katholischen Priester und Ordensleute in der Ukraine, die dem lateinischen wie dem byzantinischen Ritus angehören und unterstützt ihren Einsatz in Pfarreien, Waisenhäusern, bei alten und kranken Menschen sowie bei den Flüchtlingen.

Ein besonderer Schwerpunkt der Nothilfe liegt auf den Diözesen und Exarchaten im besonders umkämpften Osten der Ukraine. Im Westen des Landes unterstützt KIRCHE IN NOT die kirchliche Flüchtlingsarbeit, die einen immer stärkeren Zustrom verzeichnet.

Kriegsflüchtlinge vor einem Exerzitienhaus im Erzbistum Lwiw.

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„Die Menschen brauchen Kraft, Trost und Unterstützung“

Auch die katholischen Gemeinden und Anlaufstellen in der bombardierten Hauptstadt Kiew stehen auf der Förderliste. Die Gelder werden dort vor allem eingesetzt, um vor allem bedürftigen Menschen zu helfen und Lebensmittel bereitzustellen.

„Besonders jetzt muss KIRCHE IN NOT die Anwesenheit von Priestern und Ordensleuten bei all jenen sicherstellen, die um ihr Überleben kämpfen“, erklärte der Geschäftsführende Präsident von KIRCHE IN NOT, Dr. Thomas Heine-Geldern. „Die Menschen brauchen Kraft, Trost und Unterstützung.“

Das Hilfspaket werde die katholische Kirche stärken, „weiter vor Ort zu bleiben und den Menschen im Krieg zu dienen“, so Heine-Geldern. KIRCHE IN NOT steht seit Kriegsbeginn in ständigem Kontakt mit seinen Projektpartnern in der Ukraine und arbeitet vor Ort auch mit anderen Hilfsorganisationen zusammen.

Seminaristen aus dem Priesterseminar in Ivano-Frankiwsk verteilen Hilfsgüter. In dem Haus haben viele Geflüchtete Zuflucht gefunden.

Ukraine gehört seit Jahrzehnten zu den Hauptpartnern von KIRCHE IN NOT

Aus der Ukraine trafen trotz der dramatischen Situation bereits zahlreiche Danksagungen beim Hilfswerk ein. So teilte der Bischof von Odessa-Simferopol, Stanislaw Schyrokoradjuk, in einer Videobotschaft mit: „KIRCHE IN NOT war die erste Organisation, die mich fragte: ,Wie können wir helfen?’ Danke für diese Hilfsbereitschaft.“

Sein Bischofskollege Pavlo Honczaruk aus dem Bistum Charkiw-Saporischschja erklärte: „Ich danke den Wohltätern, die durch KIRCHE IN NOT ihre Berufung zur Barmherzigkeit und Liebe leben. Ich danke dem gesamten Team von KIRCHE IN NOT, allen Mitarbeitern, Freiwilligen und Wohltätern von ganzem Herzen.“

Das Engagement von KIRCHE IN NOT für die Ukraine reicht bis 1953 zurück, zunächst in der Zeit der kommunistischen Verfolgung und seit 1990 beim Wiederaufbau des kirchlichen Lebens. Unter den rund 140 Projektländern, in denen KIRCHE IN NOT aktiv ist, liegt die Ukraine seit Jahren unter den ersten fünf.

Ukrainische Kinder in einem Schutzkeller.

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Auch Papst Franziskus beobachtet die Entwicklungen an der Ostgrenze der Ukraine und rief zum Gebet auf: „Ich appelliere eindringlich an alle Menschen guten Willens, ihr Gebet zum Allmächtigen Gott zu erheben, damit jede politische Aktion und Initiative im Dienst der menschlichen Geschwisterlichkeit stehe, mehr als der Einzelinteressen. Wer seine eigenen Ziele zum Schaden anderer verfolgt, verachtet seine eigene Berufung als Mensch, denn wir wurden alle als Geschwister geschaffen.“

Besonders werden wir in unseren Mittagsgebeten der Menschen in der Ukraine gedenken. Schließen Sie sich bitte an, damit der Glaube lebt und unser Gebet stärker sein möge als Waffen.

Venezuela durchlebt seit mehreren Jahren eine beispiellose Krise, zu der nun auch noch die Pandemie hinzugekommen ist. Fast 80 Prozent der rund 33 Mio. Venezolaner leiden unter extremer Armut, viele hungern sogar.  Es fehlt an lebenswichtigen Gütern, auch an Wasser, Strom und Treibstoff, was in vielen Regionen des Landes das Überleben fast unmöglich gemacht hat. Dazu kommt die galoppierende Inflation. All das hat die Menschen dazu gebracht, ihren Lebensunterhalt, wenn nicht durch Überweisungen aus dem Ausland, mit illegalen Aktivitäten zu finanzieren, und dies hat wiederum zur Ausbreitung des organisierten Verbrechens und des Drogenhandels geführt. Mindestens fünf Millionen Venezolaner haben das Land verlassen.

Die Kirche ist in Venezuela nahezu die einzige Kraft, die der leidenden Bevölkerung zur Seite steht. Sie hilft konkret, wo sie kann, aber sie muss auch den Seelen Hoffnung schenken und vor allem die Jugend darauf vorbereiten, aus dem christlichen Glauben heraus an einer besseren Zukunft mitzuarbeiten. Viele Menschen hungern nach dem Wort Gottes.

Die Kirche ist in Venezuela nahezu die einzige Kraft, die der leidenden Bevölkerung zur Seite steht. Sie hilft konkret, wo sie kann, aber sie muss auch den Seelen Hoffnung schenken und vor allem die Jugend darauf vorbereiten, aus dem christlichen Glauben heraus an einer besseren Zukunft mitzuarbeiten. Viele Menschen hungern nach dem Wort Gottes.

Um Jugendlichen das nötige Rüstzeug mitzugeben, um im Glauben zu wachsen, ein solides moralisches und geistliches Fundament zu entwickeln und aus der Beziehung zu Gott die Kraft zu schöpfen, die Zukunft mitzugestalten, hat uns der Bischof der Diözese  Acarigua-Araure um 2.000 Exemplare der Heiligen Schrift und 496 Exemplare der Jugendbibel gebeten. Außerdem bat er um 480 Exemplare des YOUCAT, des Katechismus der Katholischen Kirche für Jugendliche und junge Erwachsene, in dem die wichtigsten Glaubensinhalte werden kurz und leicht verständlich im Frage-Antwort-Stil zusammengefasst werden. Damit soll die Katechese in den Pfarren vertieft und intensiviert werden, aber es sollen in Zeiten der Pandemie auch Online-Angebote damit gestaltet werden.

Unsere Wohltäter haben 15.546 Euro dafür gespendet, so dass wir diese Bitte erfüllen konnten. Bischof Juan Carlos Bravo Salazar, der kürzlich zum Bischof einer anderen Diözese ernannt wurde, schreibt uns: „Dank der Bibeln und des YOUCAT konnten wir eine großartige Arbeit beginnen. Noch einmal möchten wir unsere Dankbarkeit für die Hilfe ausdrücken, die Sie uns haben zukommen lassen, um die Gläubigen besser auszubilden, da wir dazu aufgerufen sind, an der Kirche Christi mitzubauen. Dank sei dem Herrn für das Gute, das Er durch jeden von Ihnen tut, und wir bitten Ihn darum, Sie alle überreich zu segnen.“

Obwohl das Leben in den Kriegsgebieten in der Ukraine immer gefährlicher wird, sind religiöse Ordensgemeinschaften geblieben, um zu helfen. Magda Kaczmarek, Projektreferentin von „Kirche in Not“ für die Ukraine, steht im ständigen Kontakt mit zahlreichen Schwesterngemeinschaften vor Ort. „Die Schwestern sind voller Angst und Sorge, aber sie wissen sich auch getragen vom Gebet und einer weltweiten Welle der Solidarität“, berichtet sie.

Kaczmarek erzählt von einem Gespräch mit einer Schwester aus einem Kloster im Norden der Ukraine. Sowohl der Name der Schwester als auch der – laut Medienberichten stark umkämpfte – Ort müssen aus Sicherheitsgründen geheim bleiben. In den Nächten müssten sich die Schwestern mehrmals im Keller in Sicherheit bringen; sie schliefen mit Ordensgewand und Schleier, um jederzeit aus ihren Zimmern laufen zu können. Nachts sei das ganze Kloster verdunkelt, um keine Angreifer anzuziehen.

In den letzten Tagen hätten sie versucht, ihr klösterliches Leben so weit wie möglich fortzusetzen. Das Handy sei jedoch jetzt auch beim Chorgebet ein ständiger Begleiter, berichtet Kaczmarek: „So können sie schneller alarmiert werden, wenn wieder ein Angriff startet.“

Der Luftschutzkeller der Ordensfrauen.

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Die Schwestern leisten Seelsorge für die Verwundeten und ihre Familien

Auch der eigene Keller sei nun aufgrund der erbitterten Kämpfe zu unsicher geworden. Deshalb haben die Schwestern kürzlich nachts in einem sicheren Luftschutzraum Unterschlupf gefunden. In der Nähe des Klosters seien bereits mehrere Bomben eingeschlagen; eine junge Familie sei dabei ums Leben gekommen, schildert Magda Kaczmarek. „Die Schwestern haben jetzt auch drei Familien bei sich im Kloster aufgenommen, die große Angst um ihr Leben haben.“

Das sei für die Schwestern keine neue Aufgabe. Schon lange vor dem Angriff der russischen Truppen Ende Februar klopften immer wieder Menschen an ihre Tür, darunter Familien, die vom bereits 2014 ausgebrochenen Konflikt betroffen waren. Die Schwestern leisten Seelsorge für die Verwundeten und ihre Familien. Für viele Menschen seien sie ein Zeichen der Hoffnung und Orientierung. Viele Nachbarn hätten gesagt: „Wir bleiben, solange die Schwestern bleiben. Wenn sie gehen, gehen wir auch.“

Eine Ordensfrau verteilt Lebensmittel an bedürftige Menschen in der Ukraine.

Noch nie so viel den Rosenkranz gebetet wie jetzt

Trotz der bedrückenden Situation gebe es kleine Lichtblicke. „Die Schwestern erhalten Nachrichten aus der ganzen Welt, dass Menschen an sie denken und für sie beten. Auch bei den Freunden und Nachbarn des Klosters erfahren die Schwestern eine große Solidarität, obwohl diese Menschen ja selbst in großer Not sind“, berichtet Kaczmarek.

Die Schwestern schilderten ihr die Wirkung ihres Psalmengebets. „Die Bitten um Bewahrung vor Kriegsgefahr und die Zusagen der Nähe Gottes geben ihnen Kraft.“ Eine der Schwestern berichtet, sie hätte noch nie so viel den Rosenkranz gebetet wie jetzt.

KIRCHE IN NOT hat den Klosterbau mitfinanziert und hilft den Schwestern seit vielen Jahren kontinuierlich mit Existenzhilfen. Das Hilfswerk hat kontemplative Klöster in der ganzen Welt auch zum Gebet für die Ukraine aufgerufen. Eine geistliche Unterstützung, die auch mitten in Todesangst und Kämpfen in der Ukraine nicht unbemerkt bleibt, wie Kaczmarek nach ihren Gesprächen mit den Schwestern feststellt: „Sie spüren, dass Sie ein Teil der Kirche sind und dass viele Menschen mit Ihnen sind.“

Magda Kaczmarek, Projektreferentin für die Ukraine bei KIRCHE IN NOT.
Als Reaktion auf den Kriegsausbruch in der Ukraine hat das weltweite päpstliche Hilfswerk KIRCHE IN NOT ein Nothilfe-Paket in Höhe von 1,3 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Das Geld komme nach Aussage des Geschäftsführenden Präsidenten von KIRCHE IN NOT, Dr. Thomas Heine-Geldern, Priestern und Ordensleuten zugute, die im ganzen Land in den Pfarreien, bei den Flüchtlingen, in Waisenhäusern und Altenheimen arbeiten.

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Das russische Militär hat nach eigenen Angaben am heutigen Dienstag eine neue Feuerpause in der Ukraine in Kraft gesetzt und „humanitäre Korridore“ in fünf Städten geöffnet.  Eine davon ist die von russischen Truppen belagerte Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer. Es gab schon mehrere Evakuierungsversuche und einige Menschen könnten die Stadt am Wochenende verlassen.

Das Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) hat auch langjährige Projektpartner in Mariupol, so z.B. die Paulinerpatres. Seit 3. März hatte KIRCHE IN NOT keinen Kontakt mehr zu ihnen. Erst am Sonntag hat sich Pater Pavlo, einer der Priester, bei KIRCHE IN NOT gemeldet. Am Samstagabend waren sie mit einer Kolonne von 100 Autos aus Mariupol geflohen. Sie sind noch unterwegs und an keinem sicheren Ort angekommen.  Aber die Patres haben ein Inferno durchlebt. Das Hilfswerk möchte hiermit das Zeugnis von Pater Pavlo wiedergeben, als Anregung, für die Menschen im Kriegsgebiet zu beten und ihnen zu helfen.

Zerstörtes Haus in der Ostukraine.

Nothilfe für die Ukraine

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„Überall fallen Bomben“

„Mariupol ist wie Armageddon, es ist die Hölle. Bitte erzählen Sie es der Welt: Es ist eine Tragödie. Es wird nur wahllos geschossen. Die ganze Stadt ähnelt einem einzigen Kampffeld. Überall fallen Bomben. Man hört überall nur Schüsse. Mariupol ist eine Stadt, die vom russischen Militär umzingelt ist. Die Menschen sitzen nur in ihren Kellern.“

„Wir konnten kaum schlafen, niemand konnte schlafen. Von den ganzen Bombenangriffen hat der ganze Körper weh getan. Ich hatte mir in eine Ecke einen „Überlebensplatz“ eingerichtet, jeder von uns hatte Angst. Unser Kloster ist mit Hilfe von Aid tot he Church in Need gebaut worden, und der Bau ist noch nicht abgeschlossen. Leider haben wir keinen Keller. An diesen Tagen hatten wir auch keinen Strom, kein Wasser, kein Essen… nur die Vorräte, die wir mitgebracht haben. Ich hatte über zwei Tage eine Konserve gegessen; wenn man so was erlebt, hat man keinen Hunger. Ohne Essen kann man überleben, aber ohne Wasser nicht. Die Menschen sind aus ihren Häusern auf Wassersuche gegangen, einige von ihnen mussten deswegen brutal sterben. Es ist wie Selbstmord, wenn jemand in Mariupol auf die Straße geht. Wir haben unseren Gläubigen gesagt, dass sie zu Hause bleiben sollen und dass wir keine heiligen Messen feiern würden, denn es war zu gefährlich.“

„Am Samstag haben wir eine Kolonne von 100 Autos gebildet und wollten die Stadt verlassen. An allen Kontrollposten hat man uns durchgelassen, bis die Separatisten der selbsternannten Republik Donezk uns angehalten haben. Wir durften nicht weiterfahren, aber dafür Schutz in einem kleinen Dorf suchen. Von dort aus ging es dann auf Umwegen weiter. Schwangere Frauen und Kinder waren dabei. Ich werde das Bild nie vergessen, wie eine schwangere Frau auf Knien anflehte, uns durchzulassen und ihre Bitte wurde abgelehnt.“

Eine Ordensfrau verteilt Lebensmittel an bedürftige Menschen in der Ukraine.

„Überall war alles zerbombt, Menschenleichen lagen auf dem Weg“

„Sie können sich nicht vorstellen, was wir draußen alles gesehen haben. Das sind Bilder, die man nicht vergessen kann: Überall war alles zerbombt, Menschenleichen lagen auf dem Weg, wir mussten teilweise drumherum fahren. Diese Tragödie schreit zum Himmel!“

„Wir sind nun aus der Stadt weg, und ein jeder hat versucht, sein Leben an einem sicheren Ort zu retten, aber was passiert mit den Menschen, die dies nicht können und weiterhin in Mariupol bleiben? Zu vielen Menschen haben wir keinen Kontakt, wir wissen gar nicht, wo sie sind und wer noch am Leben ist. Lieber Gott, wann wird das Ganze ein Ende haben? Beten Sie für uns.“

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